Kritische Voten zur aktuellen Revision

 

Flyer der Veranstaltung vom 12. September 2019 (PDF)

 

Öffentliche Gerichtsprozesse sind in der Schweiz seit 2011 zur Rarität geworden. Damals wurde die heutige Strafprozessordnung in Kraft gesetzt. Sie ist durch kurze Prozesse geprägt: Die meisten Verfahren werden seither in Strafbefehlsoder abgekürzten Verfahren erledigt. Es fand eine Gewichtsverlagerung von den Gerichten zur Staatsanwaltschaft statt.

Bereits jetzt plant der Bundesrat eine punktuelle Revision dieses jungen Gesetzes. Er strebt aber keine umfassende Überarbeitung an. Im Zentrum steht unter anderem die Einschränkung der Teilnahmerechte der Verteidigung, die als Gegengewicht zum Machtzuwachs der Staatsanwaltschaft geschaffen wurden. Dies würde die 2011 eingeschlagene Richtung zusätzlich akzentuieren.

An der Tagung der Fachgruppe «Reform im Strafwesen» sollen rechtsstaatliche Brennpunkte der geltenden Prozessordnung unter die Lupe genommen und die geplante Revision kritisch hinterfragt werden.

Eine Kooperation der Fachgruppe «Reform im Strafwesen» mit dem Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, der Universität Bern, der ZHAW Departement Soziale Arbeit und der Paulus Akademie. Konferenzsprache: Deutsch. Die Referate werden simultan auf Französisch übersetzt.

 

Präsentation Prof. Dr. Wolfgang Wohlers (PDF)

Präsentation Prof. Dr. Christopfer Geth (PDF)

Präsentation Dr. iur. Ariane Nosetti-Kaufmann (PDF)

Präsentation RA Konrad Jeker und RA Alain Joset (PDF)

 

Referierende
Prof. Dr. Wolfgang Wohlers, Universität Basel
Prof. Dr. Christopher Geth, Universität Bern
Dr. Ariane Nosetti-Kaufmann, Richterin, Bezirksgericht Willisau
Alain Joset, Anwalt, Basel
Konrad Jeker, Anwalt, Solothurn

Gäste
Prof. Dr. Marianne Heer, Kantonsrichterin Luzern
Dr. Ueli Weder, ehem. Staatsanwalt Kanton Zürich
Tanja Knodel, Anwältin, Zürich

Leitung und Moderation
Dr. Benjamin F. Brägger, CLAVEM, Fachgruppe Reform im Strafwesen
Hans-Peter von Däniken, Paulus Akademie