KUNST UND STILLE

In den Auszeiten über Mittag steht in unserem Raum der Stille jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lädt zur äusseren und inneren Betrachtung ein. Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gibt dazu Impulse, die man und frau auf sich wirken lassen kann.
«Kunst und Stille» bietet einen Rahmen, um aufzuatmen und sich von Schönheit berühren zu lassen. Das betrachtete Werk kann jeweils als Kunstkarte in den Alltag mitgenommen werden.
Ich höre die Stille
und öffne mich dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn
Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care
Daten
Dienstag, 20.8. | 24.9. | 29.10. | 19.11. | 3.12.2024, jeweils 12.30 bis 13.00
Die Auszeiten können einzeln und ohne Anmeldung besucht werden.
Flyer
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BRUDER KLAUS VON FLÜE

Christoph Sigrist erzählte die Geschichte von Bruder Klaus von Flüe (1417–1487) in der Form eines (fiktiven) Briefwechsels zwischen einer der Töchter von Bruder Klaus mit dem Einsiedler Ulrich, der etliche Jahre im selben Tal lebte. Dabei wurden zeitgenössische Dokumente eingearbeitet und aktuelle Bezüge deutlich gemacht. Denn einer der zentralen Inhalte des Wirkens von Bruder Klaus war der Friede Gottes auf Erden. In seinem Leben und Wirken entdeckte Christoph Sigrist eine faszinierende Spur für heute: Im Zweifel und im Einssein mit sich selbst und mit Gott kommt die Seele zur Schau des Friedens, der kraftvoll und mächtig in die Welt getragen sein will.
Auf der Grundlage dieses Buches entstand ein gleichnamiges Oratorium mit Musik von Hans-Jürgen Hufeisen, das am 8. Dezember 2024 im Grossmünster in Zürich uraufgeführt wird.
Gäste
– Christoph Sigrist, Theologe und Pfarrer
– Hans-Jürgen Hufeisen, Blockflötist, Komponist, Arrangeur und Choreograf
– Roland Gröbli, fundierter Kenner und Biograf von Niklaus von Flüe
Leitung
– Alexandra Steinegger, Leiterin Veranstaltungszentrum Paulus Akademie
Flyer
Bruder-Klaus-von-Fluee
DU BIST STARK

Im August 1224 zieht sich Franz von Assisi in einer tiefen Krise auf einen seiner Lieblingsberge zurück: La Verna. Die Einsamkeit der bewaldeten Bergkuppe bietet ihm Raum für den Abstieg in tiefste Innerlichkeit. Hier mündet eine lange Leidenszeit in eine lichtvolle Vision. Diese österliche Erfahrung befreit und stigmatisiert den Bruder. Sie prägt sein Gottesbild und ihn selbst, und sie findet Ausdruck im weiteren Weg der Brüdergemeinschaft.
Aus unterschiedlichen Blickwinkeln und im Austausch mit Fachleuten gingen wir Franziskus’ geheimnisvoller Erfahrung nach und überlegten, was sie für uns wertvoll
macht. Die Tagung stand allen Interessierten offen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der INFAG (Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft) und dem Tauteam.
Mitwirkende
– Dr. Claudia Mennen, Leiterin Bildung und Probstei Wislikofen
– Dr. Sissi Mettier-Mangholz, Kunsthistorikerin, Muttenz
– Nadia Rudolf von Rohr, Tauteam, Leitung FG Deutsche Schweiz
– Prof. Dr. Ursula Schumacher, Professorin für Dogmatik, Universität Luzern
– Dr. Almut Schweikert, Fachpsychologin für Psychotherapie, Näfels
– Prof. DDr. Reinhold Esterbauer, Professor für Philosophie, Universität Graz
– Br. Dr. Niklaus Kuster, Kapuziner, Tauteam
– Eugen Trost, Bildungsleiter im Mattli Antoniushaus, Morschach
– Br. Dr. Paul Zahner, Franziskaner
Konzeption und Begleitung
– Tauteam der INFAG (Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft)
– Br. Dr. Paul Zahner, Franziskaner
– Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Das detaillierte Programm finden Sie im Tagungs-Flyer (PDF).
Präsentationen
– Prof. Dr. Ursula Schumacher: Christusförmig leben
– Dr. Almut Schweikert: Krisen sind immer Chancen
– Br. Niklaus Kuster: Franziskus auf La Verna
– Prof. DDr. Reinhold Esterbauer: Wenn Gott ins Denken einfällt
Berichte
– Beitrag von Klaus Gasperi im Pfarreiblatt Uri Schwyz
Eine Meldestelle wirksam einrichten

