GLAUBE UND RITUALE IM MEDIZINISCHEN KONTEXT

Buchvernissage 

Medizin und Religion ist gemeinsam, dass sie dann ins Spiel kommen, wenn Menschen an existenzielle Grenzen stossen. Glaube und Rituale können in Krankheit, Leid und Sterben für Betroffene und Angehörige wichtige Brückenfunktionen übernehmen. Dies kann den Spitalbetrieb, aber auch Seelsorge- und Gesundheitsfachpersonen situativ oder strukturell herausfordern.

Der neue Band in den Schriften der Paulus Akademie von Susanne Brauer ist ein vielfältiges Lesebuch mit Bildportraits, das in Zusammenarbeit mit der Texterin Anouk Holthuizen und dem Fotografen Niklaus Spoerri entstand. Der Band versammelt Interviews mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Gesundheitsfachpersonen, was diese unter Krankheit und Heilwerden, unter Mitteln und Methoden verstehen. Die persönlichen Gespräche zeigen beispielhaft für unterschiedliche Religionen und Kulturkreise, wie Kommunikation gelingen und ein kreativer Umgang mit schwierigen Situationen gefunden werden kann.

Bild: zVg

Flyer Glaube und Rituale

Corona und die Frauen

Elisabeth Joris forscht seit 40 Jahren zum Thema Frauenarbeit und die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Dafür erhielt die Historikerin und Geschlechterforscherin in diesem Jahr die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich. Vieles ist in diesen 40 Jahren passiert. An historischen Wendepunkten wurden der Gleichstellungsdebatte entscheidende Impulse gegeben. Welche Auswirkungen hatte nun die Corona-Krise? Geht von ihr auch ein positiver Impuls aus?

Zum Auftakt des Herbstprogramms laden wir Sie dazu ein, gemeinsam mit uns den Abend bei einem Apéro auf der Dachterrasse ausklingen zu lassen.

Update!

Machen Sie sich in der Mittagspause fit für digitale Herausforderungen: Jeden letzten Donnerstag im Monat laden wir Sie zu einem Wissensinput über digitale Ethik ein. Fachleute regen zum Nachdenken
über unseren digitalisierten Lebensalltag nach. Eine Mittagspause mit Brain-Food: Diskutieren Sie mit – der Lunch und Getränke vom «Lilly Jo» sorgen fürs kulinarische Wohl.

DO 25.6.2020, 12.15-13.00 UHR
Udate! Mit Alexandra Hool
Metalle – Voraussetzung der digitalen Transformation
Digitalisierung fühlt sich materiallos an, aber Smartphones, Tablets, Elektroautos oder Internet der Dinge gibt es ohne Metalle nicht. Die Wichtigkeit seltener und kritischer Elemente nimmt permanent zu. Sie tragen wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Wie werden diese Metalle gewonnen? Erfolgt ihr Abbau sozial und ökologisch nachhaltig? Alessandra Hool ist Geschäftsführerin von ESM, dem Entwicklungsfonds seltene Metalle, und berichtete über deren Abbau und Verfügbarkeit.

DO 3. September.2020, 12.15-13.00 UHR
Udate! Mit Jean-Daniel Strub
Ethische Herausforderungen der Digitalisierung
Innovation ist nicht neutral. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich ihre Ambivalenz: Gewinnen wir neue Freiheiten? Oder riskieren wir sie, wenn die Technologie die Oberhand gewinnt? Ambivalenz verlangt nach Orientierung. Um nachhaltige Werte zu schaffen (ökonomisch, sozial und ökologisch) erfordert Innovation ethische Reflexion.
Jean-Daniel Strub, Ethiker und Politiker, stellte Chancen und Risiken dar, welche die Digitalisierung für unsere Gesellschaft mit sich bringt.

Flyer
Lunch and Lecture

Der Maghreb als Schutzwall?

 

Die Maghrebstaaten Algerien, Marokko, Tunesien, Libyen und Mauretanien bilden für Europa einen doppelten Schutzwall. Ihre Küstenwachen verhindern die massenhafte Auswanderung ihrer eigenen jungen Bürgerinnen und Bürger übers Mittelmeer. Gleichzeitig blockieren sie die Migration auswanderungswilliger Menschen aus Westafrika, den Sahelstaaten, Nigeria, Somalia und Eritrea. Europa ist daher auf gute Beziehungen zu den Maghreb- und Sahelstaaten angewiesen, um die irreguläre Migration aus Nordafrika und den Ländern südlich der Sahara steuern zu können und die gefährliche Fluchtroute übers Mittelmeer zu unterbinden. Der Maghreb-Kenner Beat Stauffer skizzierte Lösungsansätze und diskutierte mit Geert van Dok von Helvetas, welche Lösungen politisch realistisch, nachhaltig und ethisch verantwortbar wären.

