EXODUS BEI SRF?

Live-Streaming
Wir übertragen diese Veranstaltung auch live über youtube.
https://youtu.be/KjqqTN3L6NE

 

Paukenschlag beim SRF: Das «Transformationsprojekt SRF 2024» betrifft auch Religions- und Literatursendungen. Beliebte Formate wie «52 beste Bücher», «Blickpunkt Religion» oder «Zwischenhalt» werden gestrichen. Entspricht das dem klaren Kulturauftrag laut SRG-Konzession?

Über 8000 Menschen haben die Unterschriftensammlung gegen die Einstellung von «52 Beste Bücher» unterschrieben. Über 2800 Menschen protestieren gegen die Streichung der SRF-Religionssendungen. «Wir machen uns grosse Sorgen um den Service public. Wir leben in Zeiten, in denen Extremisten, Verschwörungstheorien und religiöse Scharlatane Konjunktur haben. SRF steht für Qualitätsjournalismus mit Fachkompetenz, auch in religiösen Fragen», steht in der Petition, die der Trägerverein des Katholischen Medienzentrums lanciert hat.

Gleichzeitig ist auch klar: SRF hat ein ähnliches Problem wie die Kirchen. Die Jungen bleiben fern. Gefragt ist mehr Instagram, weniger Kanzel. Wie könnte eine Lösung aussehen, die den Kulturauftrag hochhält, aber den digitalen Wandel nicht vernachlässigt? Seit Bekanntwerden der Sparmassnahmen und dem öffentlichen Protest haben viele Gespräche stattgefunden – auch mit den Kirchen. Wie sehen die Ergebnisse aus? Darum geht es in einer Podiumsdiskussion. Erstmals wird SRF-Kulturchefin Susanne Wille an einer öffentlichen Veranstaltung Stellung nehmen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit kath.ch

IDENTITÄTSENTWICKLUNG

Agilität, Digitalisierung, Selbstorganisation – diese Begriffe werden in der heutigen Arbeitswelt häufig verwendet. Vielleicht ist es auch ein Versuch, den stetigen Wandel der Arbeitswelt in Worte zu fassen und sich Sicherheit und Orientierung zu schaffen. Ob in Unsicherheit oder mit einem gewissen Mass an Kontrolle, die heutige Arbeitswelt bietet neben vielen Chancen auch viele Herausforderungen.

Die diesjährige Fachtagung «Jugend und Arbeit» stellt folgende Fragen: Wie wirkt sich eine wandelnde Arbeitswelt auf die Identitätsentwicklung und die Entwicklung einer Berufsidentität von jungen Menschen aus? Welchen Einfluss haben die Entwicklungen im Berufsleben auf zukünftige Lebensentwürfe? Welche Kompetenzen benötigen Lernende und ihre Bezugspersonen dabei? Zur Beantwortung dieser Fragen helfen zwei Blickwinkel: der gesellschaftliche und der individuelle.

Die Referate von Kristina Hermann und Dr. med. Toni Berthel nähern sich dem Thema aus gesellschaftlicher bzw. organisationaler Sicht und aus jener des Individuums. Perspektiven der Gruppen- und Organisationsdynamik sowie der Psychologie bieteT die Grundlage, um auf die eigene Praxis zu schauen. Wie Übergänge am ehesten gelingen können, wird an der Podiumsdiskussion mit verschiedenen Fachpersonen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Politik diskutiert.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit kabel –Beratungsstelle rund um die Berufslehre, Reformierte Kirchgemeinde Wallisellen, Paulus Akademie Zürich, ethik22 – Institut für Sozialethik, Reformierte Kirche Kanton Zürich, okaj zürich – Kantonale Kinder- und Jugendförderung, Jugendseelsorge Zürich

Referierende
Kristina Hermann, Psychologin, Gruppendynamische Organisationsberaterin und Trainerin für Gruppendynamik (DGGO)
Dr. med. Toni Berthel, Psychiater und Psychotherapeut

Podiumsgäste
Markus Vogel, ehem. Weltcup Skifahrer
Dr. phil. Claudia Schellenberg, Interkant. Hochschule für Heilpädagogik
Michael Weiss, angehender Berufsschullehrer
Caroline Zika, Leiterin Berufsbildung, Flughafen Zürich
Ivica Petrušić, Geschäftsführer okaj zürich, kant. Jugendbeauftragter

