Pilgern – Zwischen Trend und Tradition

Menschen verschiedene Pilger-Gangarten aus, stolpern über Unerwartetes, tauschen Erfahrungen aus. Hauptfigur ist
Ambros, Rorschacher Lokaljournalist, der Hashtags hasst. Dass er aufs Pilgern kommt, geschieht nicht ganz aus freien Stücken.
2021 hat der Verein Pilgerherberge Sankt Gallen bei der Theaterschaffenden und Theologin Beatrice Mock ein Pilgertheater in Auftrag gegeben. In Zusammenarbeit mit Pilgernden und Nicht-Pilgernden ist ein zugängliches, kluges Stück entstanden. Aufgeführt wird es von einem Laienensemble.
Ensemble
Stephan Bitsch, Csilla Valentyik, Kathrin Wiener,
Donnée Op Heij, Urs Hasenfratz, Lisa Untersee, Trudi Reitz
Regie, Texte
Beatrice Mock, schlofftheater.ch
Regieassistenz
Alina Schoch
Musik
Thomas Kuster, audiowerkstatt.ch
Szenografische Beratung
Helen Prates de Matos, Markus Schelling
Flyer
230225_Pilgertheater (1)
Kirche und Kolonialismus

Seit der frühen Neuzeit schwirrten katholische Missionare in Länder Afrikas, Lateinamerikas, Asiens und Ozeaniens aus, um die Botschaft der Freiheit und die Kraft der Befreiung zu verbreiten. Ihre segensvollen Absichten waren allerdings mit schweren Fehlern im Umgang mit Menschen anderer Religionen und Kulturen verbunden.
Wie sehen die kolonialen Verstrickungen der katholischen Kirche Schweiz aus? Wie hat sie von Kolonialismus profitiert, auch und gerade durch Missionstätigkeiten? Wie geht sie heute mit dieser Geschichte um? Und welcher Umgang, welche Aufarbeitungen, wären begrüssenswert?
Referat
Prof. Dr. Mariano Delgado, Theologe und Kirchenhistoriker, Universität Fribourg
Kommentar
Claudia Buess, Leiterin Bildungsveranstaltungen, Mission 21
Leitung und Moderation
Dr. Dana Sindermann, Leitung Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik, Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Stadt Zürich Kultur
Flyer
Kirche und Kolonialismus
Lunch & LECTURE – Innovation

Innovation Made in Switzerland
Warum ist die Schweiz das innovativste Land der Welt?
Wie schafft es die Schweiz, die Rangliste des Global Innovation Index seit Jahren anzuführen? Eine entscheidende Rolle spielen auf jeden Fall staatliche und kantonale Förderagenturen sowie regionale Denkfabriken. Aber was ist überhaupt eine Innovation und wie wird der Innovationsgrad gemessen? Was ist der Unterschied zwischen einer Idee, einer Erfindung und einer Innovation? Und welche unternehmerischen Voraussetzungen braucht «echte» Innovation?
Gast
Dr. Gundula Heinatz Bürki; Managing Director der Data Innovation Alliance Nachhaltigkeit
Leitung und Moderation
Dr. Dana Sindermann, Paulus Akademie
Dr. Reik Leiterer, Universität Zürich
Flyer
Flyer_Innovation
Das Virus und der liebe Gott

In seinem jüngsten Buch nimmt Joachim Negel, Theologieprofessor an der Universität Fribourg, die Pandemie zum Ausgangspunkt, um offen nachzudenken über kirchliche Sprachlosigkeit, die Fragwürdigkeit eines Glaubens an Gott und über die von ihm identifizierten Schwächen der Postmoderne. In einem Dreischritt analysiert er die Situation, diagnostiziert und wartet mit «therapeutischen Ratschlägen in schwieriger Zeit» auf.
Als Gast der ersten theoLOGE wird Joachim Negel einige seiner «unzeitgemässen Betrachtungen» präsentieren und zur Diskussion stellen sowie erläutern, was ihn drängt und beflügelt, in der heutigen Zeit Theologie zu treiben.
Mit der theoLOGE lädt die Paulus Akademie zum Gespräch mit Theologinnen und Theologen ein, die in akademischer Forschung und Lehre tätig sind. Jeder Anlass ist einer Person und einem Thema gewidmet.
Gast
Prof. Dr. Joachim Negel, Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Fribourg
Moderation
Veronika Bachmann, Paulus Akademie, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion
MITEINANDER LEBEN NACH KRIEG, FLUCHT UND VERFOLGUNG

