3SCHRITT: Geschlecht und Arbeit – ONLINE

«ethik22» führte im Auftrag der Paulus Akademie die 3SCHRITT Online Serie „Geschlecht und Arbeit“ an drei verschiedenen Daten durch.
Berufung, Arbeit, Lohn – durch die Geschlechterbrille betrachtet.
In den Sessions hörten die Teilnehmenden jeweils Geschichten, diskutierten und überlegten, wie sich Geschlecht und Arbeit gegenseitig beeinflussen. Welchen Einfluss hat unser Geschlecht auf unsere Arbeit? Wie wirkt Arbeit auf unsere Vorstellungen von Geschlecht? Was hat das mit unseren Berufen, Chancen und Gesundheit zu tun?
Mit einem sinn-vollen Apéro fingen die Teilnehmenden an und liessen sich von den Lebensgeschichten der Gäste und der Teilnehmer:innen berühren. Gemeinsam ergründeten sie Sachverhalte und entdecken ihre Werte, damit sie besser verstehen, wie gesellschaftliche Strukturen und Menschen zusammenwirken.
Folgende Themenschwerpunkte wurden angeboten:
ARBEIT, GESCHLECHT UND KÖRPER – 17.02.2022
Die Arbeitsgeschichten der Gäste erzählten, wie Geschlecht und Körper zusammenwirken.
Mit den Teilnehmenden im Gespräch war Fatmire Panxhaj, gelernte Juristin und Krankenpflegerin, Sarah Schoch, Ballettänzerin, und Urs Gander, Regionalsekretär der Gewerkschaft Syna; moderiert vom ethik22-Haushistoriker Jonas Sagelsdorff.
Zum Apéro: Some like it knusprig!
(GE-)SCHLECHT BEZAHLT – Teil 2 – 03.03.2022
Die Gäste teilten ihre Vorstellungen von Einkommensgerechtigkeit und Gleichstellungsfragen am Arbeitsplatz. Dabei wurden auch die «Baustellen» für die Zukunft der Arbeit sichtbar.
Es diskutierten mit den Teilnehmenden Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber, Präsidentin VPOD, und Luigi Pedrocchi, bis Dezember 2021 CEO der Mibelle Group; moderiert vom ethik22-Hausethiker Thomas Wallimann.
Zum Apéro: Unsichtbar sichtbar machen!
GESCHLECHT UND BERUFUNG – Teil 3 – 17.03.2022
Die Gäste berichteten von ihren Berufungsgeschichten und wie Geschlecht und Sinn der Arbeit einander beeinflussen.
Mit den Teilnehmenden diskutierten die Gäste Mirjam, eine intergeschlechtliche Frau, die sich politisch und öffentlich für die Rechte intergeschlechtlicher Menschen einsetzt (www.inter-action-suisse.ch), und Thomas, Sozialethiker und Beinahe-Priester; moderiert von der ethik22-Haustheologin Christina Sasaki.
Zum Apéro: Was war zuerst: Strauss:in oder Ei?
UND WENN ES GOTT NICHT GIBT?

Bild: zVg
Gott ist in Verruf geraten. Vor allem der Gott des Islams hat derzeit keine gute Presse. Als rigide und herrschsüchtig wird er wahrgenommen, und seine Anhänger treten in der Öffentlichkeit meist in Form radikalisierter Eiferer in Erscheinung, die mit ihrem Gott das Anrecht auf die absolute Wahrheit gepachtet zu haben glauben.
«Und wenn es Gott nicht gibt?» so lautet die Frage, mit der Ahmad Milad Karimi auf einen aussergewöhnlichen theologischen Roadtrip einlud. Uns begegnen Atheisten und Gottsuchende, Philosophen und Mafiosi, Islamisten und Flaschengeister, Dichter, Mystiker und Prediger, die alle mit der Frage nach und um Gott ringen. Milad Karimi zeigte, wie sich der Islam neu entdeckt und gerade dort zu Hause ist, wo man ihn nie
vermutet hätte. Ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Religion und mehr Mut, mit Gott zu hadern. Er liest populäre US-amerikanische Serien wie «Breaking Bad», «Game of Thrones» oder «Die Simpsons» neu und deutet sie theologisch. Daraus entsteht eine atemberaubende und von neuen Gedanken überquellende Suche nach einem Gott, den es nicht gibt. Oder vielleicht doch?
Moderation:
- Im Auftrag der Paulus Akademie: Hannan Salamat, Kultur- und Religionswissenschaftlerin; Fachleitung Islam am Zürcher Institut für interreligiösen Dialog ZIID
Gast:
- Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi, Zentrum für Islamische Theologie ZIT der Universität Münster; Gastmoderator SRF1 «Sternstunde Religion»
Flyer_Und wenn es Gott nicht gibt?
Impressionen:
SPRACHE GEGEN DAS VERGESSEN

