ZWISCHEN HOFFEN UND BANGEN – IMPFEN UND CORONA

Vermutlich noch nie in der Geschichte hat man derart gebannt auf die Entwicklung und Verteilung eines Impfstoffs geblickt wie im vergangenen Jahr. Und die Wissen­ schaft hat geliefert: Was sonst Jahre, ja Jahrzehnte dauert, konnte im Zuge der Corona­Krise in nicht mal zwölf Monaten abgeschlossen werden. Derzeit dürfen in der Schweiz bereits zwei Wirkstoffe verimpft werden. Weitere sind
in der Entwicklung oder deren Zulassung ist bereits beantragt. Sind die grossen Hoffnungen in diese Impfstoffe etwa auch angesichts der Mutationsfreu­ digkeit, die das Virus jüngst unter Beweis gestellt hat, berechtigt? Wo liegen Leistungen und Grenzen der verschiedenen Wirkstoffe, die mit für den Laien so fremdartig wirkenden Schlagwörtern wie «Vektor» oder «RNA» verknüpft sind? Und wie kann eine gerechte Verteilung der Impfstoffe sichergestellt werden? Ist wenigstens bei bestimmten gesellschaftlichen Gruppen (z. B. den im Gesundheits­ und Pflegebereich Arbeitenden) gar ein Impfobligatorium zu befürworten?

Diese und weitere Fragen haben wir am 9. Februar in der Veranstaltung «Zwischen Hoffen und Bangen: Impfen und Corona» mit zwei Experten diskutiert, dem Virologen Cornel Fraefel und der Ethikerin Tanja Krones.Die nachfolgende Auswahl an Fragen stammt von Teilnehmenden der Veranstaltung. Die Fragen sind thematisch neu gruppiert worden.

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Bild: Pixabay

Impfstoff

GESTALTWANDEL DES PRIESTERLICHEN

Internationale Tagung zum synodalen Weg 

Kirche im Prozess, nicht nur in Corona-Zeiten. Das gilt auch für das geistliche Amt in der Kirche. Es gab eine Zeit, da wusste man, was die Kirche und in ihr der Priester ist. Dagegen verlangt der gegenwärtige Gestaltwandel der Kirche – unter dem Eindruck eines wachsenden Relevanz- und Akzeptanzverlusts – auch nach einer Neukonfiguration des Priesterlichen, erst recht nach dem weltweiten sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener durch katholische Geistliche.

Wie wird Kirche morgen sein – und in ihr der Leitungsdienst? Dies ist ein Thema des Synodalen Wegs, auf den sich die katholische Kirche in Deutschland begibt. Ausgehend von der grundlegenden Frage nach der Kirchenreform stellt sich die Frage nach der künftigen Gestalt des Leitungsdienstes und seiner kollegial-synodalen Verortung in einer geistlich erneuerten Kirche.

Die Katholische Akademie Schwerte begleitete diesen Weg mit einer Dreiländer-Tagung zum Gestaltwandel des Priesterlichen in einer sich wandelnden Kirche, in Kooperation mit der Paulus Akademie Zürich, der Wiener Akademie am Dom, dem Sozialinstitut Kommende Dortmund sowie dem Klaus-Hemmerle-Forum.

300 angemeldete Teilnehmende und 27 Referierende haben bei der internationalen Online-Tagung  »Gestaltwandel des Priesterlichen – Verortung des Leitungsdienstes in einer sich wandelnden Kirche« (11.-12.02.2021) teilgenommen und angeregt diskutiert. 

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http://www.gestaltwandeldespriesterlichen.de

PDF Flyer Tagungsprogramm 

Programm „Gestaltwandel des Priesterlichen“ (PDF)

 

Seelenriss im Spitzensport – Vortrag und Gespräch mit Ariella Kaeslin

Ariella Kaeslin
Ehemalige Spitzenturnerin (Europameisterin, Weltmeisterschaftszweite, Olympiafünfte, dreimal Schweizer Sportlerin des Jahres), BSc in Sportwissenschaft und Psychologie, Studentin der Physiotherapie

