Über den Sinn der Strafe und die (Un-)Möglichkeit von Versöhnung

Der Sinn von Strafe lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Er fächert sich in mehrere, sich zum Teil widersprechende Sinndeutungen auf. Da sind zuerst einmal die beiden nah zusammengehörenden Sinndeutungen von Strafe als pädagogischer Massnahme und der Deutung, Strafe sei Zeit für den Täter zu sich selbst zu finden.
Strafe ist genuin Übelzufügung. Durch den Behandlungsvollzug hat sich die Bedeutung von Strafe jedoch massiv verändert. Deshalb soll in dieser Tagung geklärt werden, welchen Stellenwert Strafe im Vollzug hat und wie er genau zu verstehen ist. Denkt man Strafe ohne Versöhnung, fehlt ihr komplementärer Gegenpart.
Die (christliche) Seelsorge kann zur Versöhnung helfen, aber nur auf spiritueller Ebene, in dem sie die Vergebung Gottes zuspricht, etwa im Beichtgespräch oder in der Abendmahlsfeier. Sühne und Versöhnung, zumindest im säkularisierten Sinn, funktionieren nur auf eine höchste formalisierte Weise, indem nämlich behauptet wird, mit der bedingten Entlassung sei die Tat gesühnt und damit dann auch vergeben. Die Wirklichkeit der Täterinnen und Täter kann das jedoch nicht abdecken, weil sie genau das nicht erleben. Und die Vorstellung einer Versöhnung mit sich selbst widerspricht zutiefst dem Wesen der Versöhnung.
Gäste
– Pfrn. Patrizia Weigl-Schatzmann, Klinikseelsorgerin, Universitäre Psychiatrische Klinik Waldau, Bern
– Dr. Lisanne Teuchert, Diakoniewissenschaftliches Institut Heidelberg
– Tanja Knodel, Rechtsanwältin, Zürich
– Andreas Naegeli, Direktor der Justizvollzugsanstalt (JVA) Pöschwies
Leitung/Moderation
– Dr. Frank Stüfen, Gefängnissseelsorger, Reformierte Kirche Kanton Zürich
– Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verlag Gefängnisseelsorge

Die Enzyklopädie der digitalen Ära, Wikipedia, beansprucht demokratischen Wissensaustausch und freie Informationsverfügbarkeit zu fördern. Sie ist eine der zehn meistbesuchten Seiten weltweit und damit eine einflussreiche Wissensquelle.
Doch wer sind eigentlich die Menschen, die freiwillig Texte verfassen und wer hat die Hoheit über die Inhalte? Und wie kann man Texte mitschreiben und Bilder einstellen?
Workshop-Leitung
Ulrich Lantermann, Community Manager, Wikimedia CH
Moderation
Dana Sindermann, Leitung Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik an der Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Wikimedia CH und Karl der Grosse.
Souveränität einer Plattform
Die Enzyklopädie der digitalen Ära, Wikipedia, beansprucht demokratischen Wissensaustausch und freie Informationsverfügbarkeit zu fördern. Sie ist eine der zehn meistbesuchten Seiten weltweit und damit eine einflussreiche Wissensquelle.
Doch wer sind eigentlich die Menschen, die freiwillig Texte verfassen und wer hat die Hoheit über die Inhalte? Und wie kann man Texte mitschreiben und Bilder einstellen?
Workshop-Leitung
Ulrich Lantermann, Community Manager, Wikimedia CH
Moderation
Dana Sindermann, Leitung Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik an der Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Wikimedia CH und Karl der Grosse.
Flyer
Die Souveränität einer Plattform
Rituale in der Altersarbeit