Schreiben zu pflegen lohnt sich. Das gilt für Menschen jeden Alters und insbesondere bei einer dementiellen Erkrankung. Dieser Kurs gab Anreiz, das Schreiben möglichst lange zu bewahren und es für sich und Angehörige zu nutzen. Poetisches Schreiben vermittelt die Kunst, in wenigen Worten viel zu sagen. Damit nichts vergessen geht, was wichtig ist. Richtig oder falsch spielen dabei keine Rolle. Es darf entdeckt werden: Falsch kann ganz schön richtig sein.
Der Kurs konnte als Begleitangebot zum Poesie-Wettbewerb «Sprache gegen das Vergessen», der im Frühjahr 2022 stattfindet genutzt werden. Die Teilnehmer durften nach dem Kurs einen Ihrer Texte für den Wettbewerb einreichen. Der Schreibkurs konnte aber auch unabhängig vom Wettbewerb besucht werden.
Kurs und Wettbewerb haben dazu beigetragen, dass Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen wahrgenommen werden – das sowohl in Ihrer Ausdrucksfähigkeit als auch in Ihrem Erleben.
Kursleitung
Renate Rubin, Poesie- und Kunstpädagogin, Schreibgruppenleiterin Erwachsenenbildnerin, Gerontologin
Zielpublikum
Menschen mit Demenz, An- und Zugehörige im Kanton Zürich
Kursdaten
DO 7. und 21. Oktober sowie 4. und 18. November und 2. Dezember
Kursmethodik
Im Kurs
— lernten die Teilnehmer spielerische Methoden kennen, die sie zum Schreiben anregen
— erhielten die Teilnehmer Inspiration durch Bilder, Musik und Texte
— konnten sich die Teilnehmer untereinander austauschen
— durften Worte durcheinanderpurzeln und dennoch Freude machen
— hatten die Teilnehmer Begleitung und Unterstützung, falls das Schreiben schwerfiel oder nicht mehr möglich war
Ein Kurs in Kooperation mit Alzheimer Zürich und mit freundlicher Unterstützung der Zürcher Kantonalbank
JETZT WIRD´S BUNT!

Bild: iStock
Ein Leben ohne Farben ist schwer vorstellbar. Farben sind für unsere Orientierung unerlässlich, bestimmen Wohlbefinden und Verhalten im höchsten Masse und spielen nicht zuletzt in den bildenden Künsten eine
herausragende Rolle.
Aber was ist eigentlich Farbe, und warum ist Licht in diesem Zusammenhang so bedeutsam? Sind Farben objektiv in der Welt oder doch nur im Auge des Betrachters? Und wie beeinflusst unser kulturelles Umfeld
unsere Farbwahrnehmung?
Referent René Oetterli liess die Teilnehmenden die faszinierende Welt von Licht und Farbe mittels kreativer Experimente zum Mitmachen ebenso hautnah wie unterhaltsam erleben.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Science Lab der Universität Zürich.
Leitung:
- Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
- Dr. Reik Leiterer, Science Lab UZH
Gast:
- Dr. René Oetterli, Naturforschende Gesellschaft in Zürich
BISCHOF PETER HENRICI – RÜCKBLICK

