Etty Hillesum 1914 | 1943 | 2024

Die Tagebücher und Briefe der jungen jüdischen Niederländerin Etty Hillesum sind ein bewegendes Dokument des Holocaust und viel mehr als das: Man entdeckt in ihnen auch philosophische Lebenskunst, Mystik des Alltags und Ethik des Mitleidens. Vor allem lassen sie aber auch Etty Hillesum als scharfe Beobachterin und begnadete Schriftstellerin zum Vorschein kommen.
Nun liegen Etty Hillesums sämtliche Tagebücher und Briefe erstmals in deutscher Übersetzung als Gesamtausgabe vor – herausgegeben von Pierre Bühler im Verlag C.H. Beck:
https://www.chbeck.de/hillesum-chronistin-dieser-zeit/product/34312697.
Gäste
– Pierre Bühler, Professor em. für Systematische Theologie an der Universität Zürich
– Christina Siever, Dr. phil, Germanistin, Niederlandistin und Übersetzerin
– Omri Ziegele, Saxofonist
Moderation
– Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Las Toreras
«Las Toreras» ist ein Film über Versöhnung, den Mut und die Kraft, sich familiären Tabus zu stellen. Trotz schwerer Kindheit hat Jackie ihr Glück als Künstlerin gefunden. Als sie die dunkle Vergangenheit einholt, macht sie sich mit ihrer Kunstfigur Jack Torera auf den Weg.
Gelingt es ihr, das Unglück ihrer psychisch kranken Mutter zu enträtseln, das ihre Kunst inspiriert, aber ihre Familien in der Schweiz und in Spanien entzweit hat?
Am Zurich Film Festival 2023 wurde «Las Toreras» u. a. mit dem Filmpreis der Zürcher Kirchen ausgezeichnet. Im anschliessenden Talk tauschten sich Mitglieder der Jury mit der Filmemacherin und ihrem im Film mitwirkenden Vater aus.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem rectv und filmbringer
Gäste
Jackie Brutsche, Regisseurin
Paul Brutsche, Protagonist
Sophia Rubischung, Jurymitglied, Filmschaffende
Tobias Grimbacher, Jurymitglied, Mitglied des Synodalrates der Katholischen Kirche im Kanton Zürich
Moderation
Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
Flyer
240115_Las Toreras
Impressionen
Bilder: Kim Odermatt
WITIKER GESPRÄCHE ÜBER MIGRATION
Kaum ein Thema hält Europa zurzeit derart in Atem wie die Migration. Migration wird von Flüchtenden als Verheissung von Heimat und von Ansässigen als Bedrohung von Heimat erfahren. Auch die Bibel ist über weite Strecken ein Buch, das von Heimatverlust und Heimatsuche handelt. Frank Mathwig erinnert daher an die biblisch-theologische Sicht, dass Christinnen und Christen selbst in eine Migrationsexistenz getauft sind und in ihren Lebenswelten zugleich beheimatet und heimatlos sind. Vor diesem Hintergrund fragt er zunächst nach einem theologischen und anschliessend nach einem sozialethischen Zugang zur globalen Herausforderung der Migration.
Gast
Prof. Dr. Frank Mathwig, Beauftragter für Theologie und Ethik bei der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz, EKS und Titularprofessor für Ethik, Universität Bern
Leitung und Moderation
Prof. Dr. Erich Bosshard- Nepustil, Pfarrer Reformierte Kirche Zürich Witikon
Eine Kooperation der Paulus Akademie mit dem Seelsorgeraum St. Anton–Maria Krönung und der Reformierten Kirchgemeinde Zürich Witikon.
Flyer
240125ff_Witiker-Gespraeche
Referat
Frank Mathwig – Theologisch-ethische Überlegungen zur Migration
Das Heilige bauen – Teil I/IV
Religionen definieren, was Menschen heilig ist, und grenzen es räumlich aus. So entstanden mit der Sesshaftwerdung des Menschen die ersten Tempel, in deren Tradition auch der Tempel von Jerusalem stand. Dieser galt als Mitte der Welt, um die sich alles dreht. Zwar wurde er 70 n. Chr. von den Römern zerstört, doch seine Traditionen leben im Felsendom und in der Westmauer weiter, die von christlicher Seite nur wenig schicklich auch als Klagemauer bezeichnet wird. So zeigen der Tempel, der Felsendom und die Westmauer eine Geschichte des Gottesdenkens in Stein.
Teil I
Archäologische Grabungen zeigen, wie die ersten Tempel entstanden und schließlich jene Form fanden, die dem Tempel von Jerusalem zugrunde lag. Von diesem ist allerdings nur noch die Tempelplattform aus der Zeit von König Herodes dem Großen erhalten. Wie der Bau selbst ausgesehen hat, können wir nur mittels seiner antiken Beschreibungen rekonstruieren.
Vierteilige Online-Vortragsreihe mit Prof. Dr. Klaus Bieberstein:
– Dienstag, 9. Januar 2024 – Teil I: Die Geschichte der Tempelbauten in der Levante
– Dienstag, 16. Januar 2024 – Teil II: Die theologischen Deutungen des Tempels von Jerusalem
– Dienstag, 23. Januar 2024 – Teil III: Der Felsendom in der Tradition des Tempels
– Dienstag, 30. Januar 2024 – Teil IV: Die Westmauer in der Tradition des Tempels
Weitere Informationen sind im Flyer (PDF) zu fin
Eine Kooperation mit der Katholischen Akademie in Bayern.
Geboren am Weg