Wer vor Krieg und Verfolgung geflüchtet ist, sieht sich vor immense Herausforderungen gestellt, wenn es darum geht, den Alltag in der Schweiz zu bewältigen.
Geflüchtete müssen die schmerzliche Trennung von Familie und Freunden verkraften und die Belastungen verarbeiten, die mit Krieg und Flucht einhergehen. Sie werden vor die schwierige Aufgabe gestellt, sich in kurzer Zeit mit einer fremden Sprache und einer neuen Kultur vertraut zu machen. Die hohen Anforderungen gelten umgekehrt auch für die Aufnahmegesellschaft und die Institutionen, wenn es darum geht, Geflüchtete dabei zu unterstützen, Tritt zu fassen und sich in Schule, Ausbildung oder am Arbeitsplatz zu integrieren.
Die Veranstaltung beleuchtete, welche Auswirkungen Krieg und Verfolgung auf Geflüchtete, insbesondere auf Frauen, Familien, Kinder und Jugendliche haben. Sie benannte Lösungsansätze, um diesen Herausforderungen auf Seiten der Geflüchteten wie auch der Aufnahmegesellschaft möglichst niederschwellig zu begegnen. Im Vordergrund stehen die psychosoziale Versorgung, niederschwellige Ressourcenaktivierung und Problembewältigung.
Programm
- 14.00 Eröffnung: Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie, Martina Kamm, Leiterin der Plattform Face Migration
- 14.05 Begrüssungsrede: Nina Gilgen, Leiterin Fachstelle Integration des Kantons Zürich
- 14.15 Inputreferat «Frauen auf der Flucht, ein Situationsbericht aus Griechenland» Raquel Herzog, Gründerin SAO Association
- 14.45 Inputreferat «(unbegleitet) geflüchtete Kinder, Jugendliche und Familien unter uns» Hannah Ospelt, Sandra Rumpel und Antonia Stulz, Geschäftsleitung Family Help
- 15.15 «Lieder, aus der Luft gegriffen» Annette Labusch, Gesang und Akkordeon
- 15.30 Kaffeepause und Überleitung zu den Workshops
- 16.00 Drei Workshops zur Auswahl
a) Geflüchtete im Kontext Schule. Was braucht es? Moderation: Welcome to School
b) Konzepte für die Arbeit mit besonders vulnerablen Geflüchteten. Moderation: Family Help
c) EASE – eine niederschwellige Intervention der WHO für Kinder und Jugendliche und deren Bezugspersonen. Moderation: Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer afk/USZ - 17.00 Fazit und musikalischer Ausklang
- 17.30 Ende der Tagung
Dokumentation
- Eröffnung_Csongor_Kozma_Paulus Akademie
- Begrüssungsrede_Nina_Gilgen_Leiterin Fachstelle Integration des KT Zürich
- Inputreferat_Raquel_Herzog_SAO Association
- Inputreferat_Sandra_Rumpel_Family Help
Flyer
Flyer_Miteinander_leben
Fazit aus den Workshops
Geflüchtete im Kontext Schule. Was braucht es?
Moderation: Welcome to School

Konzepte für die Arbeit mit besonders vulnerablen Geflüchteten.
Moderation: Family Help

Impressionen; Quelle: Nik Spörri
Rethinking Corona

Corona war für die gesamte Gesellschaft ein Schock. Jede und jeder Einzelne von uns wurde in der pandemischen Lage privat und beruflich enorm herausgefordert. Die gesellschaftlichen Langzeitfolgen der Coronakrise sind in ihrer Tiefe noch kaum zu erfassen. Sicher ist, dass die Pandemie tiefe Spuren in allen gesellschaftlichen Bereichen hinterlassen hat – ob in Familien und Freundschaften, in Wirtschaft und Beruf, in Politik und Justiz oder in der Einstellung zu Medien und im Glauben an Gewissheiten.
Nach zwei Jahren der rasanten Umwälzungen und ad hoc-Entscheidungen wollten und wollen wir wohlbedacht zurückblicken, eine Standortbestimmung vornehmen und konstruktiv nach vorne schauen:
DO, 24.11.2022, 19.00 bis 20.30 Uhr, DIE ROLLE DER PHARMAINDUSTRIE IN DER PANDEMIE
Welchen Einfluss hat die Pharmaindustrie auf den Verlauf der Pandemie genommen? Was wissen wir aktuell über die Gefährlichkeit von SARS CoV-2? Was sind nach derzeitigem Stand Nutzen und Risiken von Corona-Impfstoffen?
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Stiftung Dialog Ethik
Gäste
– Fabian Molina, Nationalrat, SP (Teilnahme gleichentags abgesagt)
– Kati Schepis, Pharmazeutin
– Prof. em. Dr. Pietro Vernazza, vorm. Chefarzt Infektiologie, Kantonsspital St.Gallen
Leitung und Moderation
– Dr. Dana Sindermann, Leiterin Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik, Paulus Akademie
Präsentation
Rethinking_Corona_Folien
Das Interesse dieser Veranstaltung war gross. Die Folge wurde aufgenommen und die Aufzeichung steht Ihnen nachfolgend zur Verfügung:
Die Paulus Akademie hat das Thema «Die Rolle der Pharmaindustrie in der Coronakrise» angepackt, weil es wirtschaftsethisch relevant ist. Sie hat ihr Bestes gegeben, eine ausgewogene Diskussion zu ermöglichen. Diese konnte wegen der Absage eines Vertreters der Pharmaindustrie und der kurzfristigen Absage eines Vertreters der Politik leider nicht zustande kommen. Als Podiumsteilnehmende hätten sie die Möglichkeit gehabt, sich zu den Aussagen der zwei anderen Podiumsteilnehmenden zu positionieren.
Die Paulus Akademie dankt dem Katholischen Medienzentrum für den Artikel «Warum die Covid-Diskussion in der Paulus Akademie problematisch war» vom 13. Januar 2023; er vertritt diejenige Perspektive, die der Paulus Akademie auf dem Podium gefehlt hat.
Die Podiumsteilnehmerin Kati Schepis hat eine Replik dazu verfasst, die das Katholische Medienzentrum auf ihrer Webseite als Gastbeitrag am 15. Januar 2023 ebenfalls veröffentlicht hat.
Wege aus der Mobbingfalle