Bild: zVg
Peter Henrici, 1928 geboren und aufgewachsen in seiner Heimatstadt Zürich, trat 1947 in den damals in der Schweiz noch verbotenen Jesuitenorden ein und absolvierte die übliche Ordensausbildung in Philosophie und Theologie. In Rom wirkte er als Philosophie-Repetitor am Päpstlichen Kolleg Germanicum et Hungaricum, doktorierte in Philosophie und wurde 1960 Professor für Philosophiegeschichte an der Päpstlichen Universität Gregoriana. 1993 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof und Generalvikar des Bistums Chur mit Sitz in Zürich. Nach seinem Rücktritt als Generalvikar stand er der Schweizer Bischofskonferenz noch bis 2009 zur Verfügung. Peter Henrici ist seit 2008 Honorarprofessor der Theologischen Hochschule Chur.
Im Interview mit Urban Fink gab er einen spannenden Rückblick auf sein Leben und seinen Glauben und reflektierte ein Stück Zeitgeschichte.
Das reich illustrierte Interviewbuch wurde vom Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain eingeleitet.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Theologischen Hochschule Chur und der IM – Inländische Mission.
Leitung:
- Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
- Prof. Dr. Christian Cebulj, Rektor Theologische Hochschule Chur
Gäste:
- Bischof Prof. Dr. Peter Henrici SJ
- DDr. Joseph Maria Bonnemain, Bischof von Chur
- Prof. Dr. Eva-Maria Faber, Prorektorin Theologische Hochschule Chur
- Dr. Urban Fink-Wagner, Inländische Mission
- Dr. Josef Annen, alt Generalvikar Zürich
- Br. Willi Anderau OFMCap, Luzern, früherer Radio- und Fernsehbeauftragter
Literaturhinweis:
- Peter Henrici: Rückblick. Ereignisse und Erlebnisse. Ein Interview mit Urban Fink; Erscheinung 30. November 2021 Bestellen können Sie das Buch hier.
FLUCHTWEGE – GLAUBENSWEGE
Migration und Flucht sind eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit. Die öffentliche Debatte dreht sich dabei um Themen wie Integration, Abschottung oder Rückkehr. Weniger Aufmerksamkeit finden hingegen das individuelle Schicksal der Geflüchteten und ihr Umgang mit der Fluchterfahrung.
Die Fachtagung «Fluchtwege – Glaubenswege» fragte nach der Rolle von Glaube und Religion für die Geflüchteten vor dem Hintergrund von Krieg, Gewalt und Verfolgung. Die Veranstaltung beleuchtete Narrative von Flucht und Glaube aus kulturwissenschaftlicher, religionsgeschichtlicher und biografischer Perspektive. Berichte von Geflüchteten ergänzen die wissenschaftlichen Analysen. Trifft es zu, dass der Glaube in lebensbedrohlichen Situationen und danach Halt und Zuversicht gibt? Oder birgt die Zugehörigkeit zu religiösen Gemeinschaften am neuen Lebensort auch Risiken?
Wissensvermittlung und praktischer Erfahrungsaustausch erlaubten dem Publikum, neue Erkenntnisse zum Thema mit eigenen Erfahrungen aus der beruflichen Praxis oder dem privaten Umfeld zu verknüpfen. Die Tagung richtete sich an Fachpersonen im beratenden, integrativen, schulischen und medizinisch-therapeutischen Umfeld; an Migrantinnen und Migranten und ihre Communities; an Mitarbeitende von kirchlichen Einrichtungen, öffentlichen Verwaltungen oder NGOs.
Dieser Event war eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung «Kein Kinderspiel. Geflüchtete Familien, junge Flüchtlinge und Jugendliche im Dialog», die vom 15. November 2021 bis 9. Februar 2022 in der Paulus Akademie zu sehen ist.
In Kooperation mit Face Migration
Leitung und Moderation:
- Martina Kamm, Leitung Face Migration
- Prof. Dr. Franziska Metzger, Pädagogische Hochschule Luzern, Chefredakteurin SZRKG
- PD Dr. David Neuhold, wissenschaftlicher Mitarbeiter SZRKG
- Hans-Peter von Däniken, früherer Direktor Paulus Akademie
Dokumentation:
PAPST CONTRA WOHLSTANDSGESELLSCHAFT?

