DENKEN, URTEILEN, NEU BEGINNEN

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Wir leben in einer Welt, die von disruptiven Veränderungen, globalen Krisen, Transformationen auf allen Ebenen und täglich neuen Hiobsbotschaften geprägt ist. Auf diese zahlreichen Umbrüche zu reagieren, ist oft nicht leicht, denn Wandlungsprozesse bringen es mit sich, dass uns tradierte Wegweiser abhandenkommen, bekannte Orientierungslinien fehlen und damit auch keine fertigen Lösungen vor uns liegen. In solchen Zeiten werden wir aufgefordert, uns neu auszurichten, die Welt auf neue Weise begreifen und beurteilen zu lernen und damit auch neue Handlungswege in ihr zu finden. Wie das geht und was dafür notwendig ist, lässt sich von Hannah Arendt, der großen politischen Denkerin des 20. Jahrhunderts, lernen.
Wesentliche Bausteine dafür sind:

DO 8.6.2023
Ein reflektierendes Urteilsvermögen
– das nicht alles Einzelne und Spezifische bereits unter einen höheren Maßstab subsumiert, sondern Phänomene, Ereignisse und Situationen zunächst einmal in ihrer Besonderheit erfasst und in der Beurteilung darüber selbstgesetzgebend verfährt; das eine unparteiische und unvoreingenommen Perspektive braucht, um sich im Urteilen nicht von rein privaten Bedingungen, subjektiven Vorannahmen oder persönlichen Vorlieben leiten zu lassen; und das erweitert denkt – nämlich so, dass auch andere Standpunkte, Meinungen und Sichtweisen vergegenwärtigt und im eigenen Urteil mitreflektiert werden können.

Gast
Linda Sauer, Dr. phil. in Politischer Philosophie, Mediatorin und systemischer Coach

Leitung
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie

Flyer
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Let’s Doc & Talk: Magic Medicine – «Magie» durch Psilocybin?

Im Rahmen der schweizweiten Dokumentarfilmwoche «Lets Doc!» zeigte die Paulus Akademie die Dokumentation «Magic Medicine» und sprach mit ihren Gästen darüber.

79 Min. | Englisch | Buch & Regie: Monty Wates | UK | Lizzy Gillett, Monty Wates | 2018

Der Film «Magic Medicine» von Monty Wates begleitet Probandinnen und Probanden über vier Jahre hinweg bei der weltweit ersten klinischen Studie, die die Effekte von Psilocybin (der bei sogenannten «Magic Mushrooms» wirksamen Substanz) auf Patientinnen und Patienten mit depressiven Erkrankungen untersucht. Zu sehen sind die Erfolge, aber auch Rückschläge dieses Experiments.

Podium: «MAGIC MUSHROOMS GEGEN DEPRESSIONEN?»

Gäste
Nathalie Rieser, Zentrum für Psychiatrische Forschung der Universität Zürich
Anna Becker, Departement Pharmazeutische Wissenschaften der Universität Basel

Moderation
Sebastian Muders, Paulus Akademie
Tobias Eichinger, IBME UZH

In Kooperation mit dem Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte (IBME) der Universität Zürich.

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Impressionen

Lange Nacht der Kirchen

Die «Lange Nacht der Kirchen» möchte zeigen, was Kirche alles ist, und zur Auseinandersetzung mit den (auch kircheninternen) «heissen Eisen» anregen, die die Menschen beschäftigen und berühren. Auch die Paulus Akademie öffnete anlässlich der «Langen Nacht der Kirchen» ihre Türen.

Programm
19:00 – 19:45 Uhr: Präsentation der Fachbereiche
20:00 – 20:30 Uhr: Führung durch das Veranstaltungszentrum
21:00 – 21:45 Uhr: Präsentation der Fachbereiche
22:00 – 22:30 Uhr: Führung durch das Veranstaltungszentrum

Moderation
– Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
– Alexandra Steinegger, Leiterin Veranstaltungszentrum
– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion
– Dana Sindermann, Leiterin Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik
– Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik

Friedliebende Blicke auf eine friedlose Welt

Wenn wir in der Diskussion über Krieg und Frieden lediglich zwischen gesinnungsethischem Pazifismus und verantwortungsethischer Abwägung zu wählen hätten, so stünde der Pazifismus ohne gute Karten da. Es gibt aber auch einen  plausiblen Mittelweg zwischen pazifistischer Gesinnungsethik und verantwortungsethischem Anti-Pazifismus.

Olaf Müller versteht sich als vorsichtigen Pazifisten. Und er stellt nach einem Jahr Krieg in der Ukraine die ethischen Argumente für einen bewaffneten Pazifismus in Frage.

Eine Kooperation mit dem Haus Gutenberg in Balzers (FL).

Gast
Olaf L. Müller, Professor für Wissenschaftstheorie und Naturphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin – www.farbenstreit.de

Moderation
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie

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App oder Arzt?

