Kunst und Stille

In den Auszeiten über Mittag steht in unserem Raum der Stille jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lädt zur äusseren und inneren Betrachtung ein. Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gab dazu Impulse, die man und frau auf sich wirken lassen kann.

«Kunst und Stille» bietet einen Rahmen, um aufzuatmen und sich von Schönheit berühren zu lassen. Das betrachtete Werk kann jeweils als Kunstkarte in den Alltag mitgenommen werden.

Ich hörte die Stille
und öffnete mich dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn

Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care

Daten
Dienstag, 20.2. | 16.4. | 28.5. | 18.6. | 2.7.2024, jeweils 12.30 bis 13.00

Flyer
240220ff_Kunst und Stille

Der Papst der Enttäuschungen

Am 10.4.2024 fand an der Paulus Akademie die Vernissage des neu erschienen Buches «Der Papst der Enttäuschungen. Warum Franziskus kein Reformer ist» statt. Ist Franziskus wirklich ein Reformpapst? Der Zürcher Publizist Michael Meier schildert in seinem Buch detailliert die spannende Geschichte des Pontifikats und zieht eine nüchtern-realistische Bilanz: Franziskus ist mehr Seelsorger und Hirte als Reformer! Im Einzelfall lässt er Gnade vor Recht ergehen, stellt Barmherzigkeit über Lehramt und Dogma, ohne dieses aber zu ändern. Er belässt alles beim Alten. Falsche Erwartungen weckt der Papst aus dem Süden auch mit seiner Frauenförderung, der Kardinalspolitik der Peripherie und dem Synodalen Prozess. Geopolitisch fährt er tendenziell einen antiwestlichen Kurs.

An der Vernissage stellten sowohl der Buchautor als auch der aus Rom angereiste Vatikanexperte Marco Politi, der selber mehrere Bücher zu Franziskus verfasst hat (u. a. «Franziskus unter Wölfen» und «Im Auge des Sturms») ihre Sicht auf Papst Franziskus dar und kamen darüber ins Gespräch.

Gäste
– Michael Meier, Theologe und Publizist
– Marco Politi, Vatikanexperte und Autor zahlreicher Bücher

Moderation
– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie

Flyer

Artikel von Vera Rüttimann im Pfarrblatt Bern zur Veranstaltung

 

Impressionen

Fotos von Sibylle Ratz

Die digitale Verwandlung der Demokratie

Die Unmengen an Daten und Meinungen, die wir im weltweiten Netz hinterlassen, wecken neben den Begehrlichkeiten von Werbetreibenden und Online-Handel vermehrt auch jene aus der Politik. Gleich ob nationale Referenden, Parlamentswahlen oder politisches Agenda-Setting: Die Möglichkeiten der Algorithmen, Menschen zu mobilisieren, gesellschaftliche Stimmungen zu verstärken und Abstimmungen zu beeinflussen, sind heute beinahe unbegrenzt.
Welche Chancen und Risiken birgt politische Meinungsbildung im Bereich des Digitalen, etwa mit Blick auf den immer mehr um sich greifenden Einsatz künstlicher Intelligenz?

Gäste
Sylke Gruhnwald, Journalistin, Preisträgerin u. a. des «Swiss Press Award» und des «Grimme Online-Award»

Moderation
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Dr. Reik Leiterer, Center for Lifelong Learning Universität Zürich

In Kooperation mit dem Center for Lifelong Learning der Universität Zürich und dem Lilly Jo

Präsentation von Sylke Gruhnwald
240410_Die digitale Verwandlung der Demokratie_Sylke Gruhnwald