Rituale geben den Menschen Geborgenheit, Orientierung und Zugehörigkeit. Gerade in den Situationen des Übergangs wie bei einem Umzug oder einem Todesfall können sie unterstützend wirken und die Menschen in der Bewältigung von einschneidenden Veränderungen stärken.
In der Altersarbeit begegnen wir zunehmend Menschen mit verschiedenen kulturellen und religiösen Hintergründen. Kultur und Religion sind prägende Elemente von Ritualen und gerade für Menschen mit Migrationshintergrund können sie Halt und Struktur geben.
Die Tagung näherte sich als erstes dem Wesen der Rituale an, erläuterte deren Bezug zu Kultur und Religion und ging der Frage nach, welche Bedeutung sie in einer individualisierten Gesellschaft für die Altersarbeit haben kann.
In Vertiefungsgruppen wurden anschliessend Praxisbeispiele aus der stationären und ambulanten Altersarbeit vorgestellt und diskutiert.
Präsentationen
231129_Präsentation Jürg Fassbind
231129_Präsentation Michael Härteis
231129_Präsentation Sabine Zgraggen
231129_Präsentation Margot Klein
231129_Präsentation Fatima Urbano
Literaturliste
231129_Rituale_in_der_Altersarbeit_Literaturliste_ZHAW
Tagungsflyer
230713_Flyer-Rituale-in-der-Altersarbeit (2)
Kooperation
– Stadt Zürich, «Fachstelle Zürich im Alter» und «Stadtentwicklung»
– Pro Senectute Kanton Zürich
– SAWIA, Pflege im Alter – Wohnen im Quartier
– Age Stiftung
– Paulus Akademie
KOLLEKTIVGUT IM INTERNET

Mehr Freiheit und mehr Demokratie waren die grossen Versprechen des Internets. Google, Meta & Co. haben sich derweil zu gigantischen Mächten ausgedehnt, die nach immer mehr Daten und Profit gieren. Doch jenseits dieser Silicon-Valley-Welt haben idealistische Communities einen beachtlichen Kosmos nichtkommerzieller Online-Projekte wie Wikipedia oder OpenStreetMap erschaffen.
Wie funktionieren sie, wer sind ihre wichtigsten Vertreter und wie kann man die Projekte nutzen und mitgestalten?
Gast
Stefan Mey, IT-Journalist und Autor des Buches Der Kampf um das Internet
Moderation
Dana Sindermann, Leitung Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik an der Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Wikimedia CH und Karl der Grosse
Flyer
Kollektivgut Internet
UFF, WAS TUN!?

Muss ich immer die Wahrheit sagen? Muss ich alles mit meiner besten Freundin teilen? Darf ich von den Fehlern anderer profitieren?
Gemeinsam haben Primarschulkinder und ihre erwachsenen Begleitpersonen mögliche Antworten erkundet.
Programm
12.30 bis 13.30 Uhr Spaghetti-Zmittag
13.30 bis 14.30 Uhr Runde 1: Kinder und Erwachsene philosophieren gemeinsam
14.30 bis 15.00 Uhr Pause
15.00 bis 16.00 Uhr Runde 2: Kinder und Erwachsene philosophieren unter sich
16.00 bis 16.30 Uhr Pause
16.30 bis 17.00 Uhr Teilen der Ideen aus Runde 2
Moderation
Das Team der Fachstelle «Philosophieren mit Kindern» der Pädagogischen Hochschule der FHNW und die Fachbereichsleitenden der Paulus Akademie
Flyer
PhiloNami
KUNST UND STILLE

Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Lungenkraut, 2017, Kunsthaus Bregenz
In der meditativen Auszeit über Mittag steht in unserem Raum der Stille jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lädt zur äusseren und inneren Betrachtung ein. Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gibt dazu Impulse, die man und frau auf sich wirken lassen kann.
«Kunst und Stille» bietet einen Rahmen, um aufzuatmen und sich von Schönheit berühren zu lassen. Das betrachtete Werk kann jeweils als Kunstkarte in den Alltag mitgenommen werden.
Ich hörte die Stille
und öffnete meine Seele dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn
Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care
Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care
Daten
Dienstag, 29.8. | 26.9. | 31.10. | 21.11. | 5.12.2023, jeweils 12.30 bis 13.00
Die Auszeiten können einzeln und ohne Anmeldung besucht werden.
Flyer
230829ff_Kunst-und-Stille (2)
GIFT UND GNADE