Digitales «Wellbeing» ist ein boomender Markt. Mobile Anwendungen und immer ausgeklügeltere Algorithmen beraten und begleiten kompetent bei den individuellen Fitnesszielen, empfehlen sich aber auch als sensible Frühwarnsysteme für die eigene Gesundheit. Damit einher gehen jede Menge ethischer Fragen: Wie gehen derlei Programme mit den hochsensiblen Daten um, die ihren Erfolg erst ermöglichen? Welche Anreize zur Verhaltensprävention mittels Trackers und Apps lassen sich rechtfertigen? Und wie ernst und zielsicher sind Diagnosen der virtuellen Gesundheitsfachperson? Diese und weitere Fragen wurden an der Veranstaltung durchleuchtet.

Gäste
Prof. Dr. phil. Giovanni Rubeis, Leiter des Fachbereichs Biomedizinische Ethik und Ethik des Gesundheitswesens an der Karl Landsteiner-Universität Krems
Valeska Cappel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am soziologischen Seminar der Universität Luzern
Daniel Rochat, Mitglied der Geschäftsleitung von SWICA und Verantwortlicher für das Departement Leistungen & Medizin

Moderation
Dr. Sebastian Muders, Fachbereichsleiter Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie
Dr. Jean-Daniel Strub, Fachverantwortlicher Ethik und Lebensfragen, Institut Neumünster

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule: Institut Neumünster

Flyer
Flyer_App-oder-Arzt

DENKEN, URTEILEN, NEU BEGINNEN

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Wir leben in einer Welt, die von disruptiven Veränderungen, globalen Krisen, Transformationen auf allen Ebenen und täglich neuen Hiobsbotschaften geprägt ist. Auf diese zahlreichen Umbrüche zu reagieren, ist oft nicht leicht, denn Wandlungsprozesse bringen es mit sich, dass uns tradierte Wegweiser abhandenkommen, bekannte Orientierungslinien fehlen und damit auch keine fertigen Lösungen vor uns liegen. In solchen Zeiten werden wir aufgefordert, uns neu auszurichten, die Welt auf neue Weise begreifen und beurteilen zu lernen und damit auch neue Handlungswege in ihr zu finden. Wie das geht und was dafür notwendig ist, lässt sich von Hannah Arendt, der großen politischen Denkerin des 20. Jahrhunderts, lernen.
Wesentliche Bausteine dafür sind:

DO 25.5.2023
Ein unbefestigtes Denken
– das sich «ohne Geländer», gleichsam frei und eigenständig in der Welt zu bewegen versteht, das ohne die Stützen der Vergangenheit, ohne allgemeine Regeln und Glaubenslehren auskommen muss und dabei stets am konkreten Geschehen orientiert bleibt wie der «Kreis an seinen Mittelpunkt»
– ohne sich in leere Hirngespinste oder Verschwörungsmythen zu flüchten.

Gast
Linda Sauer, Dr. phil. in Politischer Philosophie, Mediatorin und systemischer Coach

Leitung
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie

Flyer
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Wasser

 

Die Schweiz gilt als Wasserschloss Europas: 5-6 % der Süsswasservorräte des Kontinents lagern in der Schweiz. Entsprechend gut scheinen wir gegen Wasserknappheit aufgestellt zu sein. Und doch zeigt auch bei uns der Klimawandel seine Folgen: Die Gletscher schmelzen unaufhaltsam, und unser im internationalen Vergleich hoher Wasserkonsum in Form von im Ausland produzierter, wasserhungriger Waren erhöht den Verbrauch andernorts.

Welche Bedeutung hat das Wasser für die Schweiz – und wie können wir es mithilfe neuer Technologie künftig optimal nutzen? Unser Podium beleuchtete das Elixier allen Lebens in ökologischer, ökonomischer und kultureller Hinsicht.

Gäste
— Prof. Dr. Max Maurer, Professor für Systeme der Siedlungswasserwirtschaft an der ETH Zürich und Leiter des Instituts für Umweltingenieurwissenschaften
— Simon Joncourt, Projektleiter bei Seecon und Geschäftsleiter des Vereins swisswaterclimate
— Nora Murer, Head of Communication bei «Wasser für Wasser»

Leitung und Moderation
— Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
— Christian Schenker, aki katholische Hochschulgemeinde Zürich

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem aki, der katholischen Hochschulgemeinde Zürich

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Flyer_Wasser

Die Videoaufnahme wurde von den Studentinnen Sophia Sonak und Swaantje Aiyana Lattemann erstellt.

Evas y Marías

Regie: Fernando Romero-Forsthuber & Nadir Cardenas Aza
20 Minuten | Österreich/Mexiko | Carlota International, 2023

«In Chiapas Frau zu sein, ist sehr gefährlich.» Gerade indigene Frauen kämpfen innerhalb und außerhalb der Kirche um Emanzipation und Würde. Im Spannungsfeld zwischen kirchlichem Traditionalismus, kulturellen patriarchalen Strukturen und feministischen Anliegen stützt die diözesane Frauenkoordination CODIMUJ diesen Kampf. Gemeinsam setzen sich ihre Mitarbeiterinnen dafür ein, dass Kirche für Frauen spirituell, kulturell und politisch zum  Befreiungsort wird.