Psychische Gewalt gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen seit jeher in allen Gesellschaften. Einzelne oder Gruppen werden – warum auch immer – isoliert und schikaniert. Forschungen zeigen, dass dieses Phänomen in unserer Arbeitswelt in den letzten Jahren zugenommen hat.
Ist jetzt jeglicher Druck oder Kritik, denen Arbeitnehmende ausgesetzt werden, Mobbing? Wie unterscheidet sich Mobbing von anderen Konflikten? Welche Wege gibt es aus der Mobbingfalle? Welche arbeitsrechtlichen Aspekte gilt es zu beachten? Diese und die persönlichen Fragen der Teilnehmenden wurden in der Veranstaltung aufgenommen.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema hilft Vorgesetzten Situationen richtig einzuschätzen, gibt Anleitung, wie und wann Beobachtende sich wirkungsvoll einmischen können, und gibt Betroffenen Werkzeuge an die Hand, sich rechtzeitig und erfolgversprechend zur Wehr zu setzen.
Moderation
– Dr. Andrea Degginger, Rechtsanwältin und Mediatorin
– Christa Messner, Coach und Organisationsentwicklerin BSO
Leitung
– Dr. Dana Sindermann, Leiterin Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik, Paulus Akademie
Flyer
Flyer_Mobbingfalle
Kommen Tiere in den Himmel?

Bild: iStock
Ethisch haben Tiere in den letzten Jahrzehnten eine enorme Aufwertung erfahren. Wie kann heute aus einer theologischen Sicht über die Rolle von Tieren nachgedacht werden? Gilt hier immer noch der Satz, dass allein der Mensch die „Krone der Schöpfung“ sei und sich die Erde mit ihren Bewohnern „untertan“ machen soll? Fragen wie diese haben den Biologen und Theologen Rainer Hagencord dazu gebracht, in Münster 2009 das europaweit erste „Institut für Theologische Zoologie“ ins Leben zu rufen. Im Gespräch mit Christian Schenker und dem Publikum ging der Theologe der Frage nach dem Umgang mit unseren Mitgeschöpfen aus christlicher, interreligiöser und transdisziplinärer Perspektive nach.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit aki Katholische Hochschule
Gast
Dr. Rainer Hagencord, Leiter des Institutes für Theologische Zoologie, Philosophisch-Theologische Hochschule Münster
Leitung und Moderation
Christian Schenker, aki
Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
Flyer
Kommen Tiere in den Himmel
KURS- UND ERLEBNISWOCHE FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG
Die Kurswoche und Erlebniswoche für Menschen mit Behinderung (FeWo) fand vom 18. bis 23. Juli 2022 in Zürich im Veranstaltungszentrum der Paulus Akademie statt. Dank der Zusammenarbeit mit „pro infirmis“ und durch die Unterstützung der Stiftung „DENK AN MICH“ konnte wieder eine spannende und lehrreiche Ferienwoche angeboten werden. Über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitierten von folgenden Kursangeboten:
- Malen und Ausprobieren
- Wohlfühlen-Entspannen
- Unterwegs in und um Zürich
- Theater spielen
- Musik-Singen-Bewegen
Die kreativen Erzeugnisse dieser Woche wurden im Rahmen der Abschlussfeier am Freitag, 22. Juli 2022 der Familie, Bekannten sowie Nachbarn präsentiert.
Flyers
FEWO Flyer 2022
FeWo Flyer Abschlussfest 2022
Bilder: Roger Heinzer
Die nächste „FeWo 2023“ findet vom Montag, 17. bis Samstag, 22. Juli 2023 wieder in der Paulus Akademie statt.
Sexualität und Behinderung

Bild: iStock
Alle Menschen, auch Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung, haben ein Recht auf eine selbstbestimmte, lebendige und gelebte Sexualität.
In diesem Kurs fand eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema «Sexualität und Behinderung» statt. Folgende Fragen standen im Zentrum: Wie können Angehörige, Begleitpersonen und Institutionen Voraussetzungen schaffen, in denen Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung möglichst selbstbestimmt und doch «geschützt» ihre Sexualität leben können? Wo sind die Grenzen? Wie kann über die Themen Liebe und Sexualität angemessen gesprochen werden, im Besonderen auch mit Menschen mit reduzierten Kommunikationsmöglichkeiten? Und schliesslich: Wie kann eine sinnvolle Prävention vor sexualisierter Gewalt aussehen?
Die Veranstaltung richtete sich an Angehörige und Fachleute, die Menschen mit Beeinträchtigungen begleiten oder betreuen.
Ein Veranstaltung in Kooperation mit INSOS Schweiz