Sakrale Räume und säkulare Religion
Religiös konnotiertes Reisen gewinnt in den letzten Jahren an Bedeutung. Neben einem religiös und spirituell motivierten Tourismus, der Phänomene wie Klosterretreats und Besuche sog. auratischer Orte umfasst, spielt heute das weite Feld des Religionstourismus eine wichtige Rolle: Kirchenräume verzeichnen gerade auch ausserhalb der Gottesdienste ein steigendes touristisches Interesse. Die Besichtigung von Kathedralen und Klöstern rangiert ganz oben auf der Beliebtheitsskala kultureller Urlaubsaktivitäten. Religion erfährt durch den Tourismus nicht nur neue Relevanz, sondern gerät dabei auch in ein ihr zunächst fremdes Kommunikationsfeld.
Für die praktisch-theologische Forschung sind dabei Phänomene der säkularen Religion von besonderem Interesse, wie sie sich empirisch an touristisch genutzten religiösen Orten beobachten lassen. Die Internationale Fachtagung diskutierte die Frage, wie Ästhetik, Resilienz und Spiritualität als Phänomene säkularer Religion im aktuellen Kulturtourismus verstanden werden können.
Die Tagung wurde veranstaltet vom Forschungsprojekt «Religion-Kultur-Tourismus» mit Unterstützung des Pastoralinstituts der Theologischen Hochschule Chur. Internationale Kooperationspartner der Tagung waren der Lehrstuhl Tourismus der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (www.ku.de), das Österreichische Pastoralinstitut Wien (www.pastoral.at/oepi), das Erzbistum München und Freising, Fachbereich Tourismus und Sport, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, Referat für Kirche und Tourismus (https://tourismus.bayern-evangelisch.de) und der Verein ‹Kirchen und Tourismus Schweiz› (www.ktch.ch).
Tagungsleitung
Prof. Dr. Christian Cebulj / MA Anna-Lena Jahn
Die Erde, die wir teilen
Bild: Adobe Stock
Wie lässt sich Verantwortung für die ökologische Zukunft heute konkret wahrnehmen und gestalten? In einer global vernetzten Welt prägen politische Entscheidungen, wirtschaftliche Interessen und ethische Haltungen unser Handeln im Klimaschutz.
Zehn Jahre nach «Laudato Si’» stellt sich die Frage nach Wirkung und heutiger Bedeutung dieser Umweltenzyklika. Mit dem Klimaökonomen Ottmar Edenhofer analysierten wir ihre Impulse für Politik, Gesellschaft und Kirche und fragten, ob die Enzyklika das Bewusstsein für eine gemeinsame Verantwortung stärken konnte. Zudem griffen wir kontroverse Punkte auf und diskutierten, wie sich die Anliegen von «Laudato Si’» unter den aktuellen politischen und kirchlichen Bedingungen weiterführen lassen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit aki, Katholische Hochschulgemeinde
Gast
– Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Professor für Ökonomie des Klimawandels, Technische Universität Berlin
Leitung/Moderation
– Adrienne Hochuli, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
– Franz-Xaver Hiestand SJ, Leiter aki Zürich
Präsentation
Vortrag Ottmar Edenhofer
Apertus – Die Schweizer Antwort auf ChatGPT
Bild: EPFL, ETH Zurich, CSCS / Molinari Design
Apertus geht neue Wege: das massgeblich von ETH und EPFL entwickelte Large-Language-Model steht für Offenheit, Fairness und Transparenz. Es berücksichtigt regionale und kulturelle Nuancen genauso wie Dialekte. Damit positioniert sich Apertus als vertrauenswürdige, souveräne Alternative zu den US-Giganten. Schon bald könnte sie zum Fundament einer eigenständigen europäischen KI-Landschaft werden. Doch kann eine von öffentlichen Organisationen entwickelte KI international wirklich mithalten? Und braucht es überhaupt eine öffentlich finanzierte Schweizer KI?
Gast
Dr. Jannis Vamvas, Institut für Computerlinguistik, Universität Zürich
Leitung/Moderation
Dana Sindermann, Leiterin Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik, Paulus Akademie
Präsentation Dr. Jannis Vamvas
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Flyer
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A13 – Mehr als nur Beton
Bild: zVg
Die A13 verbindet das St. Galler Rheintal mit dem Tessin. Für die meisten ist sie ein notwendiges Übel auf dem Weg in den Süden.
Auch der Geschichtenerzähler Linard Bardill und der Landschaftskalligraf Lorenzo Custer sind jahrelang über diese Autobahn gefahren ohne innezuhalten. Erst als sie zufällig aufeinandertrafen, begannen sie, an den Rändern der A13 nach Geschichten und Geheimnissen zu suchen. Fündig sind sie an den unterschiedlichsten Orten geworden: Vom Zementwerk Untervaz bis hin zu den Spuren des heiligen Nepomuk in Oberrealta.