Nach dem Film eröffnete sich im Gespräch die Möglichkeit, über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen christlich geprägten Frauenrealitäten hier und dort nachzudenken und auszuloten, was eine glaubwürdige Frauenpastoral  ausmacht.

Gäste
– Fernando Romero-Forsthuber, Filmemacher und Produzent
– Franziska Driessen-Reding, Synodalratspräsidentin der Katholischen Kirche im Kanton Zürich

Moderation

– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie

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Religion & Literatur – Dichtung, die mit Gott ringt

Religionskritik in der Lyrik? Als Seismographen ihrer Zeit stellen auch Lyrikerinnen und Lyriker die Gottesfrage: Gibt es Gott überhaupt? Kann es Gott so geben, wie man ihn traditionell denkt? Religionskritik ist seit dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Aufklärung, immer mehr zum Mainstream geworden; in der Lyrik manifestiert sich diese Kritik weniger in harschem Atheismus, sondern sucht ihren Ausdruck in vielfältigen Formen, die feinfühlig inneren Stimmen folgen.

An vier Abenden wurden Stationen einer solchen Gottesentfremdung anhand exemplarischer Gedichte beleuchtet. Das Spektrum reichte von der Befreiung von vermeintlich überholten Gottesvorstellungen und der Verdrängung der Religion durch die Kunst bis zur radikalen Gottesanfrage durch die Schoa. Stellvertretend für diese Positionen stehen Goethe, Rilke, Benn und Paul Celan. Die Lyrikerinnen Nelly Sachs, Rose Ausländer und Hilde Domin wagen hingegen ihr trotziges «Dennoch».

DI 25.4.2023 – Rilke und/oder Benn
Rainer Maria Rilkes «Duineser Elegien» kreisen um den Einbruch des Göttlichen in unsere Welt, während der Dermatologe Gottfried Benn in «Morgue» (französisch für «Leichenhalle») das Leiden der Menschen diagnostiziert. Der  hymnischen Sprache des Prager Dichters Rilke steht das kühle Protokoll des ehemaligen Militärarztes Benn entgegen. Wo gehen unsere Sympathien hin? Sind wir «Realisten» oder «Mystiker», materialistisch oder spirituell?

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Menschlichkeit im Unternehmen – Wie gelangen wir dahin?

Unsere Workshop-Reihe hatte einen großen Einfluss darauf, wie wir arbeiten und wer wir sind. Jeder von uns brachte unterschiedliche persönliche Eigenschaften, Fähigkeiten und Bedürfnisse mit. Wir waren einerseits auf ein respektvolles, wertschätzendes Arbeitsumfeld angewiesen und trugen andererseits selbst maßgeblich dazu bei.

In dieser Reihe vermittelten wir, wie man erstens eine höhere Beziehungsqualität mit Mitmenschen und im Team erreichen konnte, zweitens Inspiration fand und drittens die soziale Dimension der eigenen beruflichen Tätigkeit klarer erkannte.

TEIL 1: SINN, ANERKENNUNG UND WERTSCHÄTZUNG
Was machte eine sinnvolle Arbeit aus? Wie hingen sinnvolle Arbeit und Anerkennung zusammen? Warum war uns Anerkennung im Beruf so wichtig? Und wie ließen sich Anerkennung und Wertschätzung im Team und im Unternehmen leben?

Der Workshop wurde von Stephan Pfob, Smart Work Guide, Autor und Partner bei Berlin Alley GmbH, sowie Dana Sindermann, Wirtschaftsethikerin und Autorin an der Paulus Akademie, geleitet.

TEIL 2: ACHTSAMKEIT, KONTEMPLATION UND DIE KUNST DES LEITENS
Wo war ich verankert, wo lag meine Mitte, und wie konnte ich meinem Tun eine Richtung geben? Wie gelangte ich von der inneren zur äußeren Transformation? Wie konnte ich gelungene Beziehungen aufbauen und durch mein Wirken der Gesellschaft etwas geben?

Dieser Workshop wurde von Stephan Rothlin, Wirtschaftsethiker, Leadership-Meister und CEO von Rothlin International Management Consulting, sowie Dana Sindermann durchgeführt.

TEIL 3: WIE UND WO FINDE ICH INSPIRATION?
Um kreativ zu sein, brauchten wir Inspiration. Auch in der Arbeit mit Menschen war Inspiration wertvoll. Großartige Ideen und Projekte entstanden oft im Team. Wie konnten Unternehmen ein inspirierendes Arbeitsumfeld schaffen? Wie und wo fanden wir persönlich Inspiration?

Diesen Workshop leiteten Kathrin Neumüller, Expertin für Mitarbeiterzufriedenheit und -inspiration bei ValueQuest, Peter Widmer, Philosoph und Zen-Lehrer bei Zen Integral, sowie Dana Sindermann.

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Menschlichkeit im Unternehmen