Kunst und Stille

Pieter Bruegel d. Ä., Großer Turmbau zu Babel, 1563
Kunsthistorisches Museum Wien

In den halbstündigen Auszeiten über Mittag in unserem Raum der Stille steht jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lädt zur äusseren und inneren Betrachtung ein.

Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gibt dazu Impulse, welche Sinnlichkeit mit Sinn verbinden und in der Stille nachklingen.

Ich höre die Stille
und öffne mich dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn

Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche

Weitere Daten
Dienstag, 14.4. | 12.5. | 9.6. | 7.7.2026
jeweils 12.30 bis 13.00

Die Auszeiten können einzeln und ohne Anmeldung besucht werden.

Gutes Sterben im Alter

Bild: iStock

Neurologische Erkrankungen wie Demenz, aber auch eine Vielzahl psychischer Erkrankungen treten im Alter gehäuft auf. Damit einher gehen grosse Ängste, nicht zuletzt auch von Kontrollverlust, Fremdbestimmung und einem «unwürdigen» Lebensende.

Diese Sorgen angemessen anzusprechen, ist eine Herausforderung, der sich nicht zuletzt Seelsorgende wie auch Mitarbeitende im Gesundheitsbereich ausgesetzt sehen.

Auf unserer Fachtagung wurden ethische, psychologische und rechtliche Aspekte einer guten Betreuung in diesem Feld erkundigt.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Spital- und Klinikseelsorge der katholischen Kirche im Kanton Zürich.

Referierende
– Paul Hoff, Präsident der Zentralen Ethikkommission der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften
– Silke Winkler, Religionspädagogin und Biologin, Spital- und Klinikseelsorge der katholischen Kirche des Kantons ZH

Leitung/Moderation
– Sabine Zgraggen, Theologin und Pflegeexpertin, Leiterin Spital- und Klinikseelsorge der katholischen Kirche im Kanton ZH
– Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie

Flyer
260310_Gutes Sterben im Alter

Dokumentation
Teil 1 – Sterbewünsche – Silke Winkler
Teil 1 – Psychiatrie – Paul Hoff
Teil 2 – Rechtliche Rahmenbedingungen – Silke Winkler
Teil 2 – Urteilsfähigkeit – Paul Hoff
Teil 3 – Autonomie – Paul Hoff

Reden, um nicht zu ersticken

Foto: Yoshiko Kusano

Die Verfolgung der Jenischen in der Schweiz ist ein «Verbrechen gegen die Menschlichkeit». Zu diesem Schluss kommt im Februar 2025 ein im Auftrag des Eidgenössischen Departements des Innern erstelltes Rechtsgutachten. Von 1926 bis 1973 wurden über 600 jenische Kinder vom «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» ihren Familien entrissen. Das wegweisende Rechtsgutachten ist dem jahrzehntelangen Kampf der Betroffenen zu verdanken. Eine von ihnen ist Uschi Waser. «Reden, um nicht zu ersticken» zeigt anhand ihrer Lebensgeschichte, mit welcher systematischen Grausamkeit «Kinder der Landstrasse» gegen Familien vorging und welche Folgen das für die Betroffenen bis heute hat. Im Gespräch mit ihr und der Autorin Silvia Süess näherten wir uns diesem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte an.

Silvia Süess «Reden, um nicht zu ersticken; Uschi Waser – die Lebensgeschichte einer Jenischen», Rotpunktverlag 2026

Gäste
– Silvia Süess, Autorin
– Uschi Waser, Betroffene

Leitung/Moderation
Caroline Krüger, Fachbereichsleitung Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Rotpunktverlag

