Solidarität mit Menschen im Krieg


Bild: Adobe Stock

Weltweit steigt die Anzahl bewaffneter Konflikte und Kriege, auch in Europa verschärft sich die Lage. Das Leid der betroffenen Menschen erschüttert und wirft drängende Fragen auf. Wie gehen wir mit dem Elend und der Bedrohung um? Was können wir tun, um die Not der Menschen zu lindern? Und wie steht es aktuell um die traditionell starke Humanitäre Hilfe der Schweiz? Unsere Gäste teilten ihre persönlichen Erfahrungen aus Einsätzen in Kriegsgebieten und ihrer Praxis der Kontemplation.

Gäste
– Flavio Del Ponte war weltweit als Kriegschirurg u.a. beim Internationalen Komitee des Roten Kreuzes im Einsatz, um das Leben und die Würde der Opfer bewaffneter Konflikte zu schützen und menschliches Leid zu mildern.
– Stephan P. Rothlin, SJ, Ethiker, Firmenchef und Pfarrer, stellt einen Weg der Kontemplation vor, der von der Inwendung und Stille zu solidarischem Einsatz für andere führt.

Leitung/Moderation
– Stephan P. Rothlin SJ, Pfarrer, Wirtschaftsethiker und Spiritus Rector des Ladanyi-Vereins
– Dana Sindermann, Leiterin des Fachbereichs Wirtschafts- und Sozialethik, Paulus Akademie

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ladanyi-Verein

Flyer
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Musik – Playlist
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Kunst und Stille

Bild: Renata Schlüssel, Blütenkreis der Nachtkerze, 2024

In der Auszeit über Mittag stand in unserem Raum der Stille jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lud zur äusseren und inneren Betrachtung ein.  Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gab dazu Impulse, die man und frau auf sich wirken lassen konnte.

«Kunst und Stille» bot einen Rahmen, um aufzuatmen und sich von Schönheit berühren zu lassen. Das betrachtete Werk kann jeweils als Kunstkarte in den Alltag mitgenommen werden.

Ich höre die Stille
und öffne mich dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn

Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care

Die Auszeiten konnten einzeln und ohne Anmeldung besucht werden.

Flyer
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Ladanyi-Vorlesung: Kurs halten im Wandel

Disruption, Wandel und ständige Ungewissheit stellen Organisationen vor existentielle Herausforderungen. Die katholische Kirche hat im Laufe von zwei Jahrtausenden bereits einen vielschichtigen Wandel erlebt. John Henry Newman (1801–1890), englischer Kardinal und Theologe, analysierte die historische Entwicklung der Kirche und entdeckte darin eine Balance inmitten massiver Krisen: Wandel, Wachstum und Innovation auf der einen Seite stehen in permanenter Spannung zu Identität, Prinzipientreue, Loyalität und Kontinuität auf der anderen Seite.
Joseph Bonnemain, Bischof von Chur, zeigt in der zehnten Ladanyi-Vorlesung auf, wie diese Balance zwischen Wandel und Kontinuität heutigen Organisationen und Unternehmen Orientierung geben und sie in ihrer Entwicklung inspirieren kann.

Joseph Bonnemain wurde 2021 zum Bischof von Chur ernannt. Nach abgeschlossenem Medizin- und Theologiestudium empfing er 1978 die Priesterweihe. Dazu promovierte er in Kirchenrecht. Er war Mitglied der Delegation des Heiligen Stuhls in der WHO in Genf sowie Spitalseelsorger in Schlieren. Bis zur Bischofsweihe leitete er das kirchliche Gericht des Bistums.

Über die Ladanyi-Vorlesung
Der Zyklus der Ladanyi-Vorlesungen knüpft an das Lebenswerk des ungarischen Jesuiten Laszlo Ladanyi SJ (1914-1990) an, der mit seiner Zeitschrift «China News Analysis» der Wahrheit von Nachrichten über China auf den Grund gegangen ist. In der Auseinandersetzung mit der Geschichte und Ethik Chinas waren für ihn die Prinzipien der Katholischen Soziallehre von Solidarität, Subsidiarität und Gemeinwohl prägend. Entsprechend eröffnen die Ladanyi-Vorlesungen ein Forum für einen genuinen Dialog mit China und die Umsetzung von ethischen Prinzipien in einem wettbewerbsorientierten und korrupten Markt.
Unter anderem hielten der österreichische Bundespräsident a.D., Heinz Fischer, die ARD-Korrespondentin Ariane Reimers sowie die Kardinäle Peter Turkson und Jean-Claude Hollerich SJ die Ladanyi-Vorlesung.

Leitung und Moderation

– Peter Camenzind, Generalvikar für die Bistumsregion Graubünden und Co-Präsident des Ladanyi-Vereins
– Stephan P. Rothlin SJ, promovierter Wirtschaftsethiker, CEO von Rothlin International Management Consulting und Spiritus Rector des Ladanyi-Vereins
– Dana Sindermann, Leiterin des Fachbereichs Wirtschafts- und Sozialethik, Paulus Akademie

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ladanyi-Verein

Flyer
Kurs halten im Wandel_Flyer

Kunst und Stille

In der Auszeit über Mittag steht in unserem Raum der Stille jeweils ein Kunstwerk im Zentrum. Es lädt zur äusseren und inneren Betrachtung ein.  Die Kunsthistorikerin Marietta Rohner gab dazu Impulse, die man und frau auf sich wirken lassen konnte.