Die franziskanische Familie feiert 2023 bis 2026 verschiedene 800-Jahr-Feiern. An Weihnachten 2023 sind es 800 Jahre seit jener Krippenfeier, in der Franz von Assisi mit lebenden Tieren in einer Höhle an die beherzte Menschwerdung Gottes erinnerte. Sein sinnliches Feiern inspirierte nicht nur die Krippenkultur in aller Welt. Sie erinnert auch an Gottes Zusage, die zum Auftrag an Kirchen und Religionen wird: «Friede allen Menschen» erfahrbar zu machen.
Gäste
– Br. Dr. Niklaus Kuster, Kapuziner, Tauteam
– Nadia Rudolf von Rohr, Tauteam, Leitung FG Deutsche Schweiz
– Bischof Br. Dr. Paul Hinder, Kapuziner in Arabien
– Prof. Dr. Nicola Ottiger, Leiterin des Ökumenischen Instituts der Universität Luzern
– Sr. Christina Mülling, Franziskanerin, Geschäftsführerin INFAG
– Br. Dr. Johannes Roth, Franziskaner und Bibliker
– Dr. Sissi Mettier-Mangholz, Kunsthistorikerin
– Br. Mathias Müller, Franziskaner
Konzeption, Leitung und Moderation
– Tauteam der INFAG (Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft)
– Br. Dr. Paul Zahner, Franziskaner
– PD Dr. Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
Das detaillierte Programm sowie die Beschreibung der Workshops finden Sie hier im Tagungs-Flyer (PDF).
Impressionen
Fotos: Br. Martin Barmettler
Kulturelle Biographien

Monika Dommann teilt mit uns ihre Watchlist und erzählt, welche Filme sie geprägt haben. Worüber kann sie immer wieder lachen? Welche Bilder kriegt sie nicht mehr aus dem Kopf? Ist sie süchtig nach Serien? Im Talk mit Thomas Binotto und begleitet von Filmausschnitten gibt Monika Dommann einen überraschenden Einblick in ihre Biographie – eine einmalige Gelegenheit, eine der bekanntesten Historikerinnen der Schweiz von einer ganz neuen Seite kennenzulernen.
Gast
Monika Dommann, Professorin am Historischen Seminar der Universität Zürich
Moderation
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Thomas Binotto, Redaktionsleitung Forum
LEIB CHRISTI – VERKÖRPERUNG GOTTES IN DER WELT?