Grosse Abhängigkeitsverhältnisse und Machtgefälle bestehen in vielen Organisationen – sei es in Kinder- und Jugend-, Behinderten- sowie Sportorganisationen oder in der Kirche.
Dabei stellt sich die Frage, ob eine Meldestelle einzurichten ist. Eine Meldestelle bindet Ressourcen. Darum soll sie möglichst wirkungsvoll sein und für Organisationen einen echten Mehrwert bieten.
Seminarinhalt
In diesem Seminar ging es um folgende Fragen:
— Welchen Part hat eine Meldestelle bei einer wirksamen Prävention?
— Was nützt eine Meldestelle?
— Was sind mögliche Aufgaben und Zuständigkeiten einer Meldestelle?
— Wie wird eine Meldestelle in die Organisation eingebettet?
— Wie wird die Schnittstelle zur Leitung definiert?
— Was geschieht, wenn eine Meldung eingeht?
— Was ist der Unterschied zwischen Meldungen und Krisen?
— Wie positioniert sich eine Meldestelle im Spannungsfeld von Organisationsauftrag, Vertraulichkeit und Anonymität.
— Wie wird Prävention und eine Meldestelle in die Organisationskultur implementiert?
— Ist eine externe oder interne Meldestelle oder beides einzurichten?
Neben Fachinput wurde auch Raum für Diskussion und gegenseitigen Erfahrungsaustausch gegeben.
Zielgruppe
Dieses Seminar richtet sich an Leitungspersonen, die vor der Herausforderung stehen, eine Meldestelle einzurichten oder eine bereits eingerichtete Meldestelle wirkungsvoll zu gestalten.
Ein Seminar in Kooperation mit ARTISET
Leitung
Andrea Gehrig, lic.rer.soc., studierte Kommunikationswissenschaften, Sozialarbeit und Betriebswirtschaft, bildete sich in Sexualpädagogik und Konfliktklärung weiter und ist nach vielen Jahren in leitender Position in der Privatwirtschaft, heute vor allem in der Beratung und Personalentwicklung tätig.
STREIFZÜGE DURCH DAS NÖRDLICHE BALTIKUM

Die baltischen Staaten sind in den letzten Jahren immer stärker in das öffentliche Interesse gerückt. 1991 konnten die drei Länder ihre Unabhängigkeit wiedererlangen und traten 2004 der Europäischen Union bei. Die Transformation haben sie erfolgreich durchlaufen. Allerdings fühlen sie sich durch das aggressive Vorgehen Russlands zunehmend bedroht.
Die gemeinsam von der Paulus Akademie und dem Forum Religion und Gesellschaft in Ost und West organisierte Bildungs- und Kulturreise erlaubte es, den nördlichen Teil des Baltikums zu bereisen. Programmschwerpunkte bildeten die estnischen Städte Tallinn, Narva und Tartu (Europäische Kulturhauptstadt 2024) sowie die lettische Hauptstadt Riga. Gespräche mit zivilgesellschaftlichen und religiösen Vertreterinnen und Vertretern boten aufschlussreiche Einblicke in die sowjetische Vergangenheit und in die Prozesse der (Wieder-)Staatswerdung nach 1991, beleuchteten aber auch die aktuelle politische und religiöse Situation in Estland und Lettland. In Riga bildete die Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte und Gegenwart einen Schwerpunkt. Betroffenheit löste der Besuch der Mahnmale von Bikernieki und Rumbula aus. Allein im Kiefernwald von Rumbula wurden Ende 1941 innerhalb von zwei Tagen über 26’000 lettische und über 1000 Jüdinnen und Juden aus Berlin erschossen.
Trotz Hauptfokus auf urbane Zentren besuchte die Gruppe auch ländliche Gebiete – in Estland z. B. den Nationalparks Lahemaa, die Küste des Peipussees und das Dorf Kolkja mit seinem Museum der Altgläubigen.
Reiseleitung
– Stefan Kube, Leiter Forum RGOW – Religion & Gesellschaft in Ost und West
– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
Eine Kooperation mit dem Forum RGOW; Reiseveranstalter: Ex Oriente Lux EOL in Berlin.
Flyer
Flyer_Streifzüge durch das nördliche Baltikum
Impressionen
Wandel für Nachhaltigkeit

Klimawandel, Insektensterben, Flächenversiegelung: Eine umfassende Veränderung in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung steht immer noch aus. Immer lauter wird der Ruf nach einer Wissenschaft, die sich stärker in die politische Debatte einbringt, sich gar aktivistisch betätigt. Manche warnen, dies gefährde wissenschaftliche Objektivität und erhöhe die Gefahr politischer Vereinnahmung.
Welche Rolle also sollten Forschende in diesem Kontext spielen: Lediglich Informationen bereitstellen oder sich aktiv in gesellschaftliche Debatten einbringen?
Gäste
– Dr. Melanie Paschke, Zürich-Basel Plant Science Center
– Dr. Franziska Meister, WOZ Die Wochenzeitung
– Benedikt Schmidt, Reatch! Research. Think. Change.
Begrüssung und Moderation
– Dr. Sebastian Muders, Paulus Akademie
– Dr. Jeannette Behringer, Universität Zürich
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Universität Zürich
Massnahmen gegen Missbrauch

