Was Bilder mit uns machen
Filme bringen uns Menschen und Dinge nahe, die räumlich und zeitlich weit entfernt sind. Filme tragen optisch und akustisch tatsächliche und scheinbare Realitäten in unser Leben hinein, denen wir normalerweise gar nicht oder nicht in dieser Art und Weise begegnen würden. Filme prägen unser Bild und unsere Haltung gegenüber Themen, Menschen und der Gesellschaft.
Wie werden Menschen mit Behinderung im Film dargestellt? Welche Gedanken und Emotionen werden dadurch vermittelt? Welche Einstellungen und Appelle sind damit verbunden? Dem wollen wir mit Hilfe von Filmausschnitten, einem Vortrag des Zürcher Filmkritikers Alex Oberholzer und einem anschliessenden Gespräch mit der Disability-Forscherin und Künstlerin Nina Mühlemann sowie dem Schauspieler Joel Basman nachgehen.

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KLIMA RETTEN, TOFU ESSEN?
Die Sache scheint klar: Wer sich vegetarisch ernährt, lebt nicht nur gesund und vermeidet Tierleid, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Doch auch hier lauern Fallstricke: Schlägt «lokal» «bio»? Ist Milch mies? Und jedes Steak eine Sauerei?
Im Gespräch mit dem Gastronomen und «Vegi-Papst» Rolf Hiltl gingen wir diesen und weiteren Fragen nach. Vorab bietet Dr. Adrian Müller vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick eine übersichtliche Einführung zu Fragen des Ressourcenverbrauchs für die menschliche Ernährung.
Können dürfen sollen müssen
Die Pandemie wirft die Frage nach individueller und gesellschaftlicher Freiheit auf. Wer nach Sicherheit verlangt, stösst schnell an die Grenzen der Freiheit. Aber welcher Form von Freiheit? Führen die zahlreichen Regeln und Massnahmen tatsächlich zu einer Einschränkung vermeintlicher individueller Freiheit?
Der Verzicht auf den Besuch von Bars, auf Reisen oder Konzertbesuche fördert zwar die Sehnsucht nach sozialen Kontakten und Mobilität. Er schafft aber auch Räume für neue Formen persönlicher Freiheit. Hat Corona unsere Augen für die Möglichkeiten und Grenzen der Freiheit geöffnet?
Die Philosophin Prof. em. Dr. Annemarie Pieper reflektiert unser Verständnis von Freiheit und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung. Beim anschliessenden Apéro besteht die Gelegenheit, eigene Erfahrungen zu diskutieren.

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NICHTS ÜBER UNS OHNE UNS!
Die Schweiz verpflichtet sich, Menschen mit Behinderung ein diskriminierungsfreies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Umsetzung dieser Forderung muss in Zukunft vermehrt mit Einbezug von Menschen mit Behinderung geschehen. Denn Menschen mit Behinderung haben das Recht an öffentlichen Entscheidungsprozessen mitzuwirken, die sie betreffen oder ihr Leben beeinflussen. So steht es in der UNO-Behindertenrechtskonvention. Damit Menschen mit Behinderung in Zukunft vermehrt als Beratende für die Verwaltung oder Organisationen oder im Einsatz für Behindertenrechte kompetent und selbstbewusst tätig sein können, braucht es Grundlagenwissen.
Im Fachkurs werden mit Fokus auf den Kanton Zürich Grundkenntnisse über politische Strukturen, Behindertenrechte und Behindertenpolitik vermittelt und die Auftrittskompetenz gestärkt.

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MIT ODER OHNE OPFER?
Der Europarat motiviert seine Mitgliedsstaaten, die restaurative Justiz breit zu fördern. Sie umfasst laut Europarat «alle Verfahren, die es den Personen, die durch eine Straftat geschädigt worden sind, und den Verantwortlichen dieses Schadens ermöglichen, sich in freier Zustimmung mit Hilfe einer fachkundigen und unparteiischen Drittperson (Vermittler) aktiv an der Beilegung der durch die Straftat entstandenen Schwierigkeiten zu beteiligen».
Läutet die restaurative Justiz einen Paradigmenwechsel in der Schweizer Strafjustiz ein? Im Untersuchungsverfahren gegen Jugendliche kennt man bereits die Mediation als aussergerichtliche Konfliktschlichtung. Verschiedene Bestimmungen von Strafprozessordnung und Strafgesetzbuch lassen ein restauratives Vorgehen auch bei Erwachsenen zu.
Die diesjährige Tagung der Fachgruppe «Reform im Strafwesen» zeigte die Anwendungsbereiche der restaurativen Justiz auf und beleuchtete ihr Potenzial, aber auch ihre problematischen Seiten. Eine Kooperation der Fachgruppe «Reform im Strafwesen» mit dem Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, der Universität Bern, der ZHAW Departement Soziale Arbeit und der Paulus Akademie.
Konferenzsprache: Deutsch. Die Referate werden simultan auf Französisch übersetzt.
Im Anschluss an die Tagung wird der Film «Je ne te voyais pas» des Drehbuchautors und Dokumentarfilmers François Kohler gezeigt.
Das Detailprogramm entnehmend Sie bitte dem Flyer der Veranstaltung (PDF).
CHARTA PRÄVENTION
Einrichten einer Meldestelle
Prävention vor sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzüberschreitungen ist eine permanente Aufgabe und muss strukturell verankert sein. Die Organisationen und Institutionen, die sich zur «’Wir schauen hin!‘ Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen» bekennen, verpflichten sich unter anderem zum Einrichten einer internen, niederschwelligen Meldestelle.

