Seelenriss im Spitzensport – Vortrag und Gespräch mit Ariella Kaeslin

Ariella Kaeslin
Ehemalige Spitzenturnerin (Europameisterin, Weltmeisterschaftszweite, Olympiafünfte, dreimal Schweizer Sportlerin des Jahres), BSc in Sportwissenschaft und Psychologie, Studentin der Physiotherapie

Ariella Käslin

Bild: Raphael Nadler / freshfocus

Spitzensportlerinnen und Spitzensportler werden als Jägerinnen und Jäger von Titeln, Medaillen und Rekorden als Vorbilder gefeiert und bejubelt. Verborgen bleibt dabei aber meist, unter welchen Umständen sie es zu Erfolg und Ruhm schaffen. Magglingen, das Herz des Schweizer Sports und Trainingsstätte für Kunstturnerinnen, Kunstturner und Gymnastinnen, Gymnasten ist zurzeit Dauerbrenner im medialen Diskurs. Berichtet wird von Einschüchterungen, Erniedrigungen und Misshandlungen, die den Trainingsalltag der zumeist sehr jungen Athletinnen und Athleten prägen. Die ehemalige Spitzenturnerin Ariella Kaeslin wagte als erste den Tabubruch und berichtete schon vor Jahren über den Leistungsdruck und die unmenschlichen Zustände, die bei ihr zu einer Erschöpfungsdepression geführt haben. Im Gespräch mit Beatrice Brülhart, Paulus Akademie, spricht sie darüber, unter welchen Bedingungen sie es zu grossem Erfolg gebracht hat, was sie dafür opfern musste und wie sie mit der Erschöpfungsdepression umgegangen ist.

Zweiklang – Eine musikalisch-literarische Spurensuche zum Advent

Eine Produktion in Kooperation mit der Hochschule der Künste Bern

In Anlehnung an die monastischen Orden, welche die Vesper als das tägliche Abendgebet mit Wort und Gesang pflegen, ist «Zweiklang» eine Art Zwiesprache zwischen Musik und Wort. Im Advent, der als eine Zeit des Wartens gilt, begeben wir uns auf Spurensuche: Worauf warten wir – Jahr für Jahr, Tag für Tag, heute, jetzt? Wen er-warten wir?

Musik
Prof. Malin Hartelius, Damaris Blum und Angela Wiedmer (Gesang)
Ilan Bui (Orgel)

Johann Sebastian Bach, Weihnachtsoratorium, Bereite dich Zion
Johann Sebastian Bach, Weihnachtsoratorium, Flösst mein Heiland, flösst dein Name
Felix Mendelssohn Bartholdy, Ich harrete des Herrn

Wort
Dr. habil. Béatrice Acklin Zimmermann

Aufnahme
Leandra Nitzsche 

Leitung
Dr. habil. Béatrice Acklin Zimmermann, Paulus Akademie
Prof. Malin Hartelius, Dozentin an der Hochschule der Künste Bern

 

 

 

Wie die Psychiatrie zum Bauer kommt – Psychiatrische Versorgung im alpinen und ländlichen Raum

 


Gast

Dr. med Thomas Ihde-Scholl, Chefarzt Psychiatrie, Mitglied PsychiatrieLeitung, Spitäler Frutigen Meiringen Interlaken AG, Stiftungsratspräsident der Pro Mente Sana

Leitung
Beatrice Brülhart, MSc, Paulus Akademie

Home Treatment und Open Dialogue sind nicht etwa neue Angebote in der psychiatrischen Versorgung. Die aus Lappland stammenden Behandlungsansätze werden aber hierzulande noch kaum angewendet. Ausgerechnet das weit entlegene, ländliche Berner Oberland leistet Pionierarbeit. Unter Einbezug des sozialen Netzwerkes suchen Psychiaterinnen und Psychiater mit ihren Mitarbeitenden die psychisch belastete Person in ihrem Zuhause auf. Die offene Gesprächskultur und die bedürfnisgerechte Ausrichtung der Behandlung sollen Menschen in ländlichen Räumen den Zugang zu Unterstützungsleistungen erleichtern und zu mehr Behandlungserfolgen führen. Der Pionier Dr. med. Thomas Ihde-Scholl erzählt uns, weshalb ihm die ländliche Bevölkerung am Herzen liegt und wie psychiatrische Versorgung im alpinen Raum funktioniert.

