DAS GUTE LEBEN: SINN, MORAL, GLÜCK?

Die Frage nach dem guten Leben ist so alt wie die Philosophie. Aber was genau macht ein menschliches Leben gut? Und kann man gut leben, selbst wenn man unmoralisch lebt?  Ziel des Vortrags, der am 15. Mai 2018 im Rahmen der Senioren-Universität der Universität Zürich (UZH) gehalten wurde, ist eine Klärung der verschiedenen Arten und Weisen, anhand derer wir unser eigenes Leben als gut oder schlecht beurteilen können. Dabei wird u.a. auch die Frage aufgeworfen, wieviel Autorität dem Einzelnen bei der Bewertung des eigenen Lebens zukommt.

Von Sebastian Muders

Bei inhaltlichen Rückfragen zum Vortrag:  s.muders@paulusakademie.ch

Infos zur Senioren-Universität der UZH: https://www.seniorenuni.uzh.ch/de.html

Die Bedeutung der Religion in Krisenzeiten

Ein Gespräch von Gwendolyne Melchinger (Schauspielhaus) mit Béatrice Acklin Zimmermann (Paulus Akademie)

„Was sind wir Menschen!“, ruft Lessings Nathan, ein reicher jüdischer Kaufmann, der von einer längeren, Geschäftsreise ins Jerusalem des 12. Jahrhunderts zurückkommt und erfährt, dass seine Tochter Recha während seiner Abwesenheit beim Brand seines Hauses beinahe ums Leben gekommen wäre, wenn sie nicht noch in letzter Minute von einem christlichen Tempelherrn vor den Flammen gerettet worden wäre. „Was sind wir Menschen!“, mag der eine oder die andere in dieser Zeit ausrufen, wo ein kleines Virus die Welt geschlossen in Angst und Schrecken versetzt. Kann mit dieser Ausnahmesituation besser umgehen, wer religiös ist? Welche Antworten geben die Religionen auf die Erfahrungen von Tod, Ohnmacht und Angst? Das Gespräch, das im Zusammenhang mit der Vorstellung „Nathan der Weise“ im Schauspielhaus Zürich geführt wurde, gewinnt angesichts der Krise eine neue Aktualität.

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Bildnachweis
Béatrice Acklin Zimmermann (l), Nik Spoerri
Gwendolyne Melchinger (r),  Schauspiel Stuttgart

 

 

MENSCH ODER CYBORG – BRINGT DER TECHNISCHE FORTSCHRITT NUR GUTES FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN?

Der technische Fortschritt in der Robotik und Prothetik birgt für Menschen mit Behinderungen grosses Potential. So können Menschen, beispielsweise mit einer Paraplegie, durch den motorisierten und elektronisch gesteuerten Laufanzug, das Exoskelett, wieder aufrecht stehen und sogar gehen. Implantate, Prothesen und Chips helfen nicht nur Menschen mit einer Behinderung, sie könnten in Zukunft auch erweiterte Funktionen mit übermenschlichen Eigenschaften bieten. Wann wird ein durch Technik unterstützter Mensch zu einem Übermenschen und welche Chancen, aber auch Risiken sind damit verbunden?

Gäste
Prof. Dr. Robert Riener, Labor für Sensomotorische Systeme ETH Zürich und Uniklinik Balgrist, Gründer des Cybathlon
Herbert Bichsel, lic. phil., Gleichstellungsbeauftragter AGILE.CH – Die Organisationen von Menschen mit Behinderungen

Gastgeberin
Beatrice Brülhart, MSc
Fachbereichsleiterin Gesellschaft und Behinderung

 

MEDIZINETHIK UND CORONA – PUBLIC HEALTH UND INTENSIVMEDIZIN IN ZEITEN VON COVID-19

Tanja Krones (Foto: Nik Hunger)

Die Entwicklung der vom neuartigen Coronavirus verursachten Pandemie stellt unser Schweizer Gesundheitssystem vor gewaltige Herausforderungen. Hierbei stellen sich zum einen die Frage nach den richtigen Massnahmen auf der Ebene der öffentlichen Gesundheitspflege: Inwieweit hilft ein allgemeines Versammlungsverbot oder die weitgehende Schliessung von Läden und Einrichtungen dabei, die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen? Zum zweiten besteht auf klinischer Ebene die Befürchtung einer Überbeanspruchung der intensivmedizinischen Kapazitäten von Hospitälern, was zur Frage nach dem ethisch angemessenen Umgang mit einer solchen Situation führt. Mit unserer Expertin Tanja Krones, Professorin für Klinische Ethik an der Universität Zürich, sind wir beiden Problemsträngen nachgegangen.

Von Sebastian Muders

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Zeitlinien-Übersicht 

0:04 Begrüssung, Vorstellung der Referentin

1:00: Allgemeine Lage: Die Zahl der Neuinfektionen stabilisiert sich, wie sind die Massnahmen zu bewerten?

