Dorothee Sölle – MYSTIK I WIDERSTAND I POESIE
Die Aufnahme wurde von Sascha Oberholzer im Auftrag der Neuen Wege erstellt:
http://www.saschaoberholzer.com
https://neuewege.ch
Am 27. April 2003 starb die Theologin, Dichterin und Aktivistin Dorothee Sölle. Als scharfe Kritikerin von Kriegstreiben und imperialen Machtansprüchen provozierte sie Kirche und Politik. Als Mystikerin und Poetin suchte sie nach einer Frömmigkeit und einer Sprache, die Gott neu denkt. Bis heute sind ein Grossteil ihrer Visionen und Hoffnungen für diese Welt nicht nur uneingelöst, sondern drängender denn je: Geschlechtergerechtigkeit, der Schutz der Schöpfung und ein globales Wirtschaften, das ein gutes Leben für alle ermöglicht. Sind das nur Träume einer lyrisch veranlagten Utopistin? Wo verbinden sich heute Mystik, Widerstand und Poesie?
Die Zeitschrift Neue Wege, die Evangelischen Frauen Schweiz und die Paulus Akademie luden an diesem Abend dazu ein, sich von Dorothee Sölle inspirieren und herausfordern zu lassen.
Mit Kurzvortrag, literarischen Lesungen, Podiumsgespräch und Pausen-Apéro.
Gäste
– Li Hangartner, Feministische Theologin und Sölle-Kennerin
– Martina Schwarz, Theologin und Lyrikerin
– Bettina Dyttrich, WOZ-Redaktorin
– Tobias Adam, Theologiestudent und Klimaaktivist
Leitung und Moderation
– Gabriela Allemann, Präsidentin Evangelische Frauen Schweiz
– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
– Geneva Moser, Co-Redaktionsleiterin Neue Wege
Flyer
230331_Dorothee Sölle
Fotos: Nik Spoerri
Gertrud Kolmar 1894 ¦ 1943 ¦ 2023

Am Mittwoch, den 29 März 2023 fand die Veranstaltung Gertrud Kolmar statt.
Gertrud Kolmar galt als bedeutende deutschsprachige Dichterin, die jedoch bis heute nicht ausreichend gewürdigt worden war, während ihr literarisches Werk wie auch ihre Briefe mittlerweile gut zugänglich sind.
Für ihre heutigen Leserinnen und Leser war die Lektüre Kolmars mit dem Wissen um ihre Ermordung im März 1943 in Auschwitz verknüpft.
Ingeborg Gleichauf porträtiert in ihrem Buch «Alles ist seltsam in der Welt» eine jüdische Dichterin, die uns auch heute noch viel zu sagen hatte.
Gäste
– Dr. Ingeborg Gleichauf, freie Autorin
– Vera Bauer, Sprecherin, Musikerin, Bühnenautorin
– David Goldzycher, Musiker (Violine)
Leitung und Moderation
– Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
– Karen Roth-Krauthammer, Präsidentin Omanut, Forum für jüdische Kunst und Kultur
Flyer
230329_Gertrud Kolmar
Lernen macht Schule!

Lernen macht Schule!
Impulse für einen zeitgemässen Unterricht
Kaum ein Feld ist pädagogisch derart hart umkämpft wie der schulische Unterricht: Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir; aber welche Fächer und Erziehungsstile helfen, unsere Kinder fit für die Zukunft zu machen? Alte Sprachen oder Programmiersprachen? Mathe oder Musik? Integrative Förderung oder Förderklassen?
In unserem Podium gingen wir diesen Fragen nach und diskutierten Ideen für einen zeitgemässen Unterricht.
Gäste
- Prof. Dr. Noah Bubenhofer, Professor für Deutsche Sprachwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Zürich
- Dr. Annie Bissonnette, Lehrperson für Begabungsförderung bei der Stadt Zürich
- Klára Sokol, Direktorin der Stiftung éducation21, dem nationalen Kompetenzzentrum und der Fachagentur der Erziehungsdirektorenkonferenz für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Schweiz
Moderation
- Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
- Dr. Reik Leiterer, Center for Life
- long Learning UZH
In Kooperation mit dem Center für Lifelong Learning UZH
Flyer
Flyer_Lernen macht Schule
La furiosa realidad