Bild: pixabay
In seinem letzten Lehrschreiben träumt der Papst im Angesicht von Klima- und Coronakrise «von einer einzigen Menschheit», in der wir «alle Geschwister» sind. Derlei Visionen verbinden sich in Franziskus’
Enzykliken freilich mit handfesten Forderungen an uns Reiche im Westen: Die «ökologische Schuld» müsse abgetragen, das Recht auf Privatbesitz dem Prinzip der «universellen Bestimmung der geschaffenen Güter» nachgeordnet werden. Nicht zuletzt sind wir aufgerufen, «Bedürfnisse, die uns betäuben, einzuschränken».
Während die englische Zeitung «The Guardian» von den erstaunlichsten und ambitioniertesten Thesen eines Papstes in den letzten hundert Jahren spricht, brandmarken Kritiker wie das ifo-Institut in München
die Forderungen als «antimarktwirtschaftliche Ideologie». Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wollten wir ebenso konstruktiv wie kritisch über beide Enzykliken diskutieren.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit aki, Katholische Hochschulgemeinde.
Flyer_Papst contra Wohlstandsgesellschaft
Leitung:
- Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
- Christian Schenker, aki, Katholische Hochschulgemeinde
Gäste:
- Dr. Anna Maria Riedl, Lehr- und Forschungsbeauftragte, Universität Luzern
- Dr. Stefan Einsiedel, Geschäftsführer Umweltzentrum, Hochschule für Philosophie München
Literaturhinweis:
Zusammenfassungen der beiden Enzykliken:
- Laudato Si‘: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2018-03/laudato-si-zusammenfassung-pontifikat-franziskus-5-jahre.html
- Fratelli Tutti: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2020-10/fratelli-tutti-papst-franziskus-zusammenfassung-enzyklika-sozial.html
Impressionen:
ZWISCHEN KREUZFAHRT UND KLOSTERKÜCHE

Bild: Verein Sakrallandschaft Innerschweiz
Flyer_Zwischen Kreuzfahrt und Klosterküche
Kirche und Tourismus haben viele Schnittstellen: Das Pilgern boomt, Citykirchen und Bergkapellen laden zum Verweilen ein, Kathedralen und Klöster gehören zu den Hauptattraktionen des Kulturtourismus. In Ferien und Freizeit nehmen sich viele Menschen nicht nur Zeit für Bildung, sondern auch für Sinnfragen und Spiritualität – Bereiche, in denen sie den Kirchen eine hohe Kompetenz zuschreiben.
Die Beiträge brachten die zwei Perspektiven zusammen: Sie zeigten aktuelle Trends im Tourismus auf und fragten nach den Konsequenzen für Theologie und Kirchenentwicklung.
Leitung:
- Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Gäste:
- Prof. Dr. Christian Cebulj, Leiter des Pastoralinstituts der Theologischen Hochschule Chur
- Prof. Dr. Thomas Schlag, Leiter des Zentrums für Kirchenentwicklung (ZKE) an der Universität Zürich
- Dr. Norbert Bischofberger, Theologe und Journalist
- Barbara Haller Rupf, Touristikerin, Geschäftsführerin der Academia Raetica, Davos
Präsentation:
211124_zwischen Kreuzfahrt und Klosterküche_Input N.Bischofberger
Literaturhinweis:
- Zwischen Kreuzfahrt und Klosterküche, Formen kirchlicher Präsenz im Tourismus, Christian Cebulj, Thomas Schlag (Hg.), Edition NZN bei TVZ, ISBN 978-3-290-20207-1
Impressionen:
HEIM ADÉ!

Bild: iStock
Die Studienreise vom 16.-19. November führte ins Thüringische Erfurt und Neuhaus am Rennweg (Deutschland). Vor Ort erfuhren wir von Fachleuten, wie personenzentrierte und sozialraumorientierte Leistungsangebote für Menschen mit Behinderungen ohne institutionelle Strukturen neu aufgebaut oder bestehende Angebote ambulantisiert werden können. Das Seminar stellte theoretische Konzepte und praktische Beispiele zur Diskussion und thematisiert den Transfer in Schweizer Verhältnisse.
Die Studienreise richtete sich an Verantwortliche aus der Verwaltung, Behördenmitglieder, Leitende aus Institutionen des Behindertenwesens, sowie Projekt und Programmverantwortliche.
DAS TIER UND WIR

Bild: iStock
Der Mensch ist ein Tier unter Tieren. Und doch begegnen wir ihnen keinesfalls auf Augenhöhe: Unsere Bedürfnisse stehen obenan, und selbst unsere Haustiere finden sich im goldenen Käfig unserer Wünsche und Erwartungen gefangen.
Welche Rolle gebührt nicht-menschlichen Tieren? Dürfen wir sie nach Herzenslust verspeisen? Dürfen wir Tiere in der Forschung noch länger nutzen? Mit diesen und weiteren Fragen haben wir uns anhand klassischer Texte auseinandergesetzt, etwa von Tom Regan oder Evelyn Pluhar.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Zürich.
Kursdaten:
- DO 11.11./18.11./02.12./09.12. 2021, 19.30-21.00 Uhr
Austragungsort:
- Volkshochschule Zürich, Haus Bärengasse, Bärengasse 20/22, 8001 Zürich