Der Angst Einhalt gebieten, einen Halt geben
Bild: iStock – MilanMarkovic
Fast jede fünfte Person leidet im Laufe ihres Lebens unter Ängsten, die den Alltag bestimmen, Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. In Zeiten von globalen Krisen und wachsendem Leistungsdruck nimmt die Häufigkeit zu. Die Angst, ein lebenswichtiger Schutzmechanismus des Menschen, entwickelt sich für viele mehr und mehr zur dauerhaften psychischen Belastung.
Bei unserem Podium beleuchteten wir die Ursachen, zeigten auf, wie Betroffene in ihrem Leid begleitet und behandelt werden können und beleuchteten, wie die «Dargebotene Hand» Betroffenen in schwierigen Momenten Halt gibt.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der «Dargebotenen Hand».
Gäste
– Reby W., Betroffene
– Minka Köchli, Aus- und Weiterbildung & Supervision bei der «Dargebotenen Hand» in Zürich
– Dr. Dominique Recher, Operative Leiterin Psychologisches Behandlungszentrum für Stress Trauma Angst und Resilienz, Universität Zürich
Leitung/Moderation
– Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie
Sterbewünsche und assistierter Suizid
Bild: iStock – urbazon
Der Wunsch, das Leben zu beenden, kann viele Gesichter haben: Er kann aus Lebensmüdigkeit älterer Menschen entstehen, aus schwerer Krankheit oder aus dem Gefühl, keine Würde oder Autonomie mehr zu besitzen. Hinter einem Sterbewunsch steht oft nicht der Wille zu sterben im Vordergrund, sondern die Absicht, so nicht mehr weiterzuleben. Wenn Menschen solche Gedanken in der Seelsorge ansprechen, sind Einfühlungsvermögen und innere Haltung gefragt.
Die Fachtagung bot Wissen, Reflexion und praktische Orientierung im Umgang mit Sterbewünschen und dem Thema assistierter Suizid – unter anderem für mehr Sicherheit im seelsorglichen Gespräch.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Spital- und Klinikseelsorge der katholischen Kirche im Kanton Zürich.
Gäste
– Prof. Dr. Magnus Striet, Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Freiburg im Breisgau
– Dr. Nina Streeck, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Zürich, Dozentin und Autorin
Leitung und Moderation
– André Böhning, Philosoph und Theologe, Leiter katholische Seelsorge am KSW Kantonsspital Winterthur
– Silke Winkler, Religionspädagogin und Biologin, Spital- und Klinikseelsorge der katholischen Kirche des Kantons ZH
– Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie
Referate
– Präsentation André Böhning
– Präsentation Magnus Striet
– Präsentation Silke Winkler
– Präsentation Nina Streeck
Workshops
– Präsentation Workshop Hannah Schlau
Flyer
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Ich, Du und dazwischen das gelobte Land
Screen Shot: TRUE GRIT, Ethan and Joel Coen, US 2010
Kaum ein Filmgenre hat Männlichkeit, Macht und moralische Ordnung so klar codiert wie der Western. In seinen klassischen Ausprägungen ist er nicht nur Projektionsfläche hegemonialer Geschlechterbilder, sondern auch ein Ort, an dem religiöse Motive – etwa Erlösung, Schuld und Gerechtigkeit – subtil mitschwingen. In jüngerer Zeit jedoch erfährt der Western eine bemerkenswerte Transformation: Genderrollen werden gebrochen, religiöse Deutungsmuster hinterfragt, Diversität sichtbar gemacht. Genau hier setzt die Tagung an: Sie fragt nach der filmischen (Re-)Konstruktion von Genderidentitäten und Diversität im Kontext von Religion und Western.
Im Zentrum der Tagung stand die Frage, wie religiöse und geschlechtliche Identitäten filmisch inszeniert, verhandelt und transformiert wurden. Dabei rückten sowohl die Produktion als auch die Rezeption von Filmen in den Blick. Schöpfungstheologische Fragestellungen zu binären Geschlechtermodellen, ethische Implikationen religiöser Bildsprache sowie die Rolle religiöser Protagonist:innen bildeten dabei mögliche thematische Schwerpunkte.