Vor genau einem Jahr wurde die Pilotstudie zu sexuellem Missbrauch im Umfeld der römisch-katholischen Kirche veröffentlicht. Die Resultate haben aufgerüttelt, nicht nur in kirchlichen Kreisen, sondern auch in der breiten Bevölkerung. Wo steht die Kirche in der Umsetzung von Massnahmen? Was braucht es jetzt, um die Aufarbeitung ernsthaft voranzutreiben und die Prävention zu stärken?
Eine Betroffene und der Leiter der neu geschaffenen Dienststelle «Missbrauch im kirchlichen Kontext» gaben ihre Einschätzung zum Status quo ab. Ein Experte des deutschen Bistums Limburg und eine Fachfrau für Organisationsentwicklung eröffneten Perspektiven und teilten «Good Practice» aus ihren Erfahrungsbereichen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem forum – Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zürich.
Gäste
– Vreni Peterer, Interessengemeinschaft für Missbrauchsbetroffene im kirchlichen Umfeld (IG-M!kU) und Selbstbetroffene
– Stefan Loppacher, Dr. iur. can., Leiter der nationalen Dienststelle «Missbrauch im kirchlichen Kontext»
– Peter Platen, Prof. Dr. theol., Leitung Stabsbereich Aufsicht und Recht des Bischöflichen Ordinariates Limburg, Deutschland
– Lea Hollenstein, Dr. phil., Forscherin und Dozentin für Organisationsentwicklung und institutionelle Prävention, ZHAW Soziale Arbeit
Leitung und Moderation
– Veronika Jehle, Redaktionsleitung forum Pfarrblatt
– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
Flyer zur Veranstaltung
Berichte und Informationen
Den Druck aufrechterhalten – Sibylle Ratz, Katholische Kirche im Kanton Zürich
Endlich das Richtige tun – Thomas Binotto, forum Pfarrblatt der Katholischen Kirche im Kanton Zürich
Impressionen
Fotos: zhkath.ch / Sibylle Ratz & forum / Thomas Binotto
Eizellenspende in der Schweiz

Seit sich das Parlament 2022 für eine Legalisierung der Eizellenspende in der Schweiz ausgesprochen hat, ist die Diskussion darüber neu entflammt. Während viele europäische Nachbarländer die Eizellenspende grundsätzlich erlauben, ist sie in der Schweiz derzeit rechtlich verboten. Welche Gründe stehen dahinter? Wie sind Befürchtungen zu Kindeswohl und den gesundheitlichen Risiken gegenüber den von den Befürwortern vorgebrachten Mehr an reproduktiver Autonomie und Gleichstellung zu bewerten?
Gäste
Dr. iur. des. Marie-Hélène Peter-Spiess, RA MLaw, Postdoktorandin am UFSP «Human Reproduction Reloaded», Rechtswissenschaftliche Fakultät, Universität Zürich
Kristin Hammer MA, MAS Applied Ethics, Doktorandin am UFSP „Human Reproduction Reloaded“, der Universität Zürich undHebamme
Moderation
Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie
In Kooperation mit dem Center for Lifelong Learning Universität Zürich und dem Lilly Jo
Flyer
240911_Eizellenspende in der Schweiz_Flyer
Präsentation
L&L_Eizellenspende
«Ohne Tel 143 wäre ich nicht mehr da»

Wenn Medien über das Thema Suizid berichten, findet sich meist auch ein Hinweis auf die Dargebotene Hand. Und so erhält die Stelle täglich Anrufe und Nachrichten von Menschen mit Suizidgedanken.
Wie gehen die freiwilligen Mitarbeitenden der Dargebotenen Hand in solch einer Situation vor, wie werden sie darauf vorbereitet und wo liegen die Grenzen ihres Einsatzes? Am Welttag der Suizidprävention berichteten Mitarbeitende der Dargebotenen Hand über den herausfordernden Umgang mit Suizid.
Gäste
Alexandra Dübendorfer, Fachmitarbeiterin bei der Dargebotenen Hand Zürich, Lea und Carlo, freiwillige Mitarbeitende bei der Dargebotenen Hand
Moderation
Dana Sindermann, Paulus Akademie
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Dargebotenen Hand
China und der Westen

Das Freihandelsabkommen zwischen China und der Schweiz wird dieses Jahr zehn Jahre alt. Grund zum Feiern? Einerseits floriert der Handel und das geistige Eigentum ist besser geschützt als bisher. Andererseits sorgen sich westliche Länder um die Wahrung der Menschenrechte, auch Chinas Verhalten gegenüber Taiwan und im Ukraine-Konflikt sind in Europa und den USA umstritten.
Was sind die Vor- und Nachteile des Freihandelsabkommens? Wie kann eine Eskalation der Konflikte auf globaler Ebene vermieden werden? Können kommerzielle Interessen eine weitere Polarisierung verhindern? Oder weist der Trend des «De-Risking», also das Bestreben, sich aus der Abhängigkeit von China zu lösen, in die richtige Richtung?
Gast
Bernardino Regazzoni, Diplomat, promovierter Philosoph und Schweizer Botschafter in China von 2019–2022
Moderation
Stephan Rothlin, Paul Widmer und Peter Camenzind, Ladanyi-Verein
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ladanyi-Verein und dem Europa Institut der Universität Zürich