Nach der Lesung von Linard Bardill luden wir zum gemeinsamen Gespräch ein.
Gast
Linard Bardill
Leitung/Moderation
Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Rotpunktverlag
„Wozu hast du mich verlassen?“
Bild: iStock – Serhii Ivashchuk
Krisen, Unsicherheiten und Umbrüche prägen unsere Zeit. Das ist belastend – und zugleich eine uralte Erfahrung. Die biblischen Texte sind in Situationen von Not, Bedrohung und Umbruch entstanden. Sie wurden erzählt und gesammelt, weil Krisen anhielten oder weil Menschen Befreiung und neues Leben erfuhren.
Das Referat von Ursula Rapp gab Einblicke in Krisenerfahrungen, die in den Hintergründen biblischer Texte erahnbar sind: Es zeigte die Krisen, die zur Sammlung der Texte führten, die Nöte und Befreiungen, von denen sie erzählen, und die Traumata, die sich in keine Worte wagen, aber im Verborgenen aufspürbar sind.
Aber auch die pragmatische Seite dieser Texte kam in den Blick: Wie leihen sie uns Sprache, Bilder und Hoffnungsräume, um Leiderfahrungen zu bewältigen? Indem wir uns auf diese Texte einliessen, entstanden neue Denk- und Spürbewegungen – und es öffneten sich neue Spielräume jenseits der Ausweglosigkeit.
Gäste
– Ursula Rapp, Dr. theol. habil. MA, Bibelwissenschaftlerin, Lebens- und Sozialberaterin, Professorin am Institut für Religionspädagogische Bildung, Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein, Salzburg
– Nikolett Móricz, PD Dr. theol., dipl. psych., Pfarrerin, Bibelwissenschaftlerin, Privatdozentin für Praktische Theologie, Universität Bern
Leitung/Moderation
– Moni Egger, Dr. theol., Bibelwissenschaftlerin und Bibelerzählerin, Zentralvorstand SKB
– Franz Tóth, PD Dr. theol., Privatdozent für Neues Testament, Theologische Fakultät, Universität Zürich, Fachmitarbeiter für Bibelpastoral SKB und TBI
– Adrienne Hochuli, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
Der Akademietag bibelwerken ist eine Kooperation zwischen der Paulus Akademie, dem Schweizerischen Katholischen Bibelwerk (SKB) und dem Theologisch-pastoralen Bildungsinstitut (TBI). Das Format legt als Akademietag Wert auf Reflexion und Theorie. bibelwerken verweist auf das praktische Handwerk im Umgang mit der Bibel.
Präsentation
Referat Ursula Rapp
Die Nachhaltigkeitsinitiative „Keine 10-Millionen-Schweiz“

Bild: iStock
Die von der SVP 2024 auf den Weg gebrachte Nachhaltigkeitsinitiative, auch unter dem Namen «Keine 10-Millionen-Schweiz» bekannt, wird derzeit zur Abstimmung vorbereitet. Wie eine Umfrage von «20 Minuten» Anfang Dezember zeigte, will eine relative Mehrheit der Bevölkerung die Zuwanderungsinitiative der SVP annehmen. Demgegenüber steht eine breite Ablehnung der eidgenössischen Räte, die dem Stimmvolk ein Nein empfehlen. Welche Argumente sprechen für, welche gegen die Initiative? Wie gross ist das Problem tatsächlich? Und welche alternativen Lösungen bieten sich gegebenenfalls an?
In unserem Workshop haben wir uns aufbauend auf zwei Kurzreferaten in sachlicher Atmosphäre mit den Argumenten auseinandergesetzt und diese wissenschaftsbasiert analysiert.
Gäste
– Prof. Dr. Susanne Kytzia, Leiterin des Interdisziplinären Schwerpunkts «Climate and Energy», Ostschweizer Fachhochschule
– Miroslav Janjic, Vorstand Verein TESORO
Leitung/Moderation
– Philip Widmer und Christian Horvat, Carbon Copy
– Dr. Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein Carbon Copy
und mit freundlicher Unterstützung durch Katholisch Stadt Zürich
Kunst und Stille
Pieter Bruegel d. Ä., Großer Turmbau zu Babel, 1563
Kunsthistorisches Museum Wien
In den halbstündigen Auszeiten über Mittag in unserem Raum der Stille steht jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lädt zur äusseren und inneren Betrachtung ein.
Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gibt dazu Impulse, welche Sinnlichkeit mit Sinn verbinden und in der Stille nachklingen.
Ich höre die Stille
und öffne mich dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn
Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche.
Nächste Daten
9.6.2026 und 7.7.2026, 12.30 bis 13.00 Uhr
Die Auszeit kann ohne Anmeldung besucht werden.