Besondere Aufmerksamkeit galt dem Zusammenspiel von Genre und Gender. Der Western diente hier exemplarisch als Ausgangspunkt, um die Verknüpfung von Erzähltraditionen, kulturellen Codierungen und religiöser Sinnstiftung zu analysieren. In Verbindung mit feministischer Filmtheorie, psychoanalytischen Ansätzen und filmhistorischen Perspektiven liessen sich Kontinuitäten und Brüche in der Darstellung von Religion und Geschlecht nachvollziehen.
Die Tagung lud Forschende und Lehrende aus Theologie, Religionswissenschaft, Gender Studies, Filmwissenschaft und verwandten Disziplinen ein, sich in einem interdisziplinären Rahmen auszutauschen. Ziel war es, Filme nicht nur als Objekte der Analyse, sondern als aktive Akteure gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse zu begreifen.
Die Internationale Forschungsgruppe Film und Theologie dankt folgenden Institutionen für die finanzielle Unterstützung:
Katholische Akademie Schwerte, Katholische Kirche im Kanton Zürich, Katholisch Stadt Zürich, Stiftung Lucerna, Signis
Tagungsflyer mit detailliertem Programm (PDF)
Gäste – inkl. CVs und Statements (PDF)
Dokumentation
– Abstracts
– Referat „Perspektiven auf Women Talking“
– Referat Manfred Oeming
– Filmeinführung Reinhold Zwick
– Referat Baldassare Scolari
– Referat Jörg Herrmann
– Referat Traugott Roser
– Referat Monika Weiss
Bericht von Sarah Stutte auf kath.ch
Selbstbestimmt gemeinsam in den Tod?
FILM, Fiction, 106 min. | Spain / Switzerland / Italy, September 2024
Claudia, einst eine leidenschaftliche Tänzerin, wird unheilbar krank. Sie entscheidet sich, nicht tatenlos zuzusehen, wie die Krankheit ihr Leben übernimmt. In der Folge greift ihr langjähriger Lebenspartner Flavio auf einen alten Plan zurück: So beschliessen die beiden nach über vierzig Jahren inniger Verbundenheit, ihr Leben selbstbestimmt in der Schweiz zu beenden.
Der Film thematisiert wichtige ethische Fragen rund um den assistierten Suizid, die auch in der Schweiz Gegenstand intensiver Debatten sind: Ist der gemeinsame Tod der ultimative Beweis ewiger Liebe – oder eine tragische Fehlentscheidung?
Im anschliessenden Publikumsgespräch reflektierten wir die Entscheidungen des Paares aus ethischer Sicht.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Outside the Box
Gäste
– Anja Niederhauser, Theologin, Psychologin und Künstlerin
– Dr. Marc Keller, School of Medicine, Universität St. Gallen
Moderation
– Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie
Flyer
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Grundkurs geistige Fitness
Bild: Rene Magritte
Wie bleibt der Kopf wach und beweglich, auch wenn sich der Alltag verändert? Geistige Fitness entscheidet mit darüber, wie selbstständig, zuversichtlich und aktiv wir uns im Leben fühlen. Sie kann helfen, Konzentration und Gedächtnis zu stärken, kognitiven Einschränkungen vorzubeugen und den Austausch mit anderen lebendig zu halten.
Die gute Nachricht: Unser Gehirn ist lernfähig, ein Leben lang. Entscheidend sind dabei Neugier, regelmässige Impulse und ein Training, das passt. In diesem Kurs erfuhren die Teilnehmende, wie sie ihr Gehirntraining sinnvoll aufbauen, wie sie dranbleiben und welche Übungen im Alltag wirklich praktikabel sind.
Die Teilnehmende lernten abwechslungsreich, in angenehmer Atmosphäre und ohne Leistungsdruck. Mit Raum für Fragen, Austausch, Spiel und Spass.