3:18: Herdenimmunität und Utilitarismus: Die Kritik an der Politik liberaler Staaten wie Schweden in der Corona-Krise.

7:00: Triage-Richtlinien und Utilitarismus: Lebensjahre oder Leben – was ist im Falle mangelnder Intensivplätze zu maximieren?

13:25: Die Rolle des Alters in den Triage-Richtlinien in Italien und in der Schweiz.

16:10: Die nähere Zukunft: Können wir uns sicher fühlen ob es Rückgangs an Infiziertenzahlen oder müssen wir eine zweite Krankheitswelle fürchten?

21:35: Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in die uns Covid-19 gebracht hat; und inwiefern man als Ethiker wirtschaftliche Kosten gegen die Gesundheit der Bürger in Anschlag bringen darf.

26:43: Welche Rolle spielt neben Utilitarismus und einer rechtezentrierten Theorie wie dem Kantianismus die Beziehungs- oder Care Ethik für die ethische Orientierung in der Corona-Krise?

30:54: Anwendung der Care Ethik auf die Massnahme des Kantons Uri vom 19 März, nach der Über-65-Jährige das Haus kaum noch verlassen dürfen sollten.

35:50: Die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten als Schlüssel zur Bekämpfung der Epidemie. Was ist von Impftests an Freiwilligen ohne vorherige Tierversuche zu halten?

40:19: Wegen noch fehlender, genuin für Covid-19 hergestellter Medikamente wird derzeit vor allem der sog. Off-Label-Use bereits entwickelter Medikamente geprüft; wie lässt sich das beurteilen?

45:37: Ausblick: Gibt es auch Positives zur Covid-19-Krise zu sagen?

 

WIRTSCHAFTLICHE KONKURRENZ UND SOLIDARITÄT

Christliche Werte scheinen unvereinbar mit konstitutiven Elementen der freien Marktwirtschaft zu sein.

Wie lässt sich über den Graben zwischen Wirtschaft und Kirche wie auch Theologie eine Brücke bauen?

Von Stephan Wirz

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„DAS GEHET MEINER SEELE NAH.“ MIT BACH DURCH DIE KRISE

Die Konzertsäle sind leer, die Pandemie hat die Musik im öffentlichen Raum zum Verstummen gebracht. Eine Passionszeit ohne die Passionen von Bach, ein Osterfest ohne das Osteroratorium. Weshalb Musik in den so still gewordenen Zeiten der Krise lebensnotwendig ist.

von Béatrice Acklin Zimmermann

 

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Text hören (gelesen von Béatrice Acklin Zimmermann)

 

Musik: Malin Hartelius, Claudius Herrmann, Christer Løvold

Videoaufnahme: Hanna Nickler, Reformierte Kirche Küsnacht

WAHRHAFTIG NACHHALTIG – GESPRÄCH MIT DR. LUIGI PEDROCCHI

Seit rund 20 Jahren führt Dr. Luigi Pedrocchi die Mibelle Group, eine Gruppe von Unternehmen mit Fokus auf Kosmetika, Hygiene und Gesundheit, die im Besitz von Migros sind. Die Mibelle Group beschäftigt gegenwärtig über 1200 Personen und erzielt mit Standorten in der Schweiz, Frankreich, England, Indien und Südkorea einen Umsatz von über 500 Millionen Franken.

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HUMOR IN DER KRISE – DARF ÜBER CORONA GELACHT WERDEN? INTERVIEW MIT PHIL HUBBE, CARTOONIST

DAS ENDE DER DEKADENZ, DER BEGINN DER BEVORMUNDUNG? WELCHE LEHREN ZIEHEN POLITIK UND GESELLSCHAFT AUS DER CORONA-KRISE?

Dr. Milosz Matuscheck

Stephan Wirz unterhält sich mit Dr. Milosz Matuschek, Redaktor für Politik, Wirtschaft & Kultur und stellvertretender Chefredaktor „Schweizer Monat“, wie sich unsere Gesellschaft, aber auch die wirtschaftlichen internationalen Vernetzungen durch die Corona-Pandemie verändern werden.

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KRISENTAGEBÜCHER – EIN GESPRÄCH MIT ZEITZEUGEN: Dr. Hans-Jochen Vogel

Die Corona-Pandemie bildet ein für die gegenwärtigen Gesellschaften bis dato unbekanntes Szenario. Ein Virus, das sich in dieser Geschwindigkeit und Radikalität über alle territorialen und politischen Grenzen hinwegsetzt und die Welt geschlossen in Atem hält, übersteigt unseren heutigen Erfahrungshorizont.

Wie erleben das Zeitzeugen von früheren, einschneidenden Krisen? Und lässt sich aus ihrem Umgang damit für unsere Zeit etwas lernen? Ein Gespräch mit dem ehemaligen Spitzenpolitiker Dr. Hans-Jochen Vogel.

Von Béatrice Acklin Zimmermann

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