ANDERS:SEHEN – RELIGION UND KUNST IM GESPRÄCH

HEAVENLY BODIES oder THE BEAUTY OF DIVERSITY

Was, wenn wir fürs Mal die Perspektive wechseln? Und bei (post-)modernen und (post-)säkularen Pop Art und Body Art Künstler:innen wie Andy Warhol, Joseph Beuys, Marina Abramović, Miriam Cahn und Tracey Rose in die Schule gehen. Und uns ihrem Werk aussetzen, in welchem sie ikonographische Topoi und Motive der christlichen Erinnerungskulturen transformieren und adaptieren. Diese Bilderwelten nicht vorschnell als blasphemisch abzuwerten, sondern sie stattdessen als Eyeopener zu begreifen: das ist das Ziel dieser Reihe anders:sehen.

Voll ist er, der katholische Heiligenhimmel. Und bunter und vielfältiger als wir vielleicht glauben wollen. Die zeitgenössischen Diskurse über Körper, Geschlecht und Diversität haben Künstler:innen inspiriert, biblische Gestalten ebenso wie traditionelle Heilige neu zu sehen und zu lesen. Der Heilige Sebastian ist einer davon. Wir haben an diesem letzten Abend den Wandel des Sebastianbildes vom römischen Soldaten und Märtyrer hin zur queeren Ikone der Gegenwart nachvollziehen. Dass dabei auch der ehemalige Box-Weltmeister Cassius Clay, später Muhammad Ali (1942–2016), eine Rolle spielen wird, war für die meisten eine Überraschung.

Dozentin
Elke Pahud de Mortanges, Theologieprofessorin und Dozentin für Fragen rund um Kunst, Kultur und Geschlecht; elkepahuddemortanges.com

Leitung
– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
– Matthias Berger, Präsident der Schweizerischen St. Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche (SSL)

Flyer
anders-sehen