Ariella Kaeslin
Ehemalige Spitzenturnerin (Europameisterin, Weltmeisterschaftszweite, Olympiafünfte, dreimal Schweizer Sportlerin des Jahres), BSc in Sportwissenschaft und Psychologie, Studentin der Physiotherapie

Ariella Käslin

Bild: Raphael Nadler / freshfocus

Spitzensportlerinnen und Spitzensportler werden als Jägerinnen und Jäger von Titeln, Medaillen und Rekorden als Vorbilder gefeiert und bejubelt. Verborgen bleibt dabei aber meist, unter welchen Umständen sie es zu Erfolg und Ruhm schaffen. Magglingen, das Herz des Schweizer Sports und Trainingsstätte für Kunstturnerinnen, Kunstturner und Gymnastinnen, Gymnasten ist zurzeit Dauerbrenner im medialen Diskurs. Berichtet wird von Einschüchterungen, Erniedrigungen und Misshandlungen, die den Trainingsalltag der zumeist sehr jungen Athletinnen und Athleten prägen. Die ehemalige Spitzenturnerin Ariella Kaeslin wagte als erste den Tabubruch und berichtete schon vor Jahren über den Leistungsdruck und die unmenschlichen Zustände, die bei ihr zu einer Erschöpfungsdepression geführt haben. Im Gespräch mit Beatrice Brülhart, Paulus Akademie, spricht sie darüber, unter welchen Bedingungen sie es zu grossem Erfolg gebracht hat, was sie dafür opfern musste und wie sie mit der Erschöpfungsdepression umgegangen ist.

 

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