«Kunst und Stille» bietet einen Rahmen, um aufzuatmen und sich von Schönheit berühren zu lassen. Das betrachtete Werk kann jeweils als Kunstkarte in den Alltag mitgenommen werden.

Ich höre die Stille
und öffne mich dem Bild
den Farben
den Formen
der Sinnlichkeit
dem Sinn

Leitung
Marietta Rohner, Kunsthistorikerin mit CAS in Spiritual Care

Flyer
Kunst und Stille_Flyer

 

Pressefreiheit und Islamkritik

Über Musliminnen und Muslime wird viel gesprochen. Dabei prägen stereotype Fremdzuschreibungen das Bild der Berichterstattung, verzerren oft die Wahrnehmung von Musliminnen und Muslimen und können zu deren strukturellen Marginalisierung sowie gesellschaftlichen Ausgrenzung im Alltag führen.

Das Podium diskutierte diese Mechanismen aus verschiedenen Blickwinkeln – Medien, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der VIOZ Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich.

Gäste
– Dr. Noemi Trucco, Soziologin, assozierte Forschende am Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft (SZIG)
– Susan Boos, Präsidentin des Schweizer Presserats
– Felix Reich, Redaktionsleiter reformiert.zürich
– Christoph Sigrist, Prof. Dr., Pfarrer, Präsident der Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz GMS

Moderation
– Amira Hafner-Al Jabaji, Islamwissenschaftlerin, Publizistin

Leitung
– Csongor Kozma, Direktor der Paulus Akademie
– Muris Begovic, Geschäftsleiter der Vereinigung der islamischen Organisationen in Zürich und der Muslimischen Seelsorge Zürich

Flyer
Pressefreiheit und Islamkritik (PDF)

Präsentation
Schweizer Berichterstattung über Muslim:innen (PDF), Noemi Trucco

Link zu Beiträgen
«Den Islam» gibt es nicht | FORUM Magazin, Veronika Jehle – erschienen am 19.06.2025
Verlorenes Vertrauen, spürbare Folgen | reformiert. – erschienen 23.06.2025

Impressionen

Eine Meldestelle wirksam einrichten

Grosse Abhängigkeitsverhältnisse und Machtgefälle bestanden in vielen Organisationen – sei es in Kinder- und Jugend-, Behinderten- sowie Sportorganisationen oder in der Kirche.
Dabei stellte sich die Frage, ob eine Meldestelle einzurichten sei. Eine Meldestelle band Ressourcen. Darum sollte sie möglichst wirkungsvoll sein und für Organisationen einen echten Mehrwert bieten.

Seminarinhalt
In diesem Seminar ging es um folgende Fragen:
— Welchen Part hatte eine Meldestelle bei einer wirksamen Prävention?
— Was nützte eine Meldestelle?
— Was waren mögliche Aufgaben und Zuständigkeiten einer Meldestelle?
— Wie wurde eine Meldestelle in die Organisation eingebettet?
— Wie wurde die Schnittstelle zur Leitung definiert?
— Was geschah, wenn eine Meldung einging?
— Was war der Unterschied zwischen Meldungen und Krisen?
— Wie positionierte sich eine Meldestelle im Spannungsfeld von Organisationsauftrag, Vertraulichkeit und Anonymität?
— Wie wurden Prävention und eine Meldestelle in die Organisationskultur implementiert?
— War eine externe oder interne Meldestelle oder beides einzurichten?

Neben Fachinput wurde auch Raum für Diskussion und gegenseitigen Erfahrungsaustausch gegeben.

Zielgruppe
Dieses Seminar richtete sich an Leitungspersonen, die vor der Herausforderung standen, eine Meldestelle einzurichten oder eine bereits eingerichtete Meldestelle wirkungsvoll zu gestalten.

Leitung
Andrea Gehrig, lic.rer.soc., hatte Kommunikationswissenschaften, Sozialarbeit und Betriebswirtschaft studiert, sich in Sexualpädagogik und Konfliktklärung weitergebildet und war nach vielen Jahren in leitender Position in der Privatwirtschaft vor allem in der Beratung und Personalentwicklung tätig.

Ein Seminar in Kooperation mit ARTISET.

Flyer
Eine Meldestelle wirksam einrichten_online_Flyer

Wenn es ernst wird

Der medizinische Fortschritt ermöglichte Erstaunliches: So konnten etwa Krankheiten, die früher als unheilbar galten, behandelt oder sogar geheilt werden. Mit den neuen Möglichkeiten wuchsen jedoch auch die moralischen Herausforderungen: Nicht alles, was medizinisch möglich war, war auch automatisch richtig. Ethische Entscheidungen in Klinik und Pflege betrafen dabei nicht nur das medizinische Fachpersonal, sondern auch Patienten, Angehörige – uns alle.
Die Medizinethiker Ralf Jox und Rouven Porz hatten ein Buch für die breite Allgemeinheit geschrieben. Bei unserer Buchvernissage gaben sie Einblicke in ethische Entscheidungen, die uns alle angingen, und luden das Publikum zum Mitdenken und Mitdiskutieren ein.

