Migration und Flucht sind eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit. Die öffentliche Debatte dreht sich dabei um Themen wie Integration, Abschottung oder Rückkehr. Weniger Aufmerksamkeit finden hingegen das individuelle Schicksal der Geflüchteten und ihr Umgang mit der Fluchterfahrung.

Die Fachtagung «Fluchtwege – Glaubenswege» fragte nach der Rolle von Glaube und Religion für die Geflüchteten vor dem Hintergrund von Krieg, Gewalt und Verfolgung. Die Veranstaltung beleuchtete Narrative von Flucht und Glaube aus kulturwissenschaftlicher, religionsgeschichtlicher und biografischer Perspektive. Berichte von Geflüchteten ergänzen die wissenschaftlichen Analysen. Trifft es zu, dass der Glaube in lebensbedrohlichen Situationen und danach Halt und Zuversicht gibt? Oder birgt die Zugehörigkeit zu religiösen Gemeinschaften am neuen Lebensort auch Risiken?

Wissensvermittlung und praktischer Erfahrungsaustausch erlaubten dem Publikum, neue Erkenntnisse zum Thema mit eigenen Erfahrungen aus der beruflichen Praxis oder dem privaten Umfeld zu verknüpfen. Die Tagung richtete sich an Fachpersonen im beratenden, integrativen, schulischen und medizinisch-therapeutischen Umfeld; an Migrantinnen und Migranten und ihre Communities; an Mitarbeitende von kirchlichen Einrichtungen, öffentlichen Verwaltungen oder NGOs.

Dieser Event war eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung «Kein Kinderspiel. Geflüchtete Familien, junge Flüchtlinge und Jugendliche im Dialog», die vom 15. November 2021 bis 9. Februar 2022 in der Paulus Akademie zu sehen ist. 

In Kooperation mit Face Migration

Leitung und Moderation:

  • Martina Kamm, Leitung Face Migration
  • Prof. Dr. Franziska Metzger, Pädagogische Hochschule Luzern, Chefredakteurin SZRKG
  • PD Dr. David Neuhold, wissenschaftlicher Mitarbeiter SZRKG
  • Hans-Peter von Däniken, früherer Direktor Paulus Akademie

Dokumentation:

Flyer_Fluchtwege-Glaubenswege

 

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