Flyer
260305_Reden um nicht zu ersticken_Flyer

Der Wolf in der Schweiz

Seit 1996 ist der Wolf zurück in der Schweiz – und mit ihm kehren alte Ängste, neue Konflikte und grundsätzliche Fragen zum Zusammenleben zurück. Wie kaum ein anderes Wildtier in unseren Gefilden erregt er die Gemüter und seine kulturelle Prägung sitzt tief: Rotkäppchen einerseits, Romulus und Remus andererseits – Märchen und Mythen formen unser Bild vom «bösen» oder «edlen» Wolf. Während die einen die Wiederbesiedlung des Tiers in unserer Kulturlandschaft begrüssen und den Nutzen für das Ökosystem betonen, haben andere Angst vor ihm oder fürchten den Verlust von Nutztieren. Wie prägt der Wolf unsere Lebensräume und kultur-historisch unsere (Alp-)Träume, was ist der rechtliche Status Quo – und wie kann ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben gelingen?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Center for Lifelong Learning der Universität Zürich.

Gast
Sven Buchmann, Stiftung KORA

Leitung und Moderation
Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie

Flyer
260304_L&L_Der Wolf in der Schweiz

Präsentation
260304_Der Wolf in der Schweiz_Sven Buchmann

Gewitter


Bild: zVg

Es spielen die dramateure zürich. Regie: Anastasia Risch

Katerina ist mit Tichon verheiratet, der unter der Fuchtel seiner Mutter steht. Sie leidet unter der beengenden Atmosphäre des Hauses und ihrer Ehe. Sie sehnt sich nach Freiheit und Glück, das sie in der heimlichen Liebe zu Boris zu finden glaubt. Ein herannahendes Gewitter steht symbolisch für den Konflikt zwischen den Charakteren und die sich zuspitzende Situation. Es ist das Streben der Charaktere nach Freiheit und Selbstbestimmung, das Ostrowskijs Drama von 1859 auch heute noch aktuell macht. Der Talk nach dem Stück lud zu einer Vertiefung der aufgeworfenen Themen ein und bot Raum für Publikumsfragen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit „die dramateure zürich“ und „Pfarrei Allerheiligen, Zürich

Gäste
– Anastasia Risch, Regisseurin
– Katharina Linhart, Ensemblemitglied
– Tobias Grimbacher, Ensemblemitglied und Pfarreirat Allerheiligen

Leitung/Moderation
Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie

Flyer
260303_Gewitter_Flyer

Der Talk nach dem Stück lud zur Vertiefung ein. 

Affidamento und politische Freund:innenschaft

Bild: iStock

Das italienische Wort «Affidamento» lässt sich nur schwer ins Deutsche übersetzen. Das Verb «affidarsi» bedeutet «sich anvertrauen». Angelehnt daran bezeichnet «Affidamento» im Denken italienischer Feministinnen eine Beziehung zwischen zwei Frauen, die zur Grundlage für weibliche Freiheit wird.
Ausgehend von diesem Begriff sprachen wir über die Bedeutung von politischen Freund:innenschaften.
Wie unterscheiden sich diese von anderen Beziehungsformen? Wie können wir aus ihnen Kraft schöpfen? Kann diese Form von Beziehungen auch Angst oder Druck erzeugen?
Ein Workshop, in dem der Austausch im Mittelpunkt stand!

Gast
Antje Schrupp

Leitung/Moderation
Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie

Flyer
260228_Affidamento_Flyer

Postpatriarchales Chaos

Bild: Adobe Stock

Autoritäre Regimes sind im Aufwind, liberale Werte geraten unter Druck, auch Frauen- und Queerfeindlichkeit nehmen wieder zu – kehrt etwa das Patriarchat zurück? Nein, meint Antje Schrupp. Traditionelle Ordnungen wie Religionen oder Universitäten verlieren an Autorität, stattdessen herrschen Willkür und Skrupellosigkeit.
Im Gespräch mit der Autorin thematisierten die Teilnehmende, welche feministischen Perspektiven in diesem „postpatriarchalen Chaos“ hilfreich sind (und welche nicht) und wie sie zu einer freiheitlichen Gesellschaft beitragen können.