Am Mittwoch den, 22. März 2023 fand die Veranstaltung La furiosa realidad statt.
Regie: Fernando Romero-Forsthuber & Delfino Cuevas
24 Minuten | Österreich/Mexiko | Carlota International, 2023
Padre Marcelo Pérez Pérez ist katholischer Priester in Chiapas, Mexiko. Die Erfahrung, dass dort viele Menschen unter Unrecht, Gewalt und Repression litten, prägt sein Wirken. An der Seite des Volkes setzte er sich für Würde, Gerechtigkeit und Frieden ein. Den politischen und wirtschaftlichen Eliten kam er damit in die Quere; nach vielen Diffamierungen, Morddrohungen und Attentaten wurde auch ein Antrag auf Ausstellung eines Haftbefehls gegen den Priester erlassen.
Der Film und das anschliessende Gespräch mit dem Filmemacher und Produzenten Fernando Romero-Forsthuber ermöglichen zu verstehen, warum Padre Marcelo in Chiapas so beliebt und so verhasst war.
Gast
Fernando Romero-Forsthuber, Filmemacher und Produzent
Moderation
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Die Romerotage erinnern an Erzbischof Óscar Romero. Er kämpfte für Arme und Unterdrückte in El Salvador. Am 24. März 1980 wurde er auf Befehl der damaligen Militärjunta getötet, 2018 sprach ihn Papst Franziskus heilig.
Tipp:
BODEN DER GERECHTIGKEIT – Luzerner Romerotage 2023 in und um das Romerohaus Luzern
Dieses Jahr werden die Luzerer Romerotage neben der bestehenden (Comundo-BMI-Thebe) in einer neuen Kooperation mit der kath. Stadtkirche Luzern und mit Fastenaktion durchgeführt. Die Veranstaltungen finden deshalb auch nicht nur im Romerohaus statt sondern auch in der Johanneskirche und vor allem in der Peterskapelle in der Altstadt.
Das ganze Programm finden sie hier: www.romerotage.ch
Flyer
230322_La furiosa realidad
Klimaschutz als runde Sache

Seit Juni 2022 hat das Nachdenken über den Klimawandel eine ganz neue Form gefunden: Der Klimaball rollte als rund drei Meter hohe Kugel durch Städte und über Plätze in der ganzen Schweiz, informierte über den Klimawandel und sammelt Meinungen zu verschiedenen Massnahmen für eine nachhaltige Gesellschaft.
Die Wanderausstellung besuchte vom 21. bis 30. März die Paulus Akademie, um auch dort Ideen zu sammeln, zu Dialog und Information einzuladen und unter ihren Besuchenden gemeinsame Nenner zu finden.
Am 21. März hatten wir zur Ausstellungseröffnung eingeladen, begleitet von einer kurzen Einführung und einem kleinen Umtrunk.
Flyer
Klimaball
Vom Koran bis zur Erklärung von Abu Dhabi

Der christlich-islamische Dialog hat sich im dritten Jahrtausend als Notwendigkeit und als Chance für ein Zusammenleben in Gerechtigkeit und Frieden erwiesen. Stephan Leimgruber ging in seinem neuen Buch historischen und zeitgenössischen Dialogformen nach, vom Koran bis zu den jüngsten offiziellen religiösen Verlautbarungen, der Gemeinsamen Erklärung von Abu Dhabi (2019) und der katholischen Enzyklika «Fratelli tutti» (2020).
Zentrale Themen des Buches werden im Gespräch mit der Islamwissenschaftlerin Rifa’at Lenzin und Martin Stewen, der fünf Jahre als Auslandspriester in Abu Dhabi gewirkt hat, vertieft und weitergeführt.
Gäste
– Prof. Dr. em. Stephan Leimgruber, Buchautor
– Dr. Rifa’at Lenzin, Islamwissenschaftlerin
– Dr. Martin Stewen, Vikar und Synodalrat der Katholischen Kirche im Kanton Zürich
Moderation
– PD Dr. Veronika Bachmann, Paulus Akademie
Witiker Gespräche über die Neutralität