Nach christlichem Glauben ist Gott in Jesus von Nazareth Mensch und damit Körper geworden. Sich Gott konkret verkörpert vorzustellen, ist nicht nur theologisch, sondern auch politisch brisant: Wer oder was verkörpert Gott über die Geschichtlichkeit eines Jesus von Nazareth hinaus? Welche Antworten bietet die kirchliche Tradition? Wo drängen sich Neujustierungen auf, damit sich «Leib Christi» in der heutigen Welt als geglücktes Zeichen des Heils verstehen lässt? Theologieprofessorin Saskia Wendel teilte ihre Überlegungen und Erkenntnisse mit uns.
Gast
Prof. Dr. Saskia Wendel, Professorin für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen
Moderation
Veronika Bachmann, Paulus Akademie, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion
Zukunft der Pflege
Dem Schweizer Stimmvolk ist eine starke Pflege wichtig. Das signalisierte es klar mit der Annahme der SBK-Pflegeinitiative vor rund zwei Jahren. Bund und Kantone sind seitdem dazu verpflichtet, für eine angemessene pflegerische Versorgung zu sorgen.
Doch was hat sich getan? Wie steht es um den Pflegeberuf und sein Ansehen? Und wie können Pflegefachpersonen und ihr Verband Hand in Hand mit Politik, Medien und Arbeitgebern eine positive Vision von Pflege entwickeln und umsetzen?
Wir fühlten prominenten Gästen aus Politik, Medien und dem Gesundheitswesen auf den Puls.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem SBK-Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und -männer, Sektion Zürich/Glarus/Schaffhausen.
Moderation
Kuno Betschart, Pflegefachmann und Geschäftsführer SBK ZH/GL/SH und Dana Sindermann, Leiterin Fachbereich Wirtschafts- und Sozialethik an der Paulus Akademie
Leitung
Kuno Betschart, Dana Sindermann und Keti Widmer, Leiterin Bildung SBK ZH/GL/SH
Flyer
Flyer_Zukunft der Pflege
Impressionen
Kunst und Stille

Erika Eisenhut, ohne Titel, 2022, 140 x 120cm
In der meditativen Auszeit über Mittag steht in unserem Raum der Stille jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lädt zur äusseren und inneren Betrachtung ein. Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gibt dazu Impulse, die man und frau auf sich wirken lassen kann.
«Kunst und Stille» bietet einen Rahmen, um aufzuatmen und sich von Schönheit berühren zu lassen. Das betrachtete Werk kann jeweils als Kunstkarte in den Alltag mitgenommen werden.
Ich hörte die Stille
und öffnete meine Seele dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn
Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care
Daten
Dienstag, 29.8. | 26.9. | 31.10. | 21.11. | 5.12.2023, jeweils 12.30 bis 13.00
Die Auszeiten können einzeln und ohne Anmeldung besucht werden.
Oskar und die Dame in Rosa

Es ist eine herzergreifende Geschichte, die der Krankheit, dem Sinn des Lebens und der Unabänderlichkeit des Todes begegnet – ohne Berührungsängste, aber einfühlsam, zart und mit einer Prise Humor.
Oskar, der kleine Held in diesem Stück, ist im Krankenhaus. Seine Mutter hat Angst, mit ihm über die Wahrheit zu reden. Nur Oma Rosa, eine ältere Pflegerin im Krankenhaus, hat den Mut, mit Oskar über seine Fragen und seine Erlebnisse nachzudenken. Auf Oma Rosas Empfehlung hin schreibt er seine Gedanken in Briefen an den lieben Gott.
Eine Kooperation mit www.spektakulum.ch
Gäste
DUNJASCHA, Schauspielerin
Hleb Sidaruk, Musiker (Violoncello)
Flyer
231201_Oskar und die Dame in Rosa