Lesen Sie als Vorgeschmack auf das Gespräch das Interview eines an Depression erkrankten Bauers

«WIEVIEL TAGES­POLI­TIK VERTRÄGT DIE OPER?» Podiumsdiskussion im Rahmen der Festspiele Zürich

Der Jägerchor im «Freischütz» tritt als Gruppe von Pegida-Anhängern auf, König Nabucco ist mit roter Krawatte und blauem Anzug als US-Präsident verkleidet. Die einen reagieren auf diese Zeitbezüge mit Genugtuung und attestieren der Oper eine neue Relevanz. Andere halten nichts von einem solchen politischen Musiktheater, in dem sie Oper als klingende Glosse zur Tagespolitik verkommen sehen. Soll künftig auch die Corona-Krise und die Klimabewegung auf der Opernbühne vorkommen? Wie aktuell kann und soll Oper überhaupt auf politische Entwicklungen reagieren?

Diskussion mit Andreas Homoki, Regisseur und Intendant Opernhaus Zürich; Sebastian Baumgarten, Regisseur; Julien Chavaz, Regisseur und Künstlerischer Leiter der Neuen Oper Freiburg i.Ü., Moderation: Dr. Béatrice Acklin Zimmermann, Paulus Akademie

Festspiele Zürich – Theater, Kunst und Musik in einem Festival vereint 

Festspiele X

DAS GUTE LEBEN: SINN, MORAL, GLÜCK?

Die Frage nach dem guten Leben ist so alt wie die Philosophie. Aber was genau macht ein menschliches Leben gut? Und kann man gut leben, selbst wenn man unmoralisch lebt?  Ziel des Vortrags, der am 15. Mai 2018 im Rahmen der Senioren-Universität der Universität Zürich (UZH) gehalten wurde, ist eine Klärung der verschiedenen Arten und Weisen, anhand derer wir unser eigenes Leben als gut oder schlecht beurteilen können. Dabei wird u.a. auch die Frage aufgeworfen, wieviel Autorität dem Einzelnen bei der Bewertung des eigenen Lebens zukommt.

Von Sebastian Muders

Bei inhaltlichen Rückfragen zum Vortrag:  s.muders@paulusakademie.ch

Infos zur Senioren-Universität der UZH: https://www.seniorenuni.uzh.ch/de.html

MENSCH ODER CYBORG – BRINGT DER TECHNISCHE FORTSCHRITT NUR GUTES FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN?

Der technische Fortschritt in der Robotik und Prothetik birgt für Menschen mit Behinderungen grosses Potential. So können Menschen, beispielsweise mit einer Paraplegie, durch den motorisierten und elektronisch gesteuerten Laufanzug, das Exoskelett, wieder aufrecht stehen und sogar gehen. Implantate, Prothesen und Chips helfen nicht nur Menschen mit einer Behinderung, sie könnten in Zukunft auch erweiterte Funktionen mit übermenschlichen Eigenschaften bieten. Wann wird ein durch Technik unterstützter Mensch zu einem Übermenschen und welche Chancen, aber auch Risiken sind damit verbunden?

