Dass nichtmenschliche Tiere als Lebewesen einen eigenständigen moralischen Schutz geniessen und nicht für beliebige Zwecke instrumentalisiert werden dürfen, ist eine Erkenntnis, die nicht mehr allein Ethikern und Tierschützern zugeschrieben werden kann, sondern sich allgemeiner Zustimmung erfreut. Aber was ist mit ihren grünen Verwandten, den Pflanzen? Gewöhnlich werden diese von unserer moralischen Rücksichtnahme aus- und als buchstäblich lediglich dahinvegetierende Wesen wahrgenommen, die an einem Ort verharrend träge und passiv der Dinge harren, die da kommen.

Florianne Koechlin, die ich als Gesprächsgast am 28. Mai in der ersten via Zoom realisierten Online-Abendveranstaltung der Paulus Akademie begrüssen durfte, bemüht sich nach Kräften, mit diesem weitverbreiteten Zerrbild über die Pflanzenwelt aufzuräumen. Sie ist die Autorin zahlreicher Sachbücher, in der sie ein breites Publikum allgemeinverständlich in die faszinierende Welt der Pflanzen (und Tiere) einführt, darunter ihre zwei letzten Bücher «Schwatzhafte Tomate, wehrhafter Tabak» (2016) und (mit Denise Battaglia) «Was Erbsen hören und wofür Kühe um die Wette laufen» (2018). Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung meines Gesprächs vom 28. Mai.

Sebastian Muders

Gespräch mit Florianne Koechlin (PDF)

FRAGEN & ANTWORTEN 

Nachfolgend einige der Fragen, die Frau Koechlin während des Gesprächs von Teilnehmenden gestellt worden sind, und ihre Antwort darauf.

Wie reagieren Pflanzen auf Pestizide? 

Haben Pflanzen Schmerzen? 

Inwiefern sind Genmanipulationen an Pflanzen als problematisch zu betrachten? 

Wie reagieren Pflanzen auf menschliche Ausdünstungen? 

Reagieren Pflanzen, wenn man ihnen gut zuredet?

Mit welcher Pflanze fühlen Sie sich am stärksten verbunden?

 

 

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