ANDERS:SEHEN – RELIGION UND KUNST IM GESPRÄCH

«DIE MYSTERIEN FINDEN IM HAUPTBAHNHOF STATT»
Was, wenn wir fürs Mal die Perspektive wechseln? Und bei (post-)modernen und (post-)säkularen Pop Art und Body Art Künstler:innen wie Andy Warhol, Joseph Beuys, Marina Abramović, Miriam Cahn und Tracey Rose in die Schule gehen. Und uns ihrem Werk aussetzen, in welchem sie ikonographische Topoi und Motive der christlichen Erinnerungskulturen transformieren und adaptieren. Diese Bilderwelten nicht vorschnell als blasphemisch abzuwerten, sondern sie stattdessen als Eyeopener zu begreifen: das ist das Ziel dieser Reihe anders:sehen.
Dieses kühne Zitat aus dem Jahr 1984 stammt aus der Feder des Künstlers Joseph Beuys (1921–1986). Und es ist fast schon prophetisch. Kathedralen und Kirchen sind heute (fast) menschenleer. Das Leben und die Mysterien, von denen das Christentum kündet, finden anderswo statt. Das «wo» hat Beuys mit seinem Kunstbegriff und in seiner Theorie des Christentums neu umrissen. Wir werden wichtige Werke seiner Aktionskunst anschauen. Dabei wollen wir aber nicht stehen bleiben, sondern anhand konkreter Bildwerke, die zwischen Kunst und Kommerz oszillieren, die von Beuys gelegten Spuren ins 21. Jahrhundert weiterverfolgen.
Dozentin
Elke Pahud de Mortanges, Theologieprofessorin und Dozentin für Fragen rund um Kunst, Kultur und Geschlecht; elkepahuddemortanges.com
Leitung
– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie
– Matthias Berger, Präsident der Schweizerischen St. Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche (SSL)
Flyer
anders-sehen