Organisation
Jacqueline Käs, Reformierte Kirchgemeinde Wallisellen
Frank Ortolf, Jugendseelsorge Zürich
Jens van Harten, Reformierte Kirche Kanton Zürich
Christoph Vecko, okaj zürich – Kantonale Kinder- und Jugendförderung
Hans-Peter von Däniken Paulus Akademie Zürich
Thomas Wallimann-Sasaki, ethik22 – Institut für Sozialethik
Petra Züsli, kabel – Beratungsstelle rund um die Berufslehre

HEIM ADE !

Die Studienreise führte ins Thüringische Erfurt und Neuhaus am Rennweg (Deutschland). Vor Ort erfahrten wir von Fachleuten, wie personenzentrierte und sozialraumorientierte Leistungsangebote für Menschen mit Behinderungen ohne institutionelle Strukturen neu aufgebaut oder bestehende Angebote ambulantisiert werden können. Das Seminar stellt theoretische Konzepte und praktische Beispiele zur Diskussion und thematisiert den Transfer in Schweizer Verhältnisse.
Die Studienreise richtete sich an Verantwortliche aus der Verwaltung, Behördenmitglieder, Leitende aus Institutionen des Behindertenwesens, sowie Projekt und Programmverantwortliche.

Präsentation:
Heim Ade! Präsentation

Flyer:
Heim Ade

DIE BEWAHRUNG DER SCHÖPFUNG

Was schulden wir der Natur?

Dass wir unsere Erde und ihre Lebewesen erhalten und schützen müssen ist eine Einsicht, die keine Weltanschauung oder Moraltheorie exklusiv für sich gepachtet hat. Aber was genau sagt die christliche Theologie dazu: Welche Gründe haben wir, andere Lebewesen oder Ökosysteme zu achten? Und wie weit reichen unsere Pflichten hierfür?
Diese und ähnliche Fragen diskutieren wir mit einem reformierten Pfarrer und Ethiker und einer katholischen Theologin. Dabei sollen Fragen des Klimaschutzes ebenso zur Sprache kommen wie olche nach Tierrechten und der gentechnischen Veränderung von Pflanzen.

Flyer Die Bewahrung der Schöpfung

MULTIS ALS UNHEILSBRINGER

Die Konzernverantwortungsinitiative fordert, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und Umweltstandards auch ausserhalb der Schweiz zu respektieren haben und dafür allenfalls haftbar gemacht werden können. Ziel ist es, Schweizer Firmen auch fernab der Heimat nach Schweizer Gesetzen zu beurteilen und dem Verdikt von Schweizer Richtern unterstellen zu können.

Welche ethisch-moralischen Argumente sprechen für die Initiative, welche dagegen? Was für Schwierigkeiten könnten sich bei der Umsetzung für Schweizer Unternehmen ergeben? Wie regulieren andere Staaten ihre Unternehmen? Braucht es die Initiative oder genügt der direkte Gegenvorschlag? Sind multinationale Unternehmen in den armen Ländern ein Segen oder ein Fluch?

Flyer:

Flyer-Konzernverantwortungsinitiative

Unser Mann in Rom

Roland Juchem über seine Arbeit als Vaticanista 

Die neue Papst-Enzyklika «Fratelli tutti», die Vatikan-Finanzen, die Schweizergarde: Als Vatikan-Journalist wird einem nie langweilig. Kardinäle tragen Machtkämpfe hinter den Kulissen aus. Papst Franziskus sorgt mit seiner unkonventionellen Art für gute Geschichten, aber auch für Widersprüche. Immer wieder trifft der Reform-Papst auf Widersacher und wird ausgebremst.
Roland Juchem beobachtet den Vatikan aus nächster Nähe. Als Rom-Korrespondent des Katholischen Medienzentrums ist er ein Vaticanista, der den Papst auf Auslandsreisen begleitet, seine Politik einordnet und erklärt.