Eine Seminarreihe in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung geistiger Fitness
Wissen, praktische Übungen und Austausch – ohne Leistungsdruck
Teil 2: DI 28.4.2026
Teil 3: DI 12.5.2026
Ziele
– Grundwissen zur geistigen Fitness
– Praktische Tipps und Übungen für den Alltag
– Eigene Fragen einbringen, Erfahrungen austauschen, voneinander lernen
Zielpublikum
Personen 60+
Inhalt
– Was ist geistige Fitness?
– Wichtige Einflussfaktoren: Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Flexibilität
– Was wirkt wirklich? Erfolgversprechende und weniger geeignete Methoden
– Motivation und Freude an Neuem als Schlüssel
Leitung/Verantwortung
– Dr. Katja Margelisch, Psychologin FSP
– Norman Wunderle, Fachpsychologe FSP, ehemals Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie FH
– Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie
Geistig-Fit-Club zum Thema menschliche und künstliche Intelligenz
Bild: iStock
Wie funktioniert menschliche Intelligenz, und was verändert sich im Lauf des Lebens? Was kann Künstliche Intelligenz heute bereits, wo liegen Grenzen, und welche Folgen hat das für Gesellschaft und persönliche Entscheidungen? In diesem Tageskurs erhielten die Teilnehmende verständliches Basiswissen, praxisnahe Beispiele, und einen Einblick aus erster Hand von einem KI-Experten und können so die Chancen und Risiken besser einordnen und mitreden.
Zielpublikum
Personen 60+
Programm
Teil 1. Menschliche Intelligenz verstehen
Wie lässt sich Intelligenz definieren? Ist sie messbar, und wie verändert sie sich im Lauf des Lebens? Die Teilnehmenden schauten das Arbeitsgedächtnis genauer an, weil es eng mit Intelligenz zusammenhängt. Zum Schluss ging es um die Frage, ob und wie sich Intelligenz und Arbeitsgedächtnis im Alter trainieren und stärken lassen.
Teil 2. Künstliche Intelligenz einordnen
KI bezeichnet die Fähigkeit von Maschinen und Computern, Aufgaben zu übernehmen, die bisher menschliche Intelligenz erforderten. Dadurch entstehen lernende Systeme, die zunehmend komplexes Verhalten zeigen. Prof. Dr. Joachim Steinwendner von der Fernfachhochschule Schweiz erläuterte, welche Fortschritte KI in den letzten Jahren gemacht hat und zeigte konkrete Beispiele. Die Teilnehmenden beleuchteten auch ethische Fragen, gesellschaftliche Risiken und die Grenzen der KI. Für Fragen und Diskussion war ausreichend Zeit vorgesehen
Ein Seminar in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung geistiger Fitness
Leitung/Verantwortung
– Norman Wunderle, lic. phil. I, Fachpsychologe FSP, ehemals Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie FH, Trainer für mentale Aktivierung
– André Widmer, Dr. phil. I, Psychologe FSP, langjährige Tätigkeit als Wirtschafts-, Arbeits- und Organisationspsychologe bei UBS in verschiedenen Aufgabenbereichen
– Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diverstität und Teilhabe, Paulus Akademie
Flyer
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Grundkurs geistige Fitness
Bild: Rene Magritte
Wie bleibt der Kopf wach und beweglich, auch wenn sich der Alltag verändert? Geistige Fitness entscheidet mit darüber, wie selbstständig, zuversichtlich und aktiv wir uns im Leben fühlen. Sie kann helfen, Konzentration und Gedächtnis zu stärken, kognitiven Einschränkungen vorzubeugen und den Austausch mit anderen lebendig zu halten.
Die gute Nachricht: Unser Gehirn ist lernfähig, ein Leben lang. Entscheidend sind dabei Neugier, regelmässige Impulse und ein Training, das passt. In diesem Kurs erfuhren die Teilnehmende, wie sie ihr Gehirntraining sinnvoll aufbauen, wie sie dranbleiben und welche Übungen im Alltag wirklich praktikabel sind.
Die Teilnehmende lernten abwechslungsreich, in angenehmer Atmosphäre und ohne Leistungsdruck. Mit Raum für Fragen, Austausch, Spiel und Spass.