Flyer
Flyer_L&L_Die digitale Umwandlung der Demokratie

Wenn Wirtschaft und Ethik fusionieren

Wirtschaft und Ethik – was für viele ein Gegensatz ist, versucht die junge Disziplin der Wirtschaftsethik begründet zusammenzuführen. Dabei befeuern ausgerechnet die negativen Auswirkungen der kapitalistischen Wirtschaftsweise den Erfolg der Wirtschaftsethik. Ob das nachhaltig gebraute Bier, die fair produzierte Jeans oder der klimaneutrale Beton – kaum ein Unternehmen, kaum ein Angebot, das sich nicht als ethisch, fair oder nachhaltig gibt. Aber was bedeutet fair, wofür steht nachhaltig und was heisst verantwortungsvoll? Die Wirtschaftsethik bietet Reflexionsplateaus, um ökonomische Prozesse ethisch zu reflektieren. Darüber hinaus bietet sie Ansätze, wie Produzenten, Führungskräfte und Unternehmen diese ethischen Ansprüche umsetzen können.

Dieser Kurs führte in die wichtigsten Begriffe, Werte und Ansätze der Wirtschaftsethik ein. Er richtete sich an diejenigen, die ein fundamentales Verständnis von Wirtschaftsethik gewinnen wollen: was ist Wirtschaftsethik, warum hat sie sich herausgebildet und wie setzt sie in der Lösung der Probleme an, die die global verflochtene Wirtschaft verursacht?

09.04. Wirtschaft neu denken
Ob DeGrowth, Effektiver Altruismus oder SharingEconomy. Diese Ansätze zielen auf eine soziale und ökologische Transformation der Wirtschaft ab und werden teils erfolgreich umgesetzt. Wie funktionieren diese Ansätze und was ist ihr Potenzial für die Beschleunigung der sozialen und ökologischen Wende?

Moderation
Dr. Dana Sindermann, Leiterin des Fachbereichs Wirtschafts- und Sozialethik, hat an der Universität St.Gallen im Bereich Wirtschaftsethik doktoriert.

Flyer
240227ff_Wirtschaftsethik-Seminar_Flyer

Präsentation
20240409_Präsi_Wirtschaftsethikkurs 4

Handout
20240409_Handout_Wirtschaftsethikkurs 4

Gruselige Grüne Gentechnik?

Seit 2005 ist der Anbau gentechnisch veränderter Organismen in der Schweiz verboten; erlaubt ist er nur zu Forschungszwecken. Alle vier Jahre werden die geltenden Bestimmungen überprüft. Zuletzt hat der Bundesrat 2021 das Moratorium verlängert, in diesem Jahr steht erneut die Frage nach Lockerungen für die Zeit nach 2025 im Raum. Stellen gentechnische modifizierte Pflanzen eine Gefahr für Mensch und Umwelt dar? Oder sind sie im Gegenteil Bewahrer der biologischen Diversität? Gehören Dank ihrer Hilfe Hungersnöte bald der Vergangenheit an? In unserem Workshop sind alle eingeladen, ihre Meinung einzubringen und sich miteinander auszutauschen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein Carbon Copy

Gäste
– Prof. Beat Keller, Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie, Universität Zürich
– Dr. Monika Messmer, Departement für Nutzpflanzenwissenschaften, Forschungsinstitut für biologischen Landbau

Moderation
– Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie
– Philip Widmer und Christian Horvat, Carbon Copy

Flyer
240327_Gruselige Grüne Gentechnik_Flyer

Präsentation
Dialog 2.0 (Gruselige Grüne Gentechnik)

Präsentation Beat Keller
BKeller_Input_27 März

Impressionen

DAS RECHT AUF SEXUALITÄT

Jeder Mensch, ob mit oder ohne kognitiver Beeinträchtigung, hat das Recht auf eine dynamische und vitale Sexualität.
In diesem Seminar geht es nicht um Berührungen und aktive Sexualassistenz, sondern um eine ganzheitliche Betrachtung der Sexualität von kognitiv beeinträchtigten Menschen; die Teilnehmenden werden befähigt, Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung im Lebensbereich Sexualität professioneller, korrekter und kompetenter zu begleiten.