 

Sexualität und Behinderung

Alle Menschen, auch Menschen mit einer geistigen Behinderung, haben ein Recht auf eine selbstbestimmte, lebendige und gelebte Sexualität. In diesem Kurs hatte eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema «Sexualität und Behinderung» stattgefunden. Folgende Fragen standen im Zentrum: Wie können Angehörige, Begleitpersonen und Institutionen Voraussetzungen schaffen, in denen Menschen mit einer geistigen Behinderung möglichst selbstbestimmt und doch «geschützt» ihre Sexualität leben können? Wo sind die Grenzen? Wie kann über die Themen Liebe und Sexualität angemessen gesprochen werden, im Besonderen auch mit Menschen mit reduzierten Kommunikationsmöglichkeiten? Und schliesslich: Wie kann eine sinnvolle Prävention vor sexualisierter Gewalt aussehen?

Die Veranstaltung richtete sich an Angehörige und Fachleute, die Menschen mit Behinderung begleiten oder betreuen.

Ein Veranstaltung in Kooperation mit INSOS Schweiz

Spezies und Veränderung

Arten entstehen und vergehen: Auch die Evolution wirft immer wieder alles über den Haufen, und über die Erdgeschichte verteilt lassen sich mehrere Perioden von Massenaussterben nachweisen. Dessen ungeachtet hat sich das menschenverursachte Artensterben im 20. Jahrhundert etwa durch intensive Landnutzung, Überfischung, Vermüllung der Weltmeere und nicht zuletzt die anthropogene Klimaerwärmung enorm beschleunigt. Der Kurs bietet Einblicke in die menschengemachte wie natürliche Artenfluktuation.

Programm

9.15 – 9.30 Uhr Begrüssung, Vorstellung der Referentin
Dr. Sebastian Muders

9.30 – 10.30 Uhr Evolution: Chancen und Risiko
Prof. Dr. Barbara König, Universität Zürich

10.30 – 10.50 Uhr Kaffeepause

10.50 – 12.15 Uhr Übung/Diskussion
Prof. Dr. Barbara König und Dr. Sebastian Muders

12.15 – 13.45 Uhr Mittagspause

13.45 – 14.00 Uhr Zwischenfazit, Vorstellung des Referenten
Dr. Sebastian Muders

14.00 – 15.00 Uhr Mensch und Artensterben 
Prof. Dr. Wolf Blanckenhorn, Universität Zürich

15.00 – 15.20 Uhr Kaffeepause

15.20 – 16.30 Uhr Übung/Diskussion
Prof. Dr. Wolf Blanckenhorn und Dr. Sebastian Muders

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Universität Zürich

Flyer
Flyer Spezies und Veränderung

HABEN PFLANZEN SCHMERZEN?

Planzen als moralische Mitgeschöpfe

Tiere als wahrnehmende, empfindende und intelligente Wesen verdienen unsere Rücksichtnahme. Aber was ist mit ihren grünen Verwandten, den Pflanzen? Der Biologin Florianne Koechlin zufolge können auch ihnen Wahrnehmungen und Empfindungen zugesprochen werden, es seien sogar Ansätze intelligenten Verhaltens erkennbar. Daher sollten wir auch ungeachtet ihres Nutzens für uns unser Verhalten ihnen gegenüber grundlegend überdenken.

Bild: Erol Ahmed

Flyer Haben Pflanzen schmerzen?

CHARTA PRÄVENTION

Einrichten einer Meldestelle 

Prävention vor sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzüberschreitungen ist eine permanente Aufgabe und muss strukturell verankert sein. Die Organisationen und Institutionen, die sich zur «’Wir schauen hin!‘ Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen» bekennen, verpflichten sich unter anderem zum Einrichten einer internen, niederschwelligen Meldestelle.

Bild: zVg

Flyer Charta Prävention (online)

Konfliktklärung

Schwierige Situationen sicher und kompetent ansprechen

Konflikte sind normal und menschlich. In jeder Beziehung gibt es Konflikte und in der Auseinandersetzung entstehen oft kreative Ideen und Potential für neue Lösungen. Zu einem Problem werden Konflikte, wenn jemand darunter leidet und das Zusammensein und der Alltag belastet werden. Menschen, die zusammen arbeiten, können durch ungelöste Konflikte massiv beeinträchtigt werden. Betroffene fühlen sich überfordert und sehen sich oft nicht in der Lage, die verworrene Situation zu klären.

Der Kurs bietet Ihnen eine Einführung in die Kommunikations- und Konfliktpsychologie. Geübt wird vorwiegend anhand eigener Fallbeispiele.

Bild: Christoph Wider

Flyer Konfliktklärung

Gibt es Wunder?

Eine Veranstaltung im Rahmen der Themenreihe  «Fragwürdig»

In der Bibel wird viel von Wundern erzählt.
Gelähmte können wieder gehen. Blinde werden sehend. Und Tote werden zum Leben erweckt.
Man wundert sich über solche Geschichten und fragt sich: Geht hier alles mit rechten Dingen zu? Gibt es tatsächlich Wunder? Was ist eigentlich ein Wunder? Und: Können Wunder auch heute noch passieren?

Bild: pixabay

Flyer Gibt es Wunder?