Grundkurs geistige Fitness
Bild: Rene Magritte
Wie bleibt der Kopf wach und beweglich, auch wenn sich der Alltag verändert? Geistige Fitness entscheidet mit darüber, wie selbstständig, zuversichtlich und aktiv wir uns im Leben fühlen. Sie kann helfen, Konzentration und Gedächtnis zu stärken, kognitiven Einschränkungen vorzubeugen und den Austausch mit anderen lebendig zu halten.
Die gute Nachricht: Unser Gehirn ist lernfähig, ein Leben lang. Entscheidend sind dabei Neugier, regelmässige Impulse und ein Training, das passt. In diesem Kurs erfuhren die Teilnehmende, wie sie ihr Gehirntraining sinnvoll aufbauen, wie sie dranbleiben und welche Übungen im Alltag wirklich praktikabel sind.
Die Teilnehmende lernten abwechslungsreich, in angenehmer Atmosphäre und ohne Leistungsdruck. Mit Raum für Fragen, Austausch, Spiel und Spass.
Eine Seminarreihe in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung geistiger Fitness
Wissen, praktische Übungen und Austausch – ohne Leistungsdruck
Teil 3: DI 12.5.2026
Ziele
– Grundwissen zur geistigen Fitness
– Praktische Tipps und Übungen für den Alltag
– Eigene Fragen einbringen, Erfahrungen austauschen, voneinander lernen
Zielpublikum
Personen 60+
Inhalt
– Was ist geistige Fitness?
– Wichtige Einflussfaktoren: Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Flexibilität
– Was wirkt wirklich? Erfolgversprechende und weniger geeignete Methoden
– Motivation und Freude an Neuem als Schlüssel
Leitung/Verantwortung
– Dr. Katja Margelisch, Psychologin FSP
– Norman Wunderle, Fachpsychologe FSP, ehemals Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie FH
– Caroline Krüger, Leiterin Fachbereich Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie
Was hilft gegen das Vergessen?
Bild: Adobe Stock
Alzheimer als die bekannteste Form von Demenz kann nach wie vor nicht geheilt werden. Welche präventiven Massnahmen stehen aber zur Verfügung, um zu verhindern, dass man im Alter an Alzheimer erkrankt? Welche Lebensweise schützt davor, dass die Krankheit ausbricht – und welche erhöht das Risiko? In der Literatur diskutierte und gut untersuchte Faktoren sind beispielsweise viel Bewegung, rege soziale Kontakte und eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung. Aber auch geistig anregende Hobbies oder ein hoher sozioökonomischer Status können helfen. Welchen Einfluss haben die genannten Faktoren auf das Gehirn und welche Unterschiede finden sich etwa zwischen den Geschlechtern? Und sind vielversprechende therapeutische Ansätze am Horizont, die das Voranschreiten der Krankheit wirksam verlangsamen können?
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Center for Lifelong Learning der Universität Zürich.
Gast
Prof. Dr. Valerie Treyer, Klinik für Nuklearmedizin, Universität Zürich
Leitung/Moderation
Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie
Präsentation Prof. Dr. Valerie Treyer
WashilftgegedasVergessen026
Musik liegt in der Luft
Bild: zVg
Hast du Freude an Musik?
Singst oder tanzt du gerne?
Möchtest du einmal Malen zu Musik
oder Jodeln ausprobieren?
Dann ist diese Frühlingstagung
das Richtige für Dich!
Hier sind alle willkommen.
Egal, ob du ein Instrument spielen
oder singen kannst.
Warum Musik?
Musik macht Freude.
Musik verbindet Menschen.
Musik tut gut.
Bringe etwas mit,
das ein Geräusch macht.
Wir freuen uns auf dich!
Sonja und das ganze Vorbereitungsteam
Programm
09.00 Uhr Ankommen mit Kaffee und Gipfeli
09.20 Uhr Gemeinsamer Start mit unserem Hauptgast, der Jodlerin Laura Moser
10.00 Uhr Kurse Teil 1
12.15 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr Kurse Teil 2
16.00 Uhr Zvieri und Schlussdarbietungen
17.00 Uhr Ende
Kurse
Kurs 1: Jodeln
Wir lernen Jodeln kennen.
Wir probieren Neues aus.
Mit Jodlerin Laura Moser und Laura Bächer
Kurs 2: Malen mit Musik
Wir entdecken, wie Musik uns Ideen
zum Malen geben kann.
Mit Karin Deola, Angelika Furrer und Monique Burri
Kurs 3: Tanzen mit Musik
Wir tanzen und bewegen uns zu
wunderbarer Musik.
Mit Andrea Gschwind, Beatrix Graf und Patricia Hürlimann
Kurs 4: Musik improvisieren
Wir tönen, singen, klatschen, stampfen.
Wir probieren Instrumente aus.
Mit Christina Walter und Cyril Stejskal
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Reformierten Kirche Kanton Zürich und der Behindertenseelsorge der Katholischen Kirche Kanton Zürich