Seminarziele
Folgende Fragen standen im Mittelpunkt:
— Wie sieht eine angemessene Beziehungsgestaltung in höchstpersönlichen Themen aus?
— Wie kann auf Bedürfnisse von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung eingegangen werden?
— Wie können Menschen mit Beeinträchtigungen in ihren sexuellen Rechten gestärkt werden?

Dabei wurde besprochen:
— Was zur Begleitung gehört und was nicht.
— Besonderheiten und Herausforderungen des institutionellen Kontextes und des Begleitauftrages.
— Diverse Materialien für die sexuelle Bildung bei Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung.

Zielgruppe
Dieses zweitägige Seminar richtete sich an Angehörige und Fachpersonen, die Menschen mit Beeinträchtigungen begleiten oder betreuen.

Leitung
Andrea Gehrig, lic.rer.soc., studierte Kommunikationswissenschaften, Sozialarbeit und Betriebswirtschaft, bildete sich in Sexualpädagogik und Konfliktklärung weiter und ist nach vielen Jahren in leitender Position in der Privatwirtschaft heute vor allem in der Beratung und Personalentwicklung tätig.

Ein Seminar in Kooperation mit insos

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Programmflyer

Wenn Wirtschaft und Ethik fusionieren

Wirtschaft und Ethik – was für viele ein Gegensatz ist, versucht die junge Disziplin der Wirtschaftsethik begründet zusammenzuführen. Dabei befeuern ausgerechnet die negativen Auswirkungen der kapitalistischen Wirtschaftsweise den Erfolg der Wirtschaftsethik. Ob das nachhaltig gebraute Bier, die fair produzierte Jeans oder der klimaneutrale Beton – kaum ein Unternehmen, kaum ein Angebot, das sich nicht als ethisch, fair oder nachhaltig gibt.
Aber was bedeutet fair, wofür steht nachhaltig und was heisst verantwortungsvoll? Die Wirtschaftsethik bietet Reflexionsplateaus, um ökonomische Prozesse ethisch zu reflektieren. Darüber hinaus bietet sie Ansätze, wie Produzenten, Führungskräfte und Unternehmen diese ethischen Ansprüche umsetzen können.

Die Seminarreihe führt in die wichtigsten Begriffe, Werte und Ansätze der Wirtschaftsethik ein. Er richtet sich an diejenigen, die ein fundamentales Verständnis von Wirtschaftsethik gewinnen wollen: was ist Wirtschaftsethik, warum hat sie sich herausgebildet und wie setzt sie in der Lösung der Probleme an, die die global verflochtene Wirtschaft verursacht?

26.03. Arbeit und Anerkennung
Du bist, was Du tust. Unsere Arbeit bestimmt zu einem grossen Teil mit, wer wir sind und als wer wir wahrgenommen werden. Was bedeutet Arbeit aus wirtschaftsethischer Sicht? Worin besteht der Sinn von Arbeit? Und warum ist Anerkennung für unsere berufliche Leistung existenziell wichtig?

Referentin
Dr. Dana Sindermann, Leiterin des Fachbereichs
Wirtschafts- und Sozialethik, hat an der Universität St.Gallen im Bereich Wirtschaftsethik doktoriert.

Flyer
Programmflyer

Präsentation
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Handout
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MITGEFANGEN

Das Thema Angehörige von Inhaftierten (insbesondere auch deren Kinder) rückt zunehmend in den Fokus der Justizbehörden. Dies zeigt sich einerseits darin, dass das Zürcher Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons  Zürich eine fixe Fachgruppe Angehörige installiert hat. Andererseits wurde das Thema in der vom Bund beauftragten und Anfang Juni 2023 veröffentlichten Studie zur Situation von Kindern mit einem inhaftierten Elternteil schweizweit  aufgenommen.

Gäste
– Katrin Röhm, Leiterin Sozialdienst Untersuchungsgefängnisse Kanton Zürich
– Ivana Mehr, Extramural – Beratung und Begleitung für Angehörige von Inhaftierten
– Frank Stüfen, Verlag für Gefängnisseelsorge
– Betroffene Angehörige

Moderation
– Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
– Andreas Beerli, Leiter der Gefängnisseelsorge der Katholischen Kirche im Kanton Zürich

In Kooperation mit dem Verlag für Gefängnisseelsorge, dem Team72 und Extramural.