Ariella Käslin

Bild: Raphael Nadler / freshfocus

Spitzensportlerinnen und Spitzensportler werden als Jägerinnen und Jäger von Titeln, Medaillen und Rekorden als Vorbilder gefeiert und bejubelt. Verborgen bleibt dabei aber meist, unter welchen Umständen sie es zu Erfolg und Ruhm schaffen. Magglingen, das Herz des Schweizer Sports und Trainingsstätte für Kunstturnerinnen, Kunstturner und Gymnastinnen, Gymnasten ist zurzeit Dauerbrenner im medialen Diskurs. Berichtet wird von Einschüchterungen, Erniedrigungen und Misshandlungen, die den Trainingsalltag der zumeist sehr jungen Athletinnen und Athleten prägen. Die ehemalige Spitzenturnerin Ariella Kaeslin wagte als erste den Tabubruch und berichtete schon vor Jahren über den Leistungsdruck und die unmenschlichen Zustände, die bei ihr zu einer Erschöpfungsdepression geführt haben. Im Gespräch mit Beatrice Brülhart, Paulus Akademie, spricht sie darüber, unter welchen Bedingungen sie es zu grossem Erfolg gebracht hat, was sie dafür opfern musste und wie sie mit der Erschöpfungsdepression umgegangen ist.

GEMEINSAM EINSAM? HOMEOFFICE IN ZEITEN DER CORONA-PANDEMIE

Seit Montag, 18.1.21, ist es in der Schweiz wieder soweit: Homeoffice ist nicht mehr nur ein Recht, sondern eine zivilgesellschaftliche Pflicht. Mit der Umstellung von Büroarbeit zu Homeoffice in der Coronakrise ergeben sich völlig neue Arbeitsumfelder und Lebensumstände. Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres wird mit der zweiten Welle Homeoffice überall da, wo es umsetzbar ist, zur Arbeitsrealität. 

Was macht das mit den Menschen, wie hat sich durch die Umstellung auf Homeoffice das Wohlbefinden von Arbeitnehmenden verändert?

Prof. Dr. Hartmut Schulze, der promovierte Psychologe, Dozent und Institutsleiter am Institut für Kooperationsforschung und -entwicklung an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, hat sich in der Forschungsgruppe «Gestaltung flexibler Arbeit» zusammen mit Kolleginnen und Kollegen eingehend mit den Auswirkungen von Homeoffice und mobil-flexibler Arbeit auf unsere Psyche auseinandergesetzt. Er erklärt im Interview welche Auswirkungen Homeoffice auf unsere Psyche und unser soziales Leben haben kann und was Arbeitnehmende und Arbeitgebende im Homeoffice tun können, damit sie seelisch, körperlich und sozial gesund bleiben.

Die Forschungsgruppe «Gestaltung flexibler Arbeit» der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW hat psychologisch fundierte Tipps für das Homeoffice während der Corona-Pandemie erarbeitet.

Die Zusammenstellung finden Sie hier (PDF)

PSYCHOLOGISCH FUNDIERTE TIPPS FÜR DAS HOME OFFICE WÄHREND DER CORONA-PANDEMIE 

 

Zweiklang – Eine musikalisch-literarische Spurensuche zum Advent

Eine Produktion in Kooperation mit der Hochschule der Künste Bern

In Anlehnung an die monastischen Orden, welche die Vesper als das tägliche Abendgebet mit Wort und Gesang pflegen, ist «Zweiklang» eine Art Zwiesprache zwischen Musik und Wort. Im Advent, der als eine Zeit des Wartens gilt, begeben wir uns auf Spurensuche: Worauf warten wir – Jahr für Jahr, Tag für Tag, heute, jetzt? Wen er-warten wir?

Musik
Prof. Malin Hartelius, Damaris Blum und Angela Wiedmer (Gesang)
Ilan Bui (Orgel)

Johann Sebastian Bach, Weihnachtsoratorium, Bereite dich Zion
Johann Sebastian Bach, Weihnachtsoratorium, Flösst mein Heiland, flösst dein Name
Felix Mendelssohn Bartholdy, Ich harrete des Herrn

Wort
Dr. habil. Béatrice Acklin Zimmermann

Aufnahme
Leandra Nitzsche 

Leitung
Dr. habil. Béatrice Acklin Zimmermann, Paulus Akademie
Prof. Malin Hartelius, Dozentin an der Hochschule der Künste Bern

 

 

 

Wie die Psychiatrie zum Bauer kommt – Psychiatrische Versorgung im alpinen und ländlichen Raum

 


Gast

Dr. med Thomas Ihde-Scholl, Chefarzt Psychiatrie, Mitglied PsychiatrieLeitung, Spitäler Frutigen Meiringen Interlaken AG, Stiftungsratspräsident der Pro Mente Sana