Im Gespräch mit kath.ch-Redaktionsleiter Raphael Rauch spricht er in der Paulus Akademie über seine Arbeit als Vaticanista, über die Widersprüche in Franziskus‘ Pontifikat und warum manche Kardinäle die Frauenfrage anders sehen als viele in der Schweiz. Eine Veranstaltung in Kooperation mit kath.ch.

Bild: Roland Juchem (rechts) mit Papst Franziskus, zVg

Flyer Unser Mann in Rom

NIETZSCHES REGENSCHIRM

Sils Maria 1881: Friedrich Nietzsche bricht zu einer folgenschweren Wanderung auf. Wie immer mit dabei: sein roter Regenschirm. Mal als Spazierstock, mal als schützendes Dach wird er zur Projektionsfläche philosophischer Denkräume. Siebeneinhalb Jahre später: Der Philosoph bricht zusammen, mit seinem Schirm auf einer Piazza im winterlichen Turin. Hat er ihn fallen lassen? Ein wahres Feuerwerk an Fragen, Ideen und Geschichten entzündet sich. Das Stück beruht auf Thomas Hürlimanns gleichnamiger Erzählung. Darin eröffnet der Autor dem Publikum die Möglichkeit, in die philosophische Welt des Nihilisten einzutauchen. Schon als Jugendlicher hatte sich Hürlimann mit Nietzsches Atheismus beschäftigt. Aufgelockert werden dessen Gedankengänge durch eigene Reflexionen und Erfahrungen Hürlimanns. Eindrücklich verbindet der Schauspieler Bodo Krumwiede die verschiedenen Ebenen als Ich-Erzähler.

Quelle: iStock

Flyer Nietzsches Regenschirm

INFORMATION, (VER-)FÄLSCHUNG, LÜGE

Bilddokumente zählen zu den wichtigsten Informationsquellen, sie lassen sich aber relativ leicht manipulieren. Entsprechend hoch ist die Zahl der Regimes, die das Medium Film in propagandistischer Absicht einsetzen. Hitler und Stalin waren dabei Wegbereiter, aber auch die Einführung der Schweizer Filmwochenschau war 1940 mit einem Propagandaauftrag gekoppelt. Wegen seiner höheren Glaubwürdigkeit ist paradoxerweise der Dokumentarfilm besonders geeignet, für Propagandazwecke missbraucht zu werden.
Und gerade in jüngster Zeit erleben filmische Fake News in den Social Media eine neue Blüte. Der Vortrag von Felix Aeppli stützt sich auf repräsentative Filmausschnitte auf Video und bietet die Möglichkeit für Diskussionen.

Flyer Information, (Ver-)Fälschung,, Lüge

POLITIK UND KULTUR IN RUMÄNIEN

Rumänien kommt in der Schweizer Öffentlichkeit kaum vor, und wenn doch, dominieren zumeist negative Schlagzeilen das Bild des Landes. Dabei ist die rumänische Zivilgesellschaft, mit Unterstützung der rumänischen Diaspora, in den letzten Jahren zu einem wichtigen Korrektiv korrupter Praktiken geworden. Die jüngsten Protestbewegungen verweisen auf den rasanten Wandel, den Rumänien seit 1989 durchlebt hat. Wie hat sich das südosteuropäische Land seit dem Tod des Diktators Nicolae Ceauşescu entwickelt? Geht die rumänische Gesellschaft in eine andere Richtung als jene in Ungarn oder Polen, wo autoritäre Tendenzen immer offensichtlicher werden? Die schweizerisch-rumänische Autorin und Philologin Dana Gricorcea und der Historiker Daniel Ursprung geben einen Einblick in die jüngere Entwicklung des Landes. Die Paulus Akademie und G2W planen 2021 eine Studienreise nach Rumänien.

Bild: iStock

Flyer Politik und Kultur Rumänien

OPEN HOUSE

Die neue Paulus Akademie war Teil des Zürcher Open House-Wochenendes. Architekt Fredi Doetsch und die Leiterin des Veranstaltungszentrums, Mari Serrano, bieteten Führungen durch das Haus an. Eine einmalige Gelegenheit, um das neue, urbane Zentrum der Begegnung und Reflexion über unsere Gesellschaft, ihre Werte und Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen und sich über die mietbaren Räume zu informieren.