Nach zehn Jahren begegnen sich ein Mann und eine Frau am Ort, an dem ihr gemeinsames Kind begraben wurde. Ihre Beziehung hat dem Schicksalsschlag nicht Stand gehalten. Das schnörkellose, starke Theaterstück «Gift. Eine Ehegeschichte» der holländischen Autorin Lot Vekemans ist die Suche zweier Menschen nach einem Neuanfang. Das Spiel geht über in einen Dialog mit dem Publikum.
Eine Theaterproduktion von Ecoutevoir und MTL Produktionen.
Gäste
Eva Mann, Regisseurin
Lilian Naef, Schauspielerin
Markus Amrein, Schauspieler
Leitung
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Flyer
231119_Gift-und-Gnade (1)
Impressionen
MAKE PEOPLE BETTER

Im Jahr 2018 veränderte der chinesische Wissenschaftler Dr. He Jiankui die genetische Struktur von Embryonen, um die ersten genomeditierten Babys der Welt hervorzubringen. Sein kontroverses Experiment löste einen internationalen Aufruhr aus. Der Dokumentarthriller enthüllt die Geschichte hinter diesem historischen wissenschaftlichen Ereignis aus der Perspektive derjenigen, die dabei waren.
Im Anschluss an den Film:
Gespräch «Genomeditierte Babys nach Mass?»
Gast
Dr. Tobias Eichinger, Institut für biomedizinische Ethik, Universität Zürich
Moderation
Dr. Sebastian Muders, Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie
Eine Veranstaltung im Rahmen des films for future festival in Kooperation mit dem Verein films for future und dem Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte (IBME) der Universität Zürich.
Veranstaltungsort
Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich
TRAILER
Israels 9/11 – Ursachen und Folgen
„Israel wurde nach der Shoa gegründet, um Juden aus aller Welt eine sichere Heimat zu bieten. Es ist Aufgabe des Staates, die Zivilbevölkerung vor Pogromen zu schützen.“ (Moshe Zimmermann)
„Eine Regierung von Amateuren und Ideologen …“ (Moshe Zimmermann)
Im Blick auf die Geschichte des Staates Israel seit seiner Gründung im Jahr 1948 und die gegenwärtige Regierungskonstellation thematisierte der international renommierte Historiker Moshe Zimmerman die mögliche Transformation Israels und des Nahen Ostens aufgrund des pogromartigen Terrorüberfalls der Hamas am 7. Oktober 2023.
Referent: Prof. em. Dr. Moshe Zimmermann, The Hebrew University of Jerusalem
Der israelische Historiker Moshe Zimmermann wurde 1977 an der Hebräischen Universität Jerusalem promoviert und ist ebendort seit 1986 Direktor des „Richard-Koebner-Center for German History“. Seine Forschungsschwerpunkte sind die deutsche Sozialgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts sowie die Geschichte der deutschen Juden und des Antisemitismus. 2005 wurde Zimmermann von Bundesaußenminister Joschka Fischer in die Unabhängige Historikerkommission zur Untersuchung der Geschichte des Auswärtigen Amtes im Nationalsozialismus und den Umgang mit dieser Vergangenheit nach 1945 berufen.
Moshe Zimmermann lehrte als Gastprofessor in Heidelberg, Kassel (Franz-Rosenzweig-Gastprofessur), Princeton, Halle, München und Jena. Er veröffentlichte in Deutschland zahlreiche Aufsätze über deutsch-jüdische Geschichte, die deutsch-israelischen Beziehungen, über Erinnerungsarbeit und Holocaust sowie zum Thema Europa. Für seine Forschungen erhielt Zimmermann zahlreiche Preise.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Akademie am Dom, Wien