Bild: iStock
MI, 25.1.2023, 19.30 bis 21.00 Uhr
Schweizer Neutralität in der Vergangenheit – eine Streitgeschichte
Von Bestimmungen im Kriegsvölkerrecht abgesehen, war die Schweizer Neutralität rechtlich nirgends definiert. Die Bundesverfassung nannte sie nur indirekt unter den Kompetenzen von Bundesrat und Bundesversammlung. Lange war sie für die Schweiz auch nicht mehr als ein Instrument zur Wahrung der nationalen Interessen und der Unabhängigkeit des Landes. Erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg avancierte die Neutralität zur Staatsmaxime. Seither wurde sie für viele Inbegriff der nationalen Identität, ja Essenz des Schweizertums schlechthin. Wie kam es dazu? Welche Funktion erfüllte die Neutralität in der jüngeren Geschichte der Schweiz? Und welche Entwicklungen trugen zu ihrer Verklärung bei?
Leitung und Moderation
Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Gast
Prof. Dr. Regula Ludi, Lehr-und Forschungsrätin Interdisziplinäres Institut für Ethik und Menschenrecht, Universität Fribourg
Veranstaltungsort
Saal der Katholischen Kirgemeinde Maria Krönung, Carl-Spitteler-Strasse 44, 8053 Zürich
Flyer zur Veranstaltung
Witiker Gespräche
Witiker Gespräche über die Neutralität

Bild: iStock
Am 18. Januar 2023 fand eine neue Veranstaltung der Reihe «Witiker Gespräche über die Neutralität» statt.
«In Übereinstimmung mit dem Neutralitätsrecht nahm die Schweiz nicht an Kriegen zwischen anderen Staaten teil», hiess es auf der Website des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten. Der Krieg in der Ukraine strapazierte unser politisches Verständnis von Neutralität: Konnte die Schweiz sich für den Weltfrieden engagieren, wenn sie neutral blieb? Oder würde die Preisgabe der Neutralität das Ende der Eidgenossenschaft bedeuten? Wie fand die Schweiz zu einer neuen und angemessenen Position? Immer wieder stellte sich diese Frage, wenn die politische Neutralität zur Debatte standt.
Leitung und Moderation
Dr. Andreas Rellstab, Pfarrer Seelsorgeraum St. Anton und Maria Krönung
Gast
Martin Dahinden, ehemaliger Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und ehemaliger Schweizer Botschafter in den USA
Dokumentation
Eine gekürzte Fassung des Referats «Neutralitätspolitik auf dem Prüfstand» wurde am 1. Februar 2023 in der Zeitschrift STRATOS veröffentlicht.
Witiker Gespräche über die Neutralität

Bild: iStock
Am 11. Januar 2023 fand eine Veranstaltung der Reihe «Witiker Gespräche über die Neutralität» statt.
Wenn die aktuellen Diskussionen über «Neutralität» eines gezeigt haben, dann dies: Im weiten Feld zwischen Stammtischen, Bundeshaus, sozialen Medien und auch Kirchen wurde der Begriff sehr unterschiedlich gebraucht. Neutralität wurde je nach Kontext positiv oder eher negativ besetzt , sie wurde etwa mit einem Nutzen (für die Schweiz) verbunden oder stand in einem spannungsvollen Verhältnis zur Solidarität (mit Hilfsbedürftigen).
Angesichts dessen stellt sich die Frage, ob jede Interessengruppe auf «ihre» Neutralität Anspruch hatte oder ob es Vorgaben gab, die besagten, was Neutralität «eigentlich» war. Wie konnte man sich da orientieren?
Leitung und Moderation
Prof. Dr. Erich Bosshard-Nepustil, Pfarrer Reformierte Kirche Zürich Witikon
Gast
Prof. Dr. Francis Cheneval, Ordinarius für Politische Philosophie, Universität Zürich
Stille Nacht mit lauter Botschaft

Am Dienstag, 20. Dezember 2022 fand die Veranstaltung „Stille Nacht mit lauter Botschaft“ statt.
Die Adventszeit diente als Einstimmung auf Weihnachten. Doch meistens war es die hektischste Zeit im Jahr. Mit dem Neutestamentler Robert Mucha gab es ein Last-Minute-Briefing für ein besseres Verständnis von Weihnachten.
Was hatte Weihnachten mit König David aus dem Alten Testament zu tun? Warum waren Engel, Hirten und die Heiligen Drei Könige mehr als Statisten? Welche Legenden, Traditionen und Apokryphen gab es rund um Weihnachten? Und was bedeutet die Verheissung „Friede auf Erden“ in Zeiten des Krieges?
Gast
– Dr. Robert Mucha, römisch-katholischer Theologe, Fachgebietsleiter Münchner Volkshochschule und Autor
Leitung und Moderation
– Dr. Veronika Bachmann, Paulus Akademie
– Dr. Raphael Rauch, Redaktionsleiter kath.ch
Eine Kooperation der Paulus Akademie mit dem Katholischen Medienzentrum, kath.ch.
Flyer
Stille Nacht