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WEGE AUS DER MOBBINGFALLE
Konflikte am Arbeitsplatz konstruktiv lösen
Seelische Gewalt gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen seit jeher in allen Gesellschaften. Einzelne oder Gruppen werden – warum auch immer – isoliert und schikaniert. Nur: Forschungen zeigen, dass dieses Phänomen in unserer Arbeitswelt in den letzten Jahren zugenommen hat.
Aber: Ist jetzt jeglicher Druck oder Kritik, denen Arbeitnehmende ausgesetzt werden, Mobbing? Wie unterscheidet sich Mobbing von anderen Konflikten? Welche Wege gibt es aus der Mobbingfalle? Gilt es arbeitsrechtliche Aspekte zu beachten?
Auf diese und damit zusammenhängende Fragen gehen wir in unserer Veranstaltung ein. Die Auseinandersetzung mit dem Thema hilft Vorgesetzten Situationen richtig einzuschätzen, gibt Anleitung, wie und wann Beobachtende sich wirkungsvoll einmischen können, und gibt Betroffenen Werkzeuge an die Hand, sich rechtzeitig und erfolgversprechend zur Wehr zu setzen.
DIE ZUKUNFT VON CORONA
Rückblick und Ausblick
Auch nach der ersten Welle bleibt Covid-19 und das die Krankheit verursachende Virus fest in unserem Alltag verankert, prägt unser Sozialverhalten in Beruf und Freizeit. Dazu kommen Ungewissheiten und Fragen: Wie wird sich die Epidemie bei uns weiter entwickeln? Welche wirtschaftlichen Folgen hat eine weltweite Pandemie für eine Exportnation wie die Schweiz? Wie verändert Corona unseren sozialen Umgang miteinander, beim Einkauf, in Bus und Bahn, bei Festen? Und welche (Ab-)Hilfe ist von Medizin und Digitalisierung zu erwarten?
Im Gespräch mit der Zukunfts- und Trendforscherin Karin Frick von Gottlieb Duttweiler Institut soll ein erstes Resümee der Krise gezogen und ein Ausblick auf das Kommende gewagt werden. Im Anschluss an das Gespräch laden wir Sie dazu ein, gemeinsam mit uns den Abend bei einem Apéro auf der Dachterrasse ausklingen zu lassen.

AUF LEBEN UND TOD
Philosophische und ethische Zugänge
Was ist das, tot zu sein? Und was heisst es, zu leben? Sollen wir uns wünschen, ewig zu leben, oder hat der Tod auch sein Gutes; gibt er unserem Leben am Ende vielleicht sogar allererst seinen Sinn? Und ist
es vernünftig, an ein Weiterleben nach dem Tod zu glauben?
In dieser Veranstaltung werden wir anhand klassischer und zeitgenössischer Positionen der Frage nach Wesen und (Un-)Wert von Leben und Tod sowie damit verbundener Fragen nachgehen. Die vorangehende
Lektüre der jeweils eine Woche im Voraus versandten Texte ist hilfreich, wird aber für den Besuch der Veranstaltung nicht vorausgesetzt. Weiterführende Literaturhinweise und wöchentliche Zusammenfassungen
der Diskussionen runden den Kurs ab.

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RESILIENT DURCH DIE KRISE
Ein Gespräch mit der Bloggerin und Buchautorin Noémie Walser
Wer eine Krise als Trainingscamp für die psychische Widerstandskraft nutzen kann, wird gestärkt und selbstsicherer mit zukünftigen Belastungssituationen umgehen können. Denn, so lassen Psychologen und
Coaches verlauten: Resilienz ist trainierbar. Krisenerprobte und psychiatrieerfahrene Menschen können gerade in krisengebeutelten Zeiten zunehmend eine Vorbildfunktion einnehmen. Wissen sie doch, was es heisst, einen Weg vom hilflosen und schicksalshaften Ausgeliefertsein zum selbstwirksamen Bewältigungshandeln zu finden.
Im Gespräch mit Noémie Walser erfahren wir, welches Genesungstraining sie durchlaufen hat und wie sie mit krisengeschüttelten Zeiten umgeht.
Im Anschluss an das Gespräch laden wir zu einem sommerlichen Apéro mit musikalischer Rahmung durch die Cellistin Zin Young Yi ein.

Bild: Noémie Walser, zVg