Jox, Ralf / Porz, Rouven (2025): Wenn es ernst wird: Lebensentscheidungen von Kinderwunsch bis Sterbehilfe. Wie wir die richtigen Fragen an die Medizin stellen. München: C.H. Beck.

Gäste
– Prof. Dr. Ralf Jox, Leiter der Klinischen Ethik am Universitätsspital CHUV in Lausanne
– Prof. Dr. Rouven Porz, Fachbereich „Medizinethik und ärztliche Weiterbildung“, Inselspital Bern

Moderation
Dr. Sebastian Muders, Leiter Fachbereich Umwelt- und Gesundheitsethik, Paulus Akademie

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Wenn es ernst wird_Flyer

Jeanne Hersch 1910 | 2000 | 2025

Jeanne Hersch (1910–2000) war die erste Philosophieprofessorin der Schweiz mit einem Lehrstuhl an der Universität Genf. Der 25. Todestag soll Anlass sein, eine Intellektuelle zu würdigen, die zu Lebzeiten stark in die Öffentlichkeit hineinwirkte – denn lebendiges Denken fand für sie ausserhalb des Elfenbeinturms statt.

In ihrer eigenen Rückbesinnung auf die jüdische Tradition verkörpert sie einen biblischen Humanismus. Dieser steht im Zeichen schöpferischer Freiheit und verbindet politisches Engagement mit Denkmustern existenzieller Prägung. Sie selbst wurde entscheidend durch die Begegnung mit Karl Jaspers geprägt, wobei sie sich zu einer eigenständigen Denkerin entwickelte.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Jüdisch-Christliche Forschung (IJCF) der Universität Luzern

Gäste
– Dr. Richard Blättel, Mitarbeiter am Institut für Jüdisch-Christliche Forschung (IJCF), Universität Luzern
– Dr. Charles Linsmayer, Literaturwissenschaftler
– Eva Koralnik, Literaturagentur Liepman

Leitung und Moderation
– Prof. Dr. Christian M. Rutishauser SJ, Leiter IJCF, Universität Luzern
– Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie

Referat und Präsentation Dr. Richard Blättel
– Referat
– Präsentation

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Touristifizierung der Religion oder Spiritualisierung des Tourismus?

Religiös konnotiertes Reisen gewinnt in den letzten Jahren an Bedeutung. Dadurch kommt es sowohl zu einer Touristifizierung der Religion als auch zu einer Spiritualisierung des Tourismus. Die Internationale Forschungstagung der Theologischen Hochschule Chur ging den soziologischen, kunsthistorischen, touristischen und theologischen Aspekten dieser Doppelbewegung nach. Sie fragt besonders nach Religion als Bildungsdomäne im Kulturtourismus.

Die Tagung am 5./6. Juni 2025 wurde vom Forschungsprojekt «Religion-Kultur-Tourismus» des Pastoralinstituts der Theologischen Hochschule Chur veranstaltet. Sie wurde als Jahrestagung der Schweizerischen Theologischen Gesellschaft (SThG) durchgeführt und ist Teil der Forschungskooperation der TH Chur mit dem Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik der Philosophischen Fakultät III der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Weitere Kooperationspartner waren das Europäische Netzwerk ‹Future for Religious Heritage› und der Verein ‹Kirchen und Tourismus Schweiz›.

Die Konferenzsprachen waren Deutsch und Englisch, es wurde während der gesamten Tagung Simultanübersetzung angeboten.

Programm und Detailinformationen auf der Website der Theologischen Hochschule Chur.

Tagungsleitung und Moderation
– Prof. Dr. Christian Cebulj
– MA Anna-Lena Jahn TH

Bericht zur Tagung
FORUM Magazin, erschienen 11.06.2025 – Beatrix Ledergerber-Baumer

Ferienmüde

Valentin Groebner las an dieser Abendverantstaltung aus seinem gleichnamigen Buch.

Reisen zum Vergnügen ist die grosse persönliche Belohnung, die Auszeit, das Abenteuer, das Entkommen aus allen Zwängen und Pflichten – und unterlegt mit Angst, viel Angst. Fünf Jahre nach den geschlossenen Grenzen der Pandemie sind global so viele Menschen zum Vergnügen unterwegs wie nie zuvor, und die Nachrichten von Überfüllung und Zerstörung der vermeintlichen Idyllen allgegenwärtig. Ist der Tourismus eine Falle, und die Belohnung Selbstbetrug?

Autor
Valentin Groebner, Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern

Leitung
– Christian Cebulj, Professor für Religionspädagogik an der Theologischen Hochschule Chur und Projektleiter Religion-Kultur–Tourismus
– Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Theologischen Hochschule Chur und der Schweizerischen Theologischen Gesellschaft (SThG)

Flyer
250605_Ferienmüde