STREIFZÜGE DURCH DAS NÖRDLICHE BALTIKUM

Die baltischen Staaten sind in den letzten Jahren immer stärker in das öffentliche Interesse gerückt. 1991 konnten die drei Länder ihre Unabhängigkeit wiedererlangen und traten 2004 der Europäischen Union bei. Die Transformation haben sie erfolgreich durchlaufen. Allerdings fühlen sie sich durch das aggressive Vorgehen Russlands zunehmend bedroht.

Die gemeinsam von der Paulus Akademie und dem Forum Religion und Gesellschaft in Ost und West organisierte Bildungs- und Kulturreise erlaubte es, den nördlichen Teil des Baltikums zu bereisen. Programmschwerpunkte bildeten die estnischen Städte Tallinn, Narva und Tartu (Europäische Kulturhauptstadt 2024) sowie die lettische Hauptstadt Riga. Gespräche mit zivilgesellschaftlichen und religiösen Vertreterinnen und Vertretern boten aufschlussreiche Einblicke in die sowjetische Vergangenheit und in die Prozesse der (Wieder-)Staatswerdung nach 1991, beleuchteten aber auch die aktuelle politische und religiöse Situation in Estland und Lettland. In Riga bildete die Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte und Gegenwart einen Schwerpunkt. Betroffenheit löste der Besuch der Mahnmale von Bikernieki und Rumbula aus. Allein im Kiefernwald von Rumbula wurden Ende 1941 innerhalb von zwei Tagen über 26’000 lettische und über 1000 Jüdinnen und Juden aus Berlin erschossen.

Trotz Hauptfokus auf urbane Zentren besuchte die Gruppe auch ländliche Gebiete – in Estland z. B. den Nationalparks Lahemaa, die Küste des Peipussees und das Dorf Kolkja mit seinem Museum der Altgläubigen.

Reiseleitung
– Stefan Kube, Leiter Forum RGOW – Religion & Gesellschaft in Ost und West
– Veronika Bachmann, Leiterin Fachbereich Theologie und Religion, Paulus Akademie

Eine Kooperation mit dem Forum RGOW; Reiseveranstalter: Ex Oriente Lux EOL in Berlin.

Flyer
Flyer_Streifzüge durch das nördliche Baltikum

Impressionen