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240322_Mitgefangen

Fordernd, faul und arbeitsscheu

Die Generation Z bezeichnet Menschen, die nach 1995 geboren wurden. Sie ist die erste Generation, die mit der Digitalisierung gross geworden ist. Ihre eigene Zukunft sieht sie laut jüngster Studien immer düsterer. Von Medien, Politik und Öffentlichkeit wird die sogenannte GenZ nicht selten als fordernd, faul und arbeitsscheu beschrieben. Die Arbeit steht nach Familie, Freundschaft und Gamen ohnehin an hinterer Stelle, so die weitverbreitete Meinung. Wird da nicht etwas zu viel in die Generation Z hineinprojiziert? Wer sind die jungen Menschen wirklich, über die so viel geschrieben und gesprochen wird? Welche Herausforderungen sehen Fachpersonen aus den Bereichen Jugendarbeit und Berufsbildung im Umgang mit ihnen? Und wie kann ein guter und angemessener Umgang mit diesen jungen Menschen aussehen?
In wissenschaftlichen Inputs, im Dialog mit Fachpersonen und im Gespräch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind wir diesen Fragen an der Tagung auf den Grund gegangen.

Programm
Ab 09:15 Ankommen und Kaffee
10:00 Begrüssung und Einführung ins Thema; Arbeitsgruppe jugend+
10:30 Generation Z – Eine empirische Spurensuche; Fabienne Kaiser und Heidi Hirschfeld
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
11:45 Statements von Jugendlichen
12:30 Mittagspause (Stehlunch)
14:00 Vertiefungsworkshop Runde 1
15:00 Vertiefungsworkshop Runde 2
16:00 Schlussperle; Reena Krishnaraja, Comedian
16:30 Abschluss und Verabschiedung

Organisation:
– Rita Ambühl, kabel – Beratungsstelle rund um die Berufslehre
– Silvana Bartels, Jugendseelsorge Zürich
– Nicola Gross, okaj zürich – Kantonale Kinder- und Jugendförderung
– Jens van Harten, Reformierte Landeskirche Kanton Zürich
– Dana Sindermann, Paulus Akademie
– Thomas Wallimann-Sasaki, ethik22 – Institut für Sozialethik

Beispiele zum Workshop Panel D „Wertvorstellungen“
Spielblätter Antworten (verschoben)

Flyer
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PSYCHIATRIE ALS BEZIEHUNGSMEDIZIN

Der menschliche Geist ist mehr als ein Bündel von Hirnströmen. Als Mediziner und Philosoph argumentierte Thomas Fuchs für eine Perspektive, welche über das naturwissenschaftlich Messbare hinausgeht. Das Leben in Beziehung ist für den Menschen identitätsstiftend, ja das Gehirn selbst ist ein Beziehungsorgan. Für Fuchs birgt ein solches Menschenbild auch weiterführende Gesichtspunkte für die psychiatrische Arbeit und gibt Impulse für therapeutische Umgangsformen, wie uns Herr Fuchs anhand der depressiven Gemütsstörung illustrierte.

Gast
Thomas Fuchs, Karl Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universtiät Heidelberg und Träger des Erich-Fromm-Preises 2023 für die Verteidigung humanistischen Denkens.

Moderation
Sebastian Muders, Paulus Akademie
Gian Rudin, Pfarrei St. Josef Zürich
Stefan Gottfried, jenseits IM VIADUKT

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Pfarrei St. Josef und dem jenseits. Mit freundlicher Unterstützung von Katholisch Stadt Zürich

Präsentation Thomas Fuchs
Verteidigung des Menschen 2024

Flyer
Flyer_Psychiatrie-als-Beziehungsmedizin

Impressionen