Gäste
Prof. Dr. Robert Riener, Labor für Sensomotorische Systeme ETH Zürich und Uniklinik Balgrist, Gründer des Cybathlon
Herbert Bichsel, lic. phil., Gleichstellungsbeauftragter AGILE.CH – Die Organisationen von Menschen mit Behinderungen

Gastgeberin
Beatrice Brülhart, MSc
Fachbereichsleiterin Gesellschaft und Behinderung

 

MEDIZINETHIK UND CORONA – PUBLIC HEALTH UND INTENSIVMEDIZIN IN ZEITEN VON COVID-19

Tanja Krones (Foto: Nik Hunger)

Die Entwicklung der vom neuartigen Coronavirus verursachten Pandemie stellt unser Schweizer Gesundheitssystem vor gewaltige Herausforderungen. Hierbei stellen sich zum einen die Frage nach den richtigen Massnahmen auf der Ebene der öffentlichen Gesundheitspflege: Inwieweit hilft ein allgemeines Versammlungsverbot oder die weitgehende Schliessung von Läden und Einrichtungen dabei, die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen? Zum zweiten besteht auf klinischer Ebene die Befürchtung einer Überbeanspruchung der intensivmedizinischen Kapazitäten von Hospitälern, was zur Frage nach dem ethisch angemessenen Umgang mit einer solchen Situation führt. Mit unserer Expertin Tanja Krones, Professorin für Klinische Ethik an der Universität Zürich, sind wir beiden Problemsträngen nachgegangen.

Von Sebastian Muders

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Zeitlinien-Übersicht 

0:04 Begrüssung, Vorstellung der Referentin

1:00: Allgemeine Lage: Die Zahl der Neuinfektionen stabilisiert sich, wie sind die Massnahmen zu bewerten?

3:18: Herdenimmunität und Utilitarismus: Die Kritik an der Politik liberaler Staaten wie Schweden in der Corona-Krise.

7:00: Triage-Richtlinien und Utilitarismus: Lebensjahre oder Leben – was ist im Falle mangelnder Intensivplätze zu maximieren?

13:25: Die Rolle des Alters in den Triage-Richtlinien in Italien und in der Schweiz.

16:10: Die nähere Zukunft: Können wir uns sicher fühlen ob es Rückgangs an Infiziertenzahlen oder müssen wir eine zweite Krankheitswelle fürchten?

21:35: Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in die uns Covid-19 gebracht hat; und inwiefern man als Ethiker wirtschaftliche Kosten gegen die Gesundheit der Bürger in Anschlag bringen darf.

26:43: Welche Rolle spielt neben Utilitarismus und einer rechtezentrierten Theorie wie dem Kantianismus die Beziehungs- oder Care Ethik für die ethische Orientierung in der Corona-Krise?

30:54: Anwendung der Care Ethik auf die Massnahme des Kantons Uri vom 19 März, nach der Über-65-Jährige das Haus kaum noch verlassen dürfen sollten.

35:50: Die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten als Schlüssel zur Bekämpfung der Epidemie. Was ist von Impftests an Freiwilligen ohne vorherige Tierversuche zu halten?

40:19: Wegen noch fehlender, genuin für Covid-19 hergestellter Medikamente wird derzeit vor allem der sog. Off-Label-Use bereits entwickelter Medikamente geprüft; wie lässt sich das beurteilen?

45:37: Ausblick: Gibt es auch Positives zur Covid-19-Krise zu sagen?

 

„DAS GEHET MEINER SEELE NAH.“ MIT BACH DURCH DIE KRISE

Die Konzertsäle sind leer, die Pandemie hat die Musik im öffentlichen Raum zum Verstummen gebracht. Eine Passionszeit ohne die Passionen von Bach, ein Osterfest ohne das Osteroratorium. Weshalb Musik in den so still gewordenen Zeiten der Krise lebensnotwendig ist.

von Béatrice Acklin Zimmermann

 

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Text hören (gelesen von Béatrice Acklin Zimmermann)

 

Musik: Malin Hartelius, Claudius Herrmann, Christer Løvold

Videoaufnahme: Hanna Nickler, Reformierte Kirche Küsnacht

HUMOR IN DER KRISE – DARF ÜBER CORONA GELACHT WERDEN? INTERVIEW MIT PHIL HUBBE, CARTOONIST

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