Unsere beiden Institutionen bieten pro Jahr eine bis zwei interreligiöse und interkulturelle Studienreisen an. Sie führen in europäische Länder oder Regionen, wo sich vor kurzer Zeit grössere gesellschaftliche Transformationen ereignet haben oder noch im Gange sind. Bisherige Reisedestinationen waren:

  • Ostdeutsche Bundesländer (2010)
  • Serbien und Bosnien-Herzegowina (2012)
  • Griechenland (2013)
  • Nordirland (2016)
  • Russland (2016)
  • Kosovo und Albanien (2017)
  • Ukraine (2018)
  • Georgien (geplant)

Der Fokus richtet sich auf die jüngste Vergangenheit und die Gegenwart. Uns interessiert: Wo stehen diese Länder und Gesellschaften heute? Wie entwickeln sie sich politisch, sozial und kulturell? Wie verarbeiten sie ihre Geschichte und sozialen Verwerfungen? Welche gesellschaftlichen Akteure dominieren, welche werden ausgegrenzt? Welche Rolle spielen Kirchen und Religionsgemeinschaften im öffentlichen Leben? Was charakterisiert den Lebensalltag der Bevölkerung?

Diese Fragen diskutieren wir mit kompetenten Persönlichkeiten vor Ort: mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft, der Religionsgemeinschaften, mit Medienschaffenden, Mitarbeitenden von Botschaften und anderen internationalen Organisationen, mit politischen Akteuren und Kulturschaffenden usw. Die Gespräche erfolgen auf Deutsch oder Englisch oder – mit Übersetzung – in der betreffenden Landessprache.

Das Reiseprogramm räumt genügend Zeit ein, das Gehörte zu reflektieren und die unterschiedlichen Einschätzungen und Erfahrungen in der Reisegruppe zu verarbeiten. Daneben vermitteln die Reisen einen Einblick in die Kultur der besuchten Regionen. Ortskundige Reiseleiterinnen und -leiter machen uns mit Städten vertraut und uns führen zu bedeutenden Kulturdenkmälern. Der Besuch von Museen, Kirchen und Klöstern etc. und die Besichtigung von landschaftlich reizvollen Gegenden haben aber nicht die gleiche Priorität wie auf klassischen Kulturreisen.

Ziel unserer Studienreisen ist es, sich mit der politischen, gesellschaftlichen und religiösen Situation uns wenig vertrauter Länder zu befassen und die Ursachen und Auswirkungen bedeutender Konflikte und Verwerfungen besser zu verstehen. Unsere Angebote richten sich an gesellschaftlich, religiös und kulturell interessierte Reiseteilnehmende, die Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Haltung schätzen und sich auch gerne untereinander austauschen. Vorkenntnisse über das Reiseziel sind nicht notwendig. Hingegen unterstützen wir die Teilnehmenden im Vorfeld der Reisen mit Literaturempfehlungen und dokumentieren sie mit Informationsmaterial zur inhaltlichen Vorbereitung.

Zitate von früheren Reiseteilnehmenden:

  • «Wir sind dankbar und fühlen uns bereichert durch Erlebtes und Gehörtes, welches auch Fragen wachruft, wo es in unserm Land und im eigenen Leben Konfliktfelder und -gefahren gibt, die eine sorgfältige Betrachtung erfordern.» (S. aus Nottwil)
  • «Die Nordirlandreise war spannend, berührend, informativ und hat auch nachdenklich gemacht. Wir hatten eine tolle, engagierte Gruppe.» (E.Z. aus Zürich)

Aktuelle Reise nach Georgien (30.5.-9.6.2019)