Leitung
Beatrice Brülhart, MSc, Paulus Akademie

Home Treatment und Open Dialogue sind nicht etwa neue Angebote in der psychiatrischen Versorgung. Die aus Lappland stammenden Behandlungsansätze werden aber hierzulande noch kaum angewendet. Ausgerechnet das weit entlegene, ländliche Berner Oberland leistet Pionierarbeit. Unter Einbezug des sozialen Netzwerkes suchen Psychiaterinnen und Psychiater mit ihren Mitarbeitenden die psychisch belastete Person in ihrem Zuhause auf. Die offene Gesprächskultur und die bedürfnisgerechte Ausrichtung der Behandlung sollen Menschen in ländlichen Räumen den Zugang zu Unterstützungsleistungen erleichtern und zu mehr Behandlungserfolgen führen. Der Pionier Dr. med. Thomas Ihde-Scholl erzählt uns, weshalb ihm die ländliche Bevölkerung am Herzen liegt und wie psychiatrische Versorgung im alpinen Raum funktioniert.

Lesen Sie als Vorgeschmack auf das Gespräch das Interview eines an Depression erkrankten Bauers

Wie wird man glücklich? Psychologische und Kulturwissenschaftliche Perspektiven

«Wie wird man glücklich?» – Diese zeitlose Menschheitsfrage lässt sich natürlich bei weitem nicht in einem einfachen Gespräch beantworten oder auch nur in ihrer Tiefe ausloten. Wir möchten aber einmal erkunden, wie neben der Philosophie auch andere Disziplinen mit dieser Frage umgehen: Was bedeutet «Glück» für sie jeweils? Und inwieweit kommen verschiedene Wissenschaften in der Frage, was uns glücklich macht, zu ähnlichen, ja vielleicht sogar einander bestärkenden Ergebnissen? Oder stehen ihre Antworten gar in Konkurrenz zueinander?

Meine beiden Gesprächspartnerinnen sind Gabriela Muri aus dem Fach Empirische Kulturwissenschaft und Lisa Wagner aus der Psychologie. Frau Muri ist Professorin für Populäre Kulturen am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich (UZH) sowie am Departement Soziale Arbeit an der ZHAW und Frau Wagner Postdoktorandin am Psychologischen Institut der UZH, wo sie am Lehrstuhl für «Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik» forscht und den CAS in Positiver Psychologie co-leitet.

Zusammengebracht hat uns eine Einladung des UZH-Magazins zur Frage, was uns glücklich macht. Wir haben dort für die Rubrik «Dreisprung» unsere eigenen Forschungsperspektive auf das Thema eingebracht, ich selbst unter dem Gesichtspunkt der Philosophischen Ethik. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen Platz hatten wir dafür zur Verfügung – aber natürlich gibt es bei solchen Fragen ganz klar Raum für mehr. Dieser Raum soll hier genutzt werden.

von Sebastian Muders 

Wie wird man glücklich? – PDF lesen

 

 

«WIEVIEL TAGES­POLI­TIK VERTRÄGT DIE OPER?» Podiumsdiskussion im Rahmen der Festspiele Zürich

Der Jägerchor im «Freischütz» tritt als Gruppe von Pegida-Anhängern auf, König Nabucco ist mit roter Krawatte und blauem Anzug als US-Präsident verkleidet. Die einen reagieren auf diese Zeitbezüge mit Genugtuung und attestieren der Oper eine neue Relevanz. Andere halten nichts von einem solchen politischen Musiktheater, in dem sie Oper als klingende Glosse zur Tagespolitik verkommen sehen. Soll künftig auch die Corona-Krise und die Klimabewegung auf der Opernbühne vorkommen? Wie aktuell kann und soll Oper überhaupt auf politische Entwicklungen reagieren?

Diskussion mit Andreas Homoki, Regisseur und Intendant Opernhaus Zürich; Sebastian Baumgarten, Regisseur; Julien Chavaz, Regisseur und Künstlerischer Leiter der Neuen Oper Freiburg i.Ü., Moderation: Dr. Béatrice Acklin Zimmermann, Paulus Akademie

Festspiele Zürich – Theater, Kunst und Musik in einem Festival vereint 

Festspiele X

Haben Pflanzen Schmerzen

Fragen der Teilnehmenden an Florianne Koechlin 

 

 

Wie reagieren Pflanzen auf Pestizide? 

 

Haben Pflanzen Schmerzen? 

 

Inwiefern sind Genmanipulationen an Pflanzen als problematisch zu betrachten? 

 

Wie reagieren Pflanzen auf menschliche Ausdünstungen 

 

Reagieren Pflanzen, wenn man ihnen gut zuredet? 

 

Mit welcher Pflanze fühlen Sie sich am stärksten verbunden? 

IMPRESSIONEN

Räume