Antje Schrupp (2026): Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern.

Das Buch erschien im Verlag Aufbau am 19. Februar 2026, rechtzeitig zum Internationalen Frauentag. Die Buchhandlung Strobel hatte einige Exemplare am Büchertisch des Abends angeboten.

Gast
Dr. Antje Schrupp, Autorin

Leitung/Moderation
Dr. Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie

Flyer
260227_Postpatriarchales Chaos_Flyer

Impressionen

Die Resonanz der Stille

Bild: iStock – Miljan Živković

Unsere Welt wird immer lauter. Ob im dichten Stadtverkehr, inmitten von Baulärm oder durch die akustische Dauerbe-rieselung: Unsere Ohren sind ständigem Lärm ausgesetzt, der uns auf Dauer krank macht. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Stille mit ihrem nachweislich positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden an  Bedeutung. Dabei ist Stille weit mehr als nur die Abwesenheit von akustischen Reizen: Bestimmte Klänge und Geräuschen entfalten sogar eine heilende Kraft für  therapeutische Zwecke. Wieviel und welche Geräusche sind unserer Gesundheit förderlich? Was macht den Zauber der Musik aus und wie kann diese zu Therapiezwecken nutzbar gemacht werden?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Stilles Zürich.

Wir danken Katholisch Stadt Zürich für die finanzielle Unterstützung.

Gäste
– Lutz Jäncke, Neuropsychologe, Universität Zürich
– Betty Legler, Sängerin und Musiktherapeutin, Inselspital Bern

Leitung und Moderation
– Tanja Gentina, Programmleiterin «Stilles Zürich»
– Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie

Flyer
260226_Die Resonanz der Stille

Kunst und Stille

Pieter Bruegel d. Ä., Großer Turmbau zu Babel, 1563
Kunsthistorisches Museum Wien

In den halbstündigen Auszeiten über Mittag in unserem Raum der Stille steht jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lädt zur äusseren und inneren Betrachtung ein.

Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gibt dazu Impulse, welche Sinnlichkeit mit Sinn verbinden und in der Stille nachklingen.

Ich höre die Stille
und öffne mich dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn

Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche

Weitere Daten
10.3. | 14.4. | 12.5. | 9.6. | 7.7.2026
jeweils 12.30 bis 13.00

Die Auszeiten können einzeln und ohne Anmeldung besucht werden.

Flyer
260113ff_Kunst und Stille_2026-1

Belastet, aber nicht gebrochen

Bild: Rest for the Weary by Gift Amarachi Ottah

Getragen von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft gelangen Jahr für Jahr junge nigerianische Frauen auf unsicheren Migrationswegen über Europa in die Schweiz – und geraten als Opfer von Täuschung und Menschenhandel in die (Zwangs)prostitution. Welche Gesellschaftsstrukturen ermöglichen diese Art von Menschenhandel? Welche Bedeutung hat neben sozialen und wirtschaftlichen Faktoren die politische Lage in Nigeria? Und welche Rolle spielen Juju-Rituale?

Impulsreferat und Podiumsgespräch erläuterten die vielschichtigen Hintergründe, beleuchteten den Lebensalltag der betroffenen Frauen und gaben Einblick in die Arbeit der Fachstellen, die sie begleiten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Weltgebetstag Schweiz.

Gäste
– Medinat Abdulazeez Malefakis, Expertin für Internationale Zusammenarbeit, Konfliktforscherin und Senior Lecturer, ETH Zürich
– Nina Lanzi, Fachverantwortliche für Politik und Bildung, FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration
– Cornelia Zürrer Ritter, Leiterin Fachstelle für Menschen im Sexgewerbe (Rahab Heilsarmee Zürich)

Leitung und Moderation
– Adrienne Hochuli, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
– Vroni Peterhans-Suter, Präsidentin WGT Schweiz

Flyer
260206_WGT_Belastet, aber nicht gebrochen