Eine Seminarreihe in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung geistiger Fitness
Wissen, praktische Übungen und Austausch – ohne Leistungsdruck
Teil 1: DI 14.4.2026
Teil 2: DI 28.4.2026
Teil 3: DI 12.5.2026
Ziele
– Grundwissen zur geistigen Fitness
– Praktische Tipps und Übungen für den Alltag
– Eigene Fragen einbringen, Erfahrungen austauschen, voneinander lernen
Zielpublikum
Personen 60+
Inhalt
– Was ist geistige Fitness?
– Wichtige Einflussfaktoren: Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Flexibilität
– Was wirkt wirklich? Erfolgversprechende und weniger geeignete Methoden
– Motivation und Freude an Neuem als Schlüssel
Leitung/Verantwortung
– Dr. Katja Margelisch, Psychologin FSP
– Norman Wunderle, Fachpsychologe FSP, ehemals Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie FH
– Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie
Kunst und Stille
Pieter Bruegel d. Ä., Großer Turmbau zu Babel, 1563
Kunsthistorisches Museum Wien
In den halbstündigen Auszeiten über Mittag in unserem Raum der Stille steht jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lädt zur äusseren und inneren Betrachtung ein.
Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gibt dazu Impulse, welche Sinnlichkeit mit Sinn verbinden und in der Stille nachklingen.
Ich höre die Stille
und öffne mich dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn
Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche
Weitere Daten
12.5. | 9.6. | 7.7.2026
jeweils 12.30 bis 13.00
Die Auszeiten können einzeln und ohne Anmeldung besucht werden.
Hightech low access
Bild: iStock
Digitale Technologien und generative KI versprechen neue Möglichkeiten – doch nicht alle Menschen profitieren gleichermassen davon. Oriane Pierrès stellt ihre aktuelle Arbeit zu KI-generierten Webseiten und digitaler Barrierefreiheit vor. Es zeigt sich: Auch wenn sogenannte Vibe Coding Tools schnell schöne Webseiten erzeugen, sind diese nicht automatisch barrierefrei.
Die Postdoktorandin an der Digital Society untersucht das Potenzial KI-gestützter Werkzeuge für digitale Barrierefreiheit und Inklusion. In ihrem Input zeigte sie sowohl Risiken als auch Potenziale generativer KI für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen auf und lud zur Diskussion ein.
Gast
Dr. Oriane Pierrès, Digital Society Initiative UZH
Leitung/Moderation
Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Center of Lifelong Learning Universität Zürich
Flyer
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Referat Dr. Oriane Pierrès
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Sabbath Queen
Filmstill Sabbath Queen
Dokumentarfilm 105 min | Englische, hebräische, jiddische Originalfassung mit englischen Untertiteln
Der Dokumentarfilm «Sabbath Queen» erzählt das Leben des in Israel geborenen und heute in New York lebenden queeren Rabbiners Amichai Lau-Lavie. Verwurzelt in einer traditionsreichen orthodoxen Rabbinerfamilie, sucht er nach neuen Formen jüdischen Lebens in einer pluralen Gesellschaft – auch in der Rolle seiner Dragfigur, mit der er patriarchale religiöse Autorität mit Witz und Ironie spielerisch verschiebt.
Regisseur Sandi DuBowski, der Amichai Lau-Lavie über 20 Jahre mit der Kamera begleitete, zeichnet ein vielschichtiges Porträt und umkreist damit die Frage, wie viel Bewahrung religiöse Tradition braucht – und wie viel Wandel sie verträgt.
Im Anschluss an die Vorführung lud das Gespräch in englischer Sprache mit dem Regisseur dazu ein, die im Film aufgeworfenen Fragen gemeinsam weiterzudenken.
Eine Veranstaltung im Rahmen von Yesh! Neues aus der jüdischen Filmwelt.
Gäste
– Sandi Simcha DuBowski, Regisseur
Leitung/Moderation
– Adrienne